Rondrigo vom Eisenwalde

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Mond grau.png

Obacht! Die Informationen in diesem Artikel enthalten möglicherweise Meisterinformationen zum Abenteuer Der Mondenkaiser. Wenn Ihr dieses Abenteuer in Eurer DSA-Runde noch spielen wollt, solltet Ihr an dieser Stelle in Eurem eigenen Interesse nicht weiter lesen, da Euch die Lektüre möglicherweise um den Spielspaß bringen kann.


Rondrigo vom Eisenwalde
Wappen: WappenEisenwalde.jpg
Zwei gekreuzte schwarze Schmiedehämmer über einem schwarzen Berg auf güldenem Grund
Wahlspruch: "Beständig sein wie ein Stein!"
TRA.png Familia: vom Eisenwalde
PRA.png Titel: Gräflicher Castellan zu Ragath, Caballero
TSA.png Tsatag: &20000009680115 15. PRA 968 BF
Alter: etwa 81 Jahre
Spezies: Mensch
Größe: 1,79 Schritt
Gewicht: 80 Stein
Haare: grau
Augenfarbe: eisgrau
Kurzcharakteristik: kompetenter Ritter und Burgverwalter
Herausragende Eigenschaften: MU, CH, GE, KK
Zöglinge: Lilithrud Ernathesa von Silvansbühler, Luciana Al'Morsqueta, Tsaya von Ragathsquell, Rohaja von Ragathsquell, Efferdane von Ragathsquell, Servando Cronbiegler, Jorge Mallatesta
Beziehungen: groß
PHE.png Finanzkraft: sehr groß (als gräfl. Verwalter), hinlänglich (als Privatmann)
Geschwister: eine ältere Schwester (schon verstorben)
Travienstand: Witwer der Alezza von Arganzon
Nachkommen: Rondrigo der Jüngere (Verstorben.gif 1021 BF), Mirata vom Eisenwalde und Arganzon (Geboren.gif 997 BF)
Verwandte und Schwager: Cambados von Arganzon (Schwager), Pilbao von Hammelborn (Eidam)
Freunde und Verbündete: Graf Brandil von Ehrenstein (Dienstherr), Gräfin Rohalija von Streitzig (Dienstherrin), Ludovigo Sforigan, diverse Magnaten der L.A.W. und der Descendientes, viele amtierende und ehemalige Knappen und Caballeras des Ragather Hofes (u.a. Lilithrud Ernathesa von Silvansbühler), einige Parteigänger des verblichenen Mondenkaisers
Feinde und Konkurrenten: Familia da Vanya, Hernán von Aranjuez, Feinde seines Dienstherren und der Grafschaft Ragath
Verwendung im Spiel: Als "Graue Eminenz" des Ragather Hofes kontrolliert er den Zugang zum Grafen und mag dahergelaufenen Helden diesen verwehren, als Veteran vieler Turniere lässt er sich jedoch von echter Ritterlichkeit beeindrucken.
Spielstatus (Ansprechpartner): SC(PeSchu), offizieller NSC

Dom Rondrigo Honorio Trutz vom Eisenwalde, manchmal auch Roderich vom Eisenwalde, ist seit 999 BF Gräflicher Castellan zu Ragath. Er gilt als rechte Hand und väterlicher Ratgeber des Grafen Brandil von Ehrenstein und hatte auch schon unter dessen Amtsvorgängern Julka Tilma und Tolak von Harmamund diesselbe Position inne. Da es in der reichen und riesigen Grafschaft Ragath - anders als im Yaquirtal oder der Südpforte - keinen Banus gibt, der dem Grafen zeitraubende administrative Pflichten abnimmt, beschränken sich die Befugnisse des gräflichen Castellans von Ragath keinesfalls nur auf das Amt des Majordomus der mächtigen Grafenfeste Wendesinn auf dem Burgberg von Ragath, sondern sie schließen in Personalunion auch einige Rechte und Pflichten mit ein, die anderswo dem obersten Contador (Schatzmeister), Mundschenk oder sogar Heerführer der Grafschaft obliegen. Der ragatischen Nobleza, allen voran dem mächtigen Geschlecht derer von Aranjuez, ist diese Machtfülle des Waldwachters ein beständiges Ärgernis.

