Erzener Rat (Taladur)

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Der zehnköpfige Erzene Rat bildet die bürgerliche Regierung der Freien Reichsstadt Taladur.

Der Erzene Rat von Taladur

Er wurde mit Erlangung der Reichsfreiheit unter Kaiser Bodar I. im Jahre 749 eingerichtet und lenkt die Geschicke der reichen Stadt und seiner umliegenden Besitzungen seither mit harter, aber geschickter Hand. Die Kunde von der notorischen Streitsucht der Taladuris ist sprichwörtlich und Kenner der Taladurer Politik wissen, dass der Erzene Rat kein besonders stabiles Gremium ist. Im Laufe seiner Geschichte erfuhr er schon mehrfach durch bewaffnete Umstürze eine komplett neue Zusammensetzung. Dementsprechend groß ist die Zahl der verbannten Ratsmitglieder, die auf ihren Landgütern, in den anderen Städten des Königreichs oder im Ausland sitzen und nur darauf warten, mit einem neuerlichen Umsturz wieder an die Macht zu gelangen, um sich an den alten Feinden zu rächen.

Wahlrecht

Das Wahlrecht des Erzenen Rats wurde über Jahrhunderte immer wieder verfeinert und ist recht komplex.

Wege in den Erzenen Rat

Anders als in den verfeindeten Reichsstädten Punin und Ragath werden die zehn Mitglieder des Erzenen Rates nicht von den Cittadini (Einwohnern mit Bürgerrecht) direkt gewählt. Fünf Wege führen einen Taladurer Patrizier in den Rat:

1. Die geistliche Laufbahn: Wer die Weihe zum Meister der Esse der Halle der Erze Taladurs erhält, erhält auch einen Sitz im Erzenen Rat.

2. Die Verwaltungslaufbahn: Wer von der Gräfin zum Bergvogt erhoben wird, erhält auch einen Sitz im Erzenen Rat.

3. Die Laufbahn des fleißigen Handwerks: Wer von einer der Taladurer Zünfte zur Zunftmeisterin gewählt wird, hat die Chance, als eine von zwei Zunftmeisterinnen vom Meister der Esse in den Erzenen Rat berufen zu werden.

4. Die militärische Laufbahn: Wer sich als Offizier um die Verteidigung der Reichsstadt verdient macht, kann von den Ratsmitgliedern zum Gardecapitán der Taladurer Wehr oder zur Burgcapitana von San Cardasso mit Sitz und Stimme im Erzenen Rat berufen werden.

5. Der fünfte Weg: Wer sich mit dem Bergvogt auf phexische oder andere Weise gut gestellt hat, kann von diesem als Vertreter des Patriziats in den Erzenen Rat berufen werden.

Ämtervergabe innerhalb des Erzenen Rates

Die meisten Sitze im Rat sind den Inhabern bestimmter Ämter vorbehalten. Dazu zählen der Kämmerer, die Minenvögte der untertänigen Dorfschaften Premura und Calcato, die vor Ort einen Rang etwa gleich dem eines Alcalden im übrigen Almada genießen, die Gardecapitana der Taladurer Wehr sowie der Burgcapitán des Castillo San Cardasso, einer zum Gebiet der Streitturmstadt gehörenden Flussfeste am Valquir. Über die Vergabe dieser Ämter wird innerhalb des Erzenen Rates abgestimmt - und in der Regel aufs Heftigste gestritten. Dabei werden der Kämmerer und die Minenvögte - die drei einträglichsten Ämter - immer aus den bestehenden Ratsmitgliedern gewählt, die Gardecapitana und der Burgcapitán aber oft nach militärischer Befähigung in den Rat hineingewählt.

Die mächtigsten Positionen im Rat haben zweifelsohne der Meister der Esse der Halle der Erze und der Bergvogt inne. Der höchste Ingerimmgeweihte der Stadt hat das Vorrecht zu entscheiden, welche zwei Zünfte - vertreten durch ihre jeweilige Zunftmeisterin - einen Platz im Rat erhalten, alldieweil der Vertreter der Gräfin und des Bergkönigs den Vertreter eines Patriziergeschlechts in den Rat berufen darf. Der Bergvogt wählt dabei nicht eine Person, sondern eine Familia aus, deren Soberan oder Familienrat dann meist entscheidet, wen sie in den Rat entsendet. Die einzige Bedingung ist, dass diese Familia über einen Streitturm verfügt - doch auch diese können in Taladur den Besitzer wechseln...

Wenn ein Zunftmeister oder der Vertreter eines Patriziergeschlechts zu einem der Wahlämter aufrückt (Gardecapitan, Burgcapitana, Kämmerer oder Minenvögte), wird seine vorherige Position frei. Dann darf der Meister der Esse bzw. der Bergvogt wieder jemand neuen in den Rat berufen.

Die Würde des Ratsmeisters ist die bedeutendste im Erzenen Rat. Auf fünf Jahre von den Ratsleuten gewählt, vertritt er den Rat gegenüber der Stadt und die Stadt nach außen - sei es gegenüber der Kaiserin als Stadtherrin, dem Almadanerfürsten, der Gräfin von Waldwacht, gegenüber anderen Reichsstädten oder gegenüber der almadanischen Nobleza. Den Ratsmeister wählen die Mitglieder des Rates unter sich. Sollte eine Abstimmung unentschieden (fünf zu fünf) ausgehen, entscheidet die Stimme des Ratsmeisters.

Tagungsort

Der Erzene Rat tagte früher im Palacio Torreda, dem von zwei zwillingsgleichen Streittürmen überragten Rathaus Taladurs am Gongplatz. Unter dem heutigen Ratsmeister tritt der Rat jedoch zumeist in der Krypta der Halle der Erze zusammen, dem heiligsten Ort der Stadt, die beinahe gänzlich von ihren Sumuschätzen und ingerimmgefälligen Erzeugnissen lebt.

Mitglieder des Erzenen Rates

  • Meister der Esse der Halle der Erze: seit 1023 BF Galeazzo von Zalfor, seit 1028 BF zusätzlich Ratsmeister (vier mal wiedergewählt, nächste reguläre Wahl 1048 BF)
  • Zunftmeister: seit ? Ubolosch Sohn des Ugatosch, Zunftmeister der Silberschmiede (im Rat seit ?)
  • Zunftmeister: seit ? Zayxobar Sohn des Zagotasch, Zunftmeister der Grobschmiede und Eisenplättner (im Rat seit ?)
  • Camerario: seit ? Larderello Amazetti, Zunftmeister der Bronzegießer und städtischer Camerario (im Rat seit 1023 BF)
  • Garde-Capitan der Taladurer Wehr: seit 1032 BF Sacramoro Mengozzi (im Rat seit 1032 BF)
  • Burgcapitana von San Cardasso: seit 1032 BF Contessina Amazetti (im Rat seit 1027 BF)
  • Minenvogtin von Premura: seit ? BF Esmeralda Tandori, Zunftmeisterin der Kupferschmiede (im Rat seit 1028 BF)
  • Minenvogt von Calcato: seit ? BF Morato Hayando, Zunftmeister der Weber (im Rat seit 1028 BF)
  • Vertreterin des Patriziats: seit 1045 BF Xavia Xetarro (im Rat seit 1045 BF; von 1028-1045: Laudomina von Zalfor)
  • Bergvogt (Gräfl. und Bergkgl. Administrador von Gräflich Taladur): seit 1044 BF Guillermo Cordellesa (im Rat seit 1044 BF; vakant von 1034-1044; von 1018-1034: Dajon von Taladur ä. H.)