Castillo Phecadistein
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Castillo Phecadistein ist eine Burg in der almadanischen Baronie Kaiserlich Phecadien
Derographische Lage
Wo der Phecadi in seinem Lauf südwärts die Lammschlucht verlässt und die Strasse des Phecadistiegs sich den steilen Hügel emporzieht thront über einer Flussschleife auf einem Felsen Castillo Phecadistein und wacht über die nur einen Steinwurf entfernte Reichsgrenze zum Horasreich.
Geschichte
- um 700 BF: Bau durch Junker Hasto von Fuchswalden zum Schutz gegen Überfälle Windhager Sippenkrieger.
- 752 BF: Mit der Unabhängigkeit des Lieblichen Feldes wird das bisherige Junkertum Fuchswalden aufgeteilt in einen grösseren, nunmehr horasischen, und einen kleineren, dem Mittelreich verbliebenen Teil. Junkerin Wiltrud von Fuchswalden nennt sich nach den neuen Begebenheiten nunmehr "von Phecadistein".
- 754 BF: Kaiser Kaiser Eslam fordert von Junker Halderan von Phecadistein ultimativ die Burg ein, um sie als Kaiserliche Grenzfeste zu verwenden. Um einer Enteignung zu entgehen, willigt dieser notgedrungen ein und wird zum Vogt seiner eigenen Burg. Als kleines kaiserliches Entgegenkommen wird das Amt in der Familie erblich.
- 930er Jahre: Nach seiner Thronbesteigung lässt Kaiser Perval in Phecadien mehrere Burgen erweitern oder Ruinen renovieren, um weiteren Angriffen aus dem Lieblichen Feld vorzubeugen. Unter anderem wird in Phecadistein eine neue Vorburg errichtet und die Garnison aufgestockt.
- 1029 BF: Junker Rondraian von Phecadistein fällt als letzter seines Geschlechts in der Schlacht von Morte Folnor. Burg Phecadistein wird kaiserlicher Besitz und fortan von Imdâl aus direkt verwaltet.
- Praios 1046 BF: Für geleistete Dienste werden Burg und Junkertum Phecadistein der Kaiserlichen Untervögtin Hisela Luntfeld als Erbbesitz übereignet. Als Folge davon quittiert deren Tochter Tira im Winter darauf ihren Dienst in der horasischen Söldnereinheit Goldene Legion, um das Lehen als Vögtin zu regieren.
Gebäude

Gebaut aus einheimischem Kalkstein bietet Phecadistein den Reisenden auf dem Phecadistieg einen wehrhaften Eindruck. Die Mauern und Gebäude der Burg verteilen sich auf die Kuppe des Burghügels, der auf drei Seiten hin steil bis sehr steil abfällt, auf der Westseite sieht man vom Phecadi aus sogar nackte Felswände. Nur von Norden her ist die Burg zugänglich.
Jeder Besucher betritt Burg Phecadistein über die Torbrücke und durch das Torhaus (01), ein hochtrabender Begriff für ein Gebäude, welches im Obergeschoss nur die Mechanismen für die Zugbrücke beherbergt. Über eine Rampe gelangt man zum Torhaus und zur Hauptburg. Wesentlich wehrhafter sind dagegen die beiden Ecktürme (02, 03) an der West- (02) und Ostseite (03) des Burggrabens, die beide in den oberen Stockwerken mit zahlreichen Schiesscharten ausgestattet sind, um Angreifer unter Feuer nehmen zu können. Als spezielle Besonderheit (und durch Verbindungen der Burgherrin zu ihrer horasischen Verwandtschaft, die eine entsprechende Manufaktur besitzt) stehen im Westturm zwei Hornissen-Bolzenschleudermaschinen auf Dreibeinen samt mehreren Truhen voller Reservebolzen, die die gesamte Mauerlänge entlangschiessen und Angreifern somit eine böse Überraschung bereiten können.