Äußeres

Castellan Rondrigo vom Eisenwalde

Dom Rondrigo war einst ein stattlicher Mann von muskulöser, breitschultriger Statur und mittelgroßem Körperbau. Inzwischen, da sich sein neuntes Lebensjahrzehnt nähert, flieht ihn einiges der kriegerischen Stärke, die er einst besaß. Sein Stechschritt, die zackigen Bewegungen, die kerzengerade Haltung und die typischen O-Beine eines lebenslangen Reiters weisen ihn jedoch nach wie vor auf den ersten Blick als erfahrenen Kriegsmann und Militär aus. Kaum jemand hat ihn je ohne seine umgeschnallte Zwergenklinge Torschax gesehen, die er angeblich sogar nachts im Bett neben sich liegen haben soll, wie die Ragather Höflinge witzeln. Die zahlreichen Stutzer und Laffen am modeverrückten Hof Graf Brandils spötteln und rümpfen oft die Nase über den alten Zausel, erst recht seit dem Ableben seiner geliebten Gemahlin Alleza vor einigen Jahren (der Schwester des Landstände-Procuradors Cambados von Arganzon), der sich seit ihrem Tod den Bart und das Haupthaar wuchern lässt, wie es will. Dazu trägt er die gleichen altmodischen, inzwischen x-fach geflickten Waffenröcke, die er schon damals unter Graf Tolak trug, obwohl ihm der elegante Graf Brandil schon mehrfach anbot, ihn von seinem Leibschneider komplett neu einkleiden zu lassen. Aber der Castellan will davon nichts wissen.

Curriculum Vitae

Der heutige Castellan entstammt ursprünglich einem kleinen Waldwachter Rittergeschlecht aus Tosch Mur; seine Wiege stand im unbedeutenden Erzsucher-Dorf Norbast in der Baronie Bangour. Als junger Mann nahm er gleich in drei aufeinander folgenden Jahren an der traditionsreichen Djosta der Großen Ragather Grafenturnei teil und belegte dort den hervorragemdem Zweiten, Dritten und wiederum Dritten Platz, wodurch Graf Tolak von Harmamund auf ihn aufmerksam ward und dem jungen talentierten und vor allem beharrlichen Ritter den Rang eines Rittmeisters in seiner eigenen Reiterei anbot.

Mit tapferen Taten brachte es Rondrigo bald sogar zum Anführer des gräflichen Aufgebotes; nach der Dingfestmachung eines aufrührerischen caldaïschen Junkers und der Rückeroberung des gräflichen Zehnthofes in Valenca, den oppositionelle Parteigänger des Hauses da Vanya im Zuge des Ragather Rosenkrieges unter ihre Gewalt gebracht hatten, folgte seine Ernennung zum gräflichen Castellan im Jahre 999 BF.

Während der Ägide Kaiser Hals nahm der Castellan als Oberbefehlshaber des jeweiligen Ragather Aufgebotes an zahlreichen großen Schlachten teil - 1003 gegen die Oger an der Trollpforte, 1012 gegen die Orks vor Gareth und gegen die Anwinisten vor der eigenen Haustüre, wo er sogar einige Wochen im Kerker saß, als der Commandant der Ragather Schlachtreiter, Oberst Vendalino von Graytenau, für den Usurpator Answin von Rabenmund die Grafenfeste Wendesinn besetzte.

Mit der Belehnung des jetzigen, landesfremden Grafen Brandil von Ehrenstein rückte Dom Rondrigo vom Mann der Tat mehr und mehr in die Rolle eines Ratgebers und Lehrmeisters, denn es dauerte lange, den noch vergleichsweise jungen, auswärtigen Adelsspross für die landesüblichen Gepflogenheiten und Machenschaften der almadanischen Nobleza zu sensibilisieren - ein Prozess, der auch heute nicht zur Zufriedenheit Dom Rondrigos abgeschlossen ist. Der Großteil der ortsansässigen Magnaten wendet sich bei Schreiben und Bittgesuchen an den Grafenhof sofort direkt an Dom Rondrigo, zu dem man vertrauensvoll als Landsmann spricht, während sie den Grafen auch nach vielen Jahren in Almada untereinander nach wie vor nur "den Tobrier" nennen.

Im Hochsommer 1033 BF wurde Dom Rondrigo vom seinem Dienstherrn und der ihm etwas näher stehenden Gräfin Rohalija ausgesandt, die dritte und jüngste Tochter des gräflichen Paares zu befreien - Domnatella Romina Alba, die man in der Hand der Ferkinas vermutete. Gemeinsam mit dem gleichsam vom Grafen zwangsverpflichteten Baron und Söldnerführer Hernán von Aranjuez begab er sich auf den Weg nach Kaiserlich Selaque, wo eine das ganze Bosquirtal erschütternde Adelsfehde zusätzlich ihre Aufgabe erschwerte.

