Caneya di Rueda
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Die hochgelehrte Dame Caneya Naheniel Amada di Rueda (
1004 BF zu Ober-Punin) ist eine Magierin der Akademie der Hohen Magie zu Punin. Wie ihr Zwillingsbruder Ranarion di Rueda ist sie ein Spross des landlosen amhallassidischen Junkers Nazir di Rueda.
Äußeres
Die hochgelehrte Dame Caneya ist eine Halbelfe mit langem schwarzen Haar, großen, etwas schräg stehenden dunkelbraunen Augen und spitzen Ohren. Ihr Gesicht ist ebenmäßig, ihre Gestalt schlank. Ihre Gewandung ist der ihrer elfischen Verwandten nachempfunden und beinhaltet Wildleder und Bausch, wahrt jedoch die Kleiderordnung des Codey Albyricus. An der linken Hand trägt sie einen Silberring mit einem Feueropal.
Curriculum Vitae
Domnita Caneya, geboren 1004 BF als erstgeborene Tochter des Nazir di Rueda, einem landlosen amhallassidischen Junker aus der Gegend um Shinadra, und der schönen Auelfe Ariana Donnerreiter wuchs gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder im Anwesen der Familia di Rueda in Ober-Punin auf. Die Familia hat die aus den verlorenen Landen geretteten Geldmittel allmählich verbraucht und daher zunehmend Mühe, ihrem Stande gemäß zu leben. Domnita Caneya und Domnito Ranarion wurden dennoch von Privatlehrern erzogen, von denen heute zuvörderst Boendal Sohn des Boendal noch in Erinnerung bleibt, ein im Kampfe, der Derographie, der Minne und auch sonstigen, den Doms Angrosch und Fekol sowie der Domna Simia Lob bringenden Künsten bewanderter Brillantzwerg. Dieser kunstsinnige Angroscho prägte die frühe Erziehung der Zwillinge gewiss ebenso stark, wenn nicht stärker, als ihr eigener Vater, und blieb auch in späteren Jahren treu an ihrer Seite.
Bereits mit fünf Jahren begann Boendal Sohn des Boendal mit der Kampfausbildung der Zwillinge und zu jenem Zeitpunkt zeigten sich zum ersten Mal
Mit zehn Jahren trennten sich zum ersten Mal die Wege der Zwillinge. Bei Domnita Caneya war eine starke Ausprägung der Madamacht festgestellt worden und so beschloss Dom Nazir, dass das Kind eine ordentliche akademische Ausbildung erhalten solle - und zwar am Pentagrammaton, der besten Zauberschule des Kontinents und zugleich der am nächsten gelegenen, wodurch die Familia sich für Domnita Caneya als "Heimschläferin" die Internatskosten sparen konnte.
Domnito Ranarion ward weiterhin zu Hause ausgebildet, da die Dukaten für eine weitere Bildungseinrichtung, wie etwa die Schwertgesellenschule des Talfan von Jurios zu knapp waren.
Im 1024ten Jahre, mit 20 Götterläufen, legte Caneya di Rueda erfolgreich die Adeptinnenprüfung ab und beendete damit ihr zehnjähriges Studium.
Ab 1025 geschah schließlich, worauf der alte Dom Nazir immer gewartet hatte: Nach dem Wunder von Tsa und Boron im Tal der Dornen wurde der Ruf nach Reconquista im Mittäglichen Königreich laut. Agdul Al-Tergaui, der Botschafter des Kalifen von Unau wurde attackiert, und als Ramiro Alcorta von Schelak und Gwain von Harmamund im Rondramond nach dreitägigem Kampfe das Rossbanner über der Omlader Zitadelle San Telo hissten, war auch die Familia di Rueda dabei. Im Gefolge der Ragather Cronvögtin Radia von Franfeld erlebten Dom Ranarion und die frisch gebackene Adepta Caneya Sturm und Besatzung Omlads mit.
Mit dem Frieden von Unau am 15. Rondra 1027 erstarben jedoch die Hoffnungen der Familia di Rueda auf die Rückgewinnung ihres alten Landes. Die Zwillinge trieben sich daraufhin für einige Zeit in der Südpforte herum; Adepta Caneya ward unter anderem im Efferdmond 1028 in der Baronie Haffith gesichtet, während Dom Ranarion wie andere Mitglieder der almadanischen Nobleza südwestlich der Grenze in die Wirren des Horasischen Thronfolgekriegs geriet.
Charakter
Caneya di Rueda erscheint mit jener kühlen Selbstgewissheit, welche nur einer Natur eigen ist, die sich ihres vermeintlichen Vorrangs unerschütterlich versichert glaubt. In ihr vereinen sich halbelfische Anmut mit schneidender Hochnäsigkeit; ihr Blick haftet auf den Mitmenschen oft mit der stillen Frage nach deren Zulänglichkeit.
Aus dürftigen Verhältnissen hervorgegangen, hat sie früh den Entschluss gefasst, sich dem Gemeinen zu entheben. Mit bemerkenswerter Begabung für die arkanen Künste und unbeirrbarem Fleiß hat sie sich emporgearbeitet, und sie ist geneigt, hierin einzig das Werk ihrer eigenen Kraft zu erblicken. Dass die vorteilhafte eheliche Verbindung ihres Bruders Ranarion zum Ragather Haus Lampérez ihr die Pforten des Studiums öffnete, erscheint in ihrer Darstellung als beiläufige Fügung, kaum der Erwähnung wert.
In Haltung und Umgang zeigt die hochgelehrte Dame sich kühl, von leiser Strenge und nicht ohne jene besserwisserische Schärfe der Magae und Magi, die Widerspruch eher niederhält als erträgt; nicht selten bedient sie sich dabei einer feinen, bisweilen schneidenden Ironie und eines trockenen Sarkasmus, welche ihre Distanz noch unterstreichen. Zu Pferde wie in der magica combattiva bewährt, sucht sie beständig die Bestätigung ihrer Überlegenheit, als müsse sie sich gegen ein unsichtbares Absinken verwahren.
Stimmen der Nobleza über Caneya di Rueda
"Caneya ist so von ihren Fähigkeiten überzeugt, dass sie gar nicht in Betracht zieht, etwas könnte anders abgelaufen sein als geplant."
- Domna Salandra von Therenstein