Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 05: Unterschied zwischen den Versionen

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Sie schüttelte den Kopf, seufzte erneut, dann betrachtete sie [[Rifada da Vanya|Rifada]] mit angestrengt gefurchter Stirn. "Wir werden sehen, was mit Praiodor geschehen wird. Ich fürchte, solange er nicht geheilt ist, sollte er weiter in der Obhut der [[avwik:Therbûniten|Therbûniten]] - oder der eines wirklich fähigen Medicus verbleiben. Und wenn er geheilt ist ..." Sie senkte den Blick auf ihre Stiefel, und es schien, als dächte sie erstmals über diese Möglichkeit nach. "Fenia wird ihn nicht einfach gehen lassen", sagte sie dann. "Sie ..." - erneut ein Schulterzucken - "... hat nie viel von mir gehalten. Nach Ramiros Tod und allem, was ich für Praiodor getan habe, hat sie diese Meinung wohl geändert. Aber ... ich denke nicht, dass sie ihren Sohn in meine Hände geben würde. Und wahrscheinlich", fügte sie leiser nach einer Pause hinzu, "hat sie nicht unrecht."
Sie schüttelte den Kopf, seufzte erneut, dann betrachtete sie [[Rifada da Vanya|Rifada]] mit angestrengt gefurchter Stirn. "Wir werden sehen, was mit Praiodor geschehen wird. Ich fürchte, solange er nicht geheilt ist, sollte er weiter in der Obhut der [[avwik:Therbûniten|Therbûniten]] - oder der eines wirklich fähigen Medicus verbleiben. Und wenn er geheilt ist ..." Sie senkte den Blick auf ihre Stiefel, und es schien, als dächte sie erstmals über diese Möglichkeit nach. "Fenia wird ihn nicht einfach gehen lassen", sagte sie dann. "Sie ..." - erneut ein Schulterzucken - "... hat nie viel von mir gehalten. Nach Ramiros Tod und allem, was ich für Praiodor getan habe, hat sie diese Meinung wohl geändert. Aber ... ich denke nicht, dass sie ihren Sohn in meine Hände geben würde. Und wahrscheinlich", fügte sie leiser nach einer Pause hinzu, "hat sie nicht unrecht."


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'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]
Rifada legte Richeza die gepanzerte Rechte auf die Schulter, die dieser quaderschwer vorkam, auch wenn die Geste sicherlich aufmunternd gemeint war.
"Was diese Fenia betrifft ... überlasse sie mir! Wenn sie das Knäblein nicht freiwillig herausrückt, verpass ich ihr eine, daß sie die Hilfe des Heilers nötiger braucht wie ihr Sohn! Und was den Heiler betrifft: Laß die Hoffnung nicht sinken! Wenn er nicht fähig wäre und mit seiner Heilkunst nicht offenbar schon so viele Leute kuriert hätte, daß man ihm gar verbotene arkane Praktiken unterstellt, so würde ihn die Suprema nicht jagen und Amando würde kaum seinen Namen kennen. Er muss ohne Zweifel einer der besten seines Fachs sein und kann deinem Vetter ganz sicher helfen!" ''...wenn ihn nicht schon die Ferkinas geholt haben'', fügte sie still nur für sich selbst in Gedanken hinzu. Sie nahm die Hand wieder von Richezas Schulter.
"Gleichzeitig haben wir aber auch die heilige Pflicht, dafür Sorge zu tragen, daß das Banner der Hadjinsunni wieder in sichere Verwahrung kommt. Auch der Streitzig-Ring, wenn er denn wirklich vom Balg des Tobriers stammt, sollte vielleicht nach Ragath getragen werden - zusammen mit einem Bericht, was dem Roßbanner-Orden widerfahren ist." Sie deutete über ihre Schulter nach unten. "Das soll am besten dieser Trottel Aranjuez übernehmen oder - falls er uns partout weiter verfolgen will - meinetwegen auch mein mißratener Sohn, der uns im Gebirge eh mehr eine Last, denn eine Hilfe wäre."
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'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]
Als Rifada ihre Hand zurückzog, war es Richeza, als nehme sie mehr als nur das Gewicht ihres Armes fort. Mit einem Mal musste die Edle lachen. Breit strahlte sie ihre Tante an, während diese weitersprach. Selbst im Zwielicht, an das sich die Augen der Frauen langsam gewöhnten, lag ein Leuchten auf Richezas oft so düsterem Gesicht. Als ihre Tante geendet hatte, legte die Edle ihrerseits ihre behandschuhte Linke auf Rifadas Arm, eine Berührung, welche die Junkerin durch die Rüstung kaum wahrnahm. Noch immer mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, aber ernst, sagte sie:
"Bitte, Tante, tut mir einen Gefallen: Auch wenn Ihr den [[Baronie Dubios|Dubioser Baron]] nicht mögt: Versucht ihn nicht gänzlich zu vergrätzen. Er hat mir seine Hilfe zugesagt aus freien Stücken, und das kann man nicht von allen Magnaten sagen, die in [[Ragath]] weilten. Und er hat uns – was immer Ihr sagt – bereits gute Dienste geleistet. Hat auf dem Weg nach [[Kornhammer (Ort)|Kornhammer]] einen Mann verloren und bei [[Alriksheim]], als die Ferkinas uns vor der Grenze nach Selaque überraschten, noch eine weitere Söldnerin. Er hätte uns nicht folgen müssen. Aber er war ein Verbündeter meines [[Ramiro von Alcorta|Onkels]]. Und dass er sich seiner erinnert, auch nach seinem Tod bereit ist, sein Leben und das seiner Leute für meinen Vetter – und ja: auch für uns – in die Waagschale zu werfen – das rechne ich ihm hoch an!"
Richeza legte ihre zweite Hand auf den anderen Arm der Junkerin. "Wer mir hilft, das Leben meines Vetters zu erhalten, und sei seine Hilfe noch so gering, ist mein Freund. ''Ehrhaft und treu!'' So ist der Wahlspruch des Hauses Scheffelstein von alters her. Und seinen Freunden mit Treue zu begegnen, in Wort und Tat, das ist eine Frage der Ehre!"
Richeza ließ ihre Tante los und nickte entschlossen.
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'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]
[[Moritatio da Vanya]] war inzwischen atemlos im Erdgeschoß des Turmes angekommen und hastete durch die zerstörte Tür hinaus ins Freie. "Was vergessen ..."
stammelte er als Entschuldigung zu den Mercenarios, die ihn fragend-erstaunt anblickten, und begann die Taschen des rotgoldenen Ornats der auf der Rückseite des Turmes abgelegten Leiche der Inquisitionsrätin zu untersuchen. Obwohl er sich vor dem vielen dunklen Blut an ihrem Leib ekelte, fasste er mit spitzen Fingern in den Kragen von Domna Ligurias Robe, wobei ihn die ihre Siebensachen packenden Söldlinge erst recht befremdet anstarrten. Tatsächlich! Sie trug eine dünne Goldkette um
den Hals, an dem zwei Schlüssel befestigt waren, die er vorsichtig zwischen ihren faltigen Brüsten herauszog.  Angestrengt zog er ihr die Kette über den Kopf und nahm den Schlüssel an sich. Plötzlich wurde das helle Sonnenlicht von zwei Schatten verdunkelt und er starrte, da er noch neben der toten Inquisirionsrätin kniete, geradewegs auf die staubbedeckten Stiefelspitzen von Dom Hernan und Anzures Ballan.