Da er den "Traum der tausend Seelen" träumte, war er von der boronbestimmten Herrschaft Kaiser Hal II. überzeugt und setzte große Hoffnungen in dessen Regentschaft. Als sich sein eigener Dienstherr schließlich gegen diesen stellte, war Dom Rondrigo innerlich zerissen zwischen Pflichtbewusstsein und Überzeugung und überließ es seinem alten Weggefährten Ludovigo Sforigan, das Ragather Aufgebot gegen Al'Muktur zu führen. Er selbst verweigerte sich, gegen die kaisertreuen Mayores die Waffe zu erheben. Nicht zuletzt aufgrund dieser Bitternis und Graf Brandils Loyalität zu Gareth ist Dom Rondrigos Verhältnis zu seinem Dienstherrn in den letzten Jahren ein wenig abgekühlt.

So ist es Dom Rondrigo gar nicht unrecht, wenn er hin und wieder aus Ragath und der Grafenfeste herauskommt und in entlegenere Regionen der Grafschaft detachiert wird, um dort nach dem Rechten zu sehen. Heute, wo er bald achtzig Sommer hat ins Land gehen sehen, muss sich der Castellan, einst ein respektabler Reiter und Fechter, zwar mehr und mehr darauf verlassen, dass Jüngere das fortführen, was er ihnen beigebracht hat - unzählige Knappinnen und Knappen wurden durch ihn am Ragather Grafenhofe zu echten Caballeras und Caballeros ausgebildet. Wenn man ihn riefe, scheute Dom Rondrigo sich nicht, direkt ins Feuer zu gehen und gegen Briganten, Aufrührer, Oger, Novadis oder Ferkinas zu kämpfen, wenn diese den Frieden der Grafschaft und Almadas stören - doch wer ruft in der heutigen schnelllebigen Zeit schon einen alten Mann?

Charakter

Nach dem Tod seiner geliebten Ehegemahlin Alezza, gerade da schon wenige Jahre vorher sein einziger Sohn Rondrigo (der Jüngere) in der III. Dämonenschlacht gefallen war, ist einiges in Dom Rondrigo zerbrochen und der alte Veteran vieler Kämpfe und Schlachten, der früher so lebenslustig und beliebt bei allen Untergebenen war, ist nun ein oftmals mürrischer und zynischer alter Mann geworden, der sich etwas gehen lässt und seine besten Zeiten auf Deren hinter sich sieht. Er erfüllt nach wie vor seine Pflicht, wie er es bei seinem Dienstantritt als Castellan geschworen hat, aber dies nur noch als Dienst nach Vorschrift und ohne das siedende Feuer im Herzen, das ihn früher gegen alle Feinde der Grafschaft streiten ließ. Die größte Freude, die ihm noch verblieben ist, ist die Ausbildung der zahlreichen Knappinnen und Knappen des gräflichen Hofes zu gestandenen Rittern, denn mit der Cortezia, der Ehre, der Tapferkeit und dem Schneid nimmt es der alte Ritter nach traditionsreichem, Waldwachter Schlag sehr genau. Die Ritterinnen und Ritter, die aus seiner väterlich-strengen Zucht hervorgehen, sind noch tatsächliche Reiterkrieger nach den alten Idealen - keine höfischen Strumpfhosenträger und Tanzschritt-Über, wie sie der geckenhafte Graf Brandil wohl hervorbrächte, wenn er sich tatsächlich persönlich um die Ausbildung der ihm anvertrauten Adelssprößlinge kümmern würde.

Durch seine lange Lebenserfahrung im Krieg wie im Frieden gleichermaßen, ist Dom Rondrigo inzwischen selbst zu einem etwas rechthaberischen Mann geworden, der sich nur schwer vom Gegenteil überzeugen lässt, wenn er sich erst einmal eine eigene Meinung über etwas gebildet hat. Er schätzt tatkräftige und ehrliche Leute, keine Federfuchser, die mit verdrechselten Worten lange herum parlieren und ist generell - wie viele andere - der Überzeugung, daß früher alles besser war und die Zeiten unablässig immer schlechter werden.

Stimmen der Nobleza über Rondrigo vom Eisenwalde

"Dom Rondrigo haben wir es zu verdanken, dass Ragatien die Krone des almadanischen Rittertums ist!"

-Domna Tsaya von Ragathsquell

Geschichten und Artikel über Rondrigo vom Eisenwalde

Geschichten