Keshmal Al'Harim ben Beruddin
|
Keshmal Al'Harim ben Benruddin ist Bey des Sandschaks Fercaba am Pass der Winde in den Amhallassihkuppen und Hairan des Stammes der Beni Kadha. Freunde und Feinde gleichermaßen nennen ihn auch den Goldenen Löwen von Fercaba.
Historie

Im Jahr 1024 begegnete Keshmal Al'Harim ben Beruddin im Amhallassih der überaus schönen Richeza Aldonaza von Scheffelstein. Der Bey setzte es sich in den Kopf, die schöne Almadanerin zu seiner dritten Gemahlin zu nehmen. Richeza aber verhöhnte den eitlen Novadi, der bald über ihr Verhalten in Zorn geriet. Zunächst versuchte er sich zu rächen und ihren Namen zu verunglimpfen, später nahm er sie gefangen, um sie – sollte sie sich immer noch weigern, sein Weib zu werden – als Druckmittel gegen seine almadanischen Feinde verwenden zu können. Domnatella Richeza aber vermochte zu entkommen – mit Hilfe des Rebellen El'Fenneq, wie es heißt.
Im Rahjamond 1025 versuchte sich Domna Richeza an einer Wahnsinnstat. Sie drang - als Sharisad verkleidet - in die ehemalige Pfalz Al'Keshir ein, in der die Omlad belagernden Novadis ihr Feldlager hielten, und versuchte, den Bey von Fercaba zu erdolchen. Dieser überlebte jedoch das Attentat.
Charakter
Der Bey der Fercaba ist ein Mann, den man so schnell nicht vergisst, denn selten bleibt eine Begegnung mit dem mächtigen Herrscher der Passsperrfeste Amhashal ohne Folgen. Während sich die eine oder andere Dame an seine blumige, bildreiche Sprache und seine glühenden dunklen Augen erinnern wird, sind die Erinnerungen manch eines kämpferischen Hitzkopfes weitaus weniger angenehm, endet ein Disput mit dem launenhaften Bey doch nicht selten in den lichtlosen Kerkern unter dem Palast, wo die unglückliche Seele nur noch auf das Ende des langen Leidens warten kann.
Keshmal Al'Harim ist ein Mann, der den schönen Seiten des Lebens aus vollem Herzen zuspricht und dabei bis an die Grenzen der 99 göttlichen Gebote geht, die er vortrefflich für seine Zwecke auszulegen versteht. Seine Feiern in Fercaba sind weithin bekannt, und wer an ihnen teilhaben darf, verbringt mit Sicherheit einen der geselligsten und sinnenfreudigsten Abende, welche die menschliche Vorstellungskraft erlaubt.
Die dekadente Lebensweise des Beys mag leicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei dem Hairan des sesshaften Stammes der Beni Kadha um einen hochgradig gebildeten und weltoffenen Mann handelt, der sich als brillanter Reiter und Kämpfer einen Namen gemacht hat.
Bei Feinden wie Verbündeten gleichermaßen gefürchtet wie bewundert, hat sich Bey Keshmal den Beinamen Goldener Löwe von Fercaba eingehandelt, und wahrlich, der Vergleich passt. Der Bey fürchtet sich niemals vor Feinden, doch selbst, wenn er gelegentlich unvorsichtig und großspurig erscheinen mag, sollte man ihn genausowenig unterschätzen wie eine schlafende Raubkatze.