Einziger Zugang zur Hauptburg erfolgt über eine Rampe und durch das massive Innere Torhaus (04), dessen gemauertes Erdgeschoss sich Besuchern als breiter Tunnel mit einem Fallgatter sowie massiven Toren an beiden Enden präsentiert. Ander Tunneldecke befinden sich mehrere abdeckbare Löcher, durch die endringende Angreifer mit Bolzen oder kochendem Öl bedacht werden können. Das erste Stockwerk des Torhauses dient dem Kaiserlichen Garnisonskontingent als Wohn- und Wachstube. Der grosse Burghof wird von mehreren Wirtschaftsgebäuden umrahmt. An der Nordmauer steht die Schmiede (05), wobei der Name für Fremde irreführend ist. Die Schmiede selbst nimmt nur die Hälfte des Erdgeschosses ein, die andere Hälfte dient als Badestube und Waschküche. Auf dem Dachboden darüber lagern die nicht essbaren Vorräte der Burg: Erz und Kohle für den Schmied, Feuerholz, sowie Bauholz und Steine für allfällige Reparaturarbeiten. In der Südostecke der Burg liegen die Ställe (06) der Burg: Phecadisteins Stallungen bieten Platz für ein Dutzend Pferde, sowie Rinder, Schweine, Schafe und Geflügel, die regelmässig im äusseren Hof zur Weide getrieben werden. Über den Ställen werden die Heu- und Kornvorräte für das Vieh aufbewahrt.
Herzstück der Burg sind allerdings der vier Stockwerke hohe Bergfried (07) und der fast 30 Schritt lange Palas (08). Der Zugang zum Bergfried erfolgt dabei vom schmalen, nur zwei Schritt breiten Stück Wehrgang zwischen beiden Gebäuden, wohin eine schmale Stiege führt. Der von massiven, vier Schritt dicken Mauern umfasste Keller wird zur Lagerung von Vorräten für mehrere Wochen Belagerung genutzt. Ein Gutteil der Fläche wird allerdings von einer Brunnenanlage eingenommen, wozu auch ein Kran gehört, mit dessen Hilfe die vollen Wasserfässer ins Eingangsgeschoss des Turms hochgehievt werden können. Dort liegt auch der Wachraum, sollte man sich im Fall eines Angriffs einmal hierher zurückziehen müssen. Das zweite Stockwerk dient gleichsam als Aufenthaltsraum und Küche wie im Falle des Falles als Schlafsaal des Gesindes, während für die nobleren Burgbewohner Quartiere im dritten Stockwerk bereitstehen. Das Dachgeschoss schliesslich dient nicht nur der Aussicht übers Phecadital, sondern ist auch Standort des Taubenschlags, da sich die Reichs-Untervögtin regelmässig bei ihrer Tochter nach dem Lauf der Dinge im Junkertum berichten (und sich im Fall eines horasischen oder windhager Angriffs Imdâl, Punin und Elenvina in Windeseile benachrichtigen) lässt.
Das Erdgeschoss des Palas wird in seiner gesamten Fläche von der grossen, fünf Schritt hohen Festhalle eingenommen, einzig entlang der Westmauer führen zwei Treppen ins Obergeschoss. Diese hat wahrhaft königliche Masse und die langen Reihen von Tischen und Bänken könnten weit über hundert Gäste Platz bieten. Zahlreiche Fenster in fünf Schritt Höhe spenden grosszügig Licht auf die mit Fresken bemalten Wänden und Decken, von denen in der Schlacht erbeutete Banner hängen. Der eigentliche Zweck des Saals ist jedoch nicht protzig, sondern wesentlich profaner: Im Fall eines Angriffs soll die Halle der Bevölkerung des Dorfes und ihrem Vieh Unterschlupf gewähren. Das Obergeschoss des Palas ist der eigentliche Wohnbereich der Burg, der durch zwei grosse Giebelfenster erhellte Gang zieht sich dabei durchs ganze Gebäude. Von West nach Ost liegen dort aufgereiht streng nach Standesunterschieden getrennt zwei Schlafsääle für Soldaten und Gesinde, Einzelzimmer für Offiziere und höhere Bedienstete sowie abschliessend die Wohn- und Schlafgemächer der Burgherrin und ihrer Familie.
Südlich anschliessend an den Palas liegt in einem Winkel der Wehrmauer die Burgküche (09) mit der Speisekammer und gleich vor deren Tür der grosse Sodbrunnen. Entlang der südlichen Palasmauer ziehen sich ein Dutzend Beete mit Gemüse und Kräuter hin; das Ungewöhnlichste jedoch für Besucher sind die vier gewaltigen Nussbäume in der Südwestecke der Burg, die die Wehrmauer um das Doppelte überragen.