Chronik.Ereignis1045 Selkethaler Pferderennen zu Ehren der schönen Göttin 1045 BF 18
Nordmarken, Fuchsgau, im Ingerimm 1045 BF
Autor: Liebsang
“Tsasalda jetzt komm endlich. Anselm wartet schon unten mit den Pferden. Was machst du denn da?”
Praioberga von Erlensang, stand reisebereit in der Zimmertür und beobachtete, wie ihre jüngere Schwester ihren Rucksack erneut ausleerte.
“Da geht nicht alles rein. Ich wollte noch die guten Tanzschuhe mitnehmen. Und das grüne Kleid muss auch noch mit.” Die fünf Jahre jüngere Schwester Tsasalda eilte von ihrem Kleiderschrank zum Bett, wo ihr bereits gut gefüllter Rucksack lag, und schaute mit hochrotem Kopf zur Tür. “Hast du denn alles mit?” fragte sie neugierig.
Praioberga schüttelte den Kopf und leerte den Rucksack der Schwester aus. “Wir wollen auf ein kleines Abenteuer und nicht ausziehen.” Eiligst faltete sie die notwendigste Wäsche der Schwester und packte diese, neben einigen kleinen Utensilien, die eine junge Frau auf Reisen benötigen könnte, in den Rucksack. “Das reicht, du brauchst keine drei Paar Schuhe.”
Tsasalda nickte artig und nahm ihren Rucksack auf. “Wir müssen uns noch beim Herrn Vater verabschieden.”, nickte sie eifrig.
Praioberga schüttelte den Kopf. “Und der wartet ebenfalls unten im Hof auch dich.” Die beiden Frauen rannten die hölzerne Treppe runter und raus auf den Hof. Anselm von Erlensang saß schon auf seinem Streitross und lächelte fröhlich. “Da sind sie ja endlich. Los ihr Knechte, helft meinen Schwestern in den Sattel.”
Praioberga zog ihre Lederhandschuhe an und grinste frech: “Na, das krieg ich schon noch alleine fertig.”
Geschickt stieg sie in den Sattel ihres Elenviners und wartete geduldig, bis die jüngere Schwester ebenfalls im Sattel saß.
“Vielleicht sollten wir ihr eine Kutsche kaufen? So ein Einspänner wäre doch passend. Dann hätte sie auch mehr Platz für ihren Tand.”, lachte Anselm. Sein Vater sah kopfschüttelnd zu seiner jüngsten auf ihrem Warunker und wandte sich dann an die beiden älteren auf ihren Elenvinern: “Passt mir auf eure kleine Schwester und auf euch auf, Kinder. Hast du die Münzen eingesteckt?”, wandte er sich an die Älteste.
“Ja Vater. Und ich verspreche Dir, wir werden damit gut haushalten.” Sie nickte ihren Vater noch einmal zu und die drei machten sich auf den Weg zu ihrem kleinen Abenteuer.