Aquenau: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Mittelpunkt Aquenaus liegt der von Platanen beschattete Dorfplatz mit Brunnen und der hölzernen Doppelfigur Peraine–Rahja, aus einer Eiche des Alten Waldes geschnitzt; hier werden Markt und Verkündungen abgehalten und alljährlich das Wechselritual der Herrschaft vollzogen. Am Rand des Platzes steht der Zehntspeicher, ein kühler Bau voller Fässer, Säcke und sauber geführter Listen, daneben das Ding- und Schreibhaus, in dem die Gemeindebücher und Wechselprotokolle verwahrt werden. Die Aufsicht führt Dorfbüttel Mateo Ferrán, der die Bücher führt, die Wechselprotokolle zeichnet und tagsüber am Pier die anlegenden Frachtkähne und die Fasszählung überwacht. Über eine kurze Stiege gelangt man in den Kelterhof mit seinen zwei Spindelpressen und dem Fassboden der Küfer, wo im Herbst das Klopfen der Reifen und das Murmeln der Gärbottiche den Takt des Dorfes bestimmen. Oberhalb des Platzes erhebt sich der achteckige Traviaschrein; von dort ziehen die Prozessionen zu Ernte- und Weinfesten durch die Gassen. Gegenüber öffnet die Weinstube „Zum Süßhang“ ihre niedrige Stube, dem Treffpunkt der Winzer und bevorzugter Ausschank für ihre Weine. Kommt man zur Weinprobe, kann es sein, dass man in heißblütige Debatten über die besten Jahrgänge der hiesigen Weine verwickelt wird – immerhin ist man sich einig, dass keine andere Weinlage mit dem Aquenauer Südhang mithalten kann. Am Bachtritt schlägt die Schmiede Funken, härtet Rebmesser, richtet Fassreifen und beschlägt Hufe. Und unten am Wasser läuft die Seegasse zum Steg aus, wo Fischer ihre Reusen flicken und Frachtkähne anlegen, die den Wein über den See in die Nachbarschaften tragen. | Im Mittelpunkt Aquenaus liegt der von Platanen beschattete Dorfplatz mit Brunnen und der hölzernen Doppelfigur Peraine–Rahja, aus einer Eiche des Alten Waldes geschnitzt; hier werden Markt und Verkündungen abgehalten und alljährlich das Wechselritual der Herrschaft vollzogen. Am Rand des Platzes steht der Zehntspeicher, ein kühler Bau voller Fässer, Säcke und sauber geführter Listen, daneben das Ding- und Schreibhaus, in dem die Gemeindebücher und Wechselprotokolle verwahrt werden. Die Aufsicht führt Dorfbüttel Mateo Ferrán, der die Bücher führt, die Wechselprotokolle zeichnet und tagsüber am Pier die anlegenden Frachtkähne und die Fasszählung überwacht. Über eine kurze Stiege gelangt man in den Kelterhof mit seinen zwei Spindelpressen und dem Fassboden der Küfer, wo im Herbst das Klopfen der Reifen und das Murmeln der Gärbottiche den Takt des Dorfes bestimmen. Oberhalb des Platzes erhebt sich der achteckige Traviaschrein; von dort ziehen die Prozessionen zu Ernte- und Weinfesten durch die Gassen. Gegenüber öffnet die Weinstube „Zum Süßhang“ ihre niedrige Stube, dem Treffpunkt der Winzer und bevorzugter Ausschank für ihre Weine. Kommt man zur Weinprobe, kann es sein, dass man in heißblütige Debatten über die besten Jahrgänge der hiesigen Weine verwickelt wird – immerhin ist man sich einig, dass keine andere Weinlage mit dem Aquenauer Südhang mithalten kann. Am Bachtritt schlägt die Schmiede Funken, härtet Rebmesser, richtet Fassreifen und beschlägt Hufe. Und unten am Wasser läuft die Seegasse zum Steg aus, wo Fischer ihre Reusen flicken und Frachtkähne anlegen, die den Wein über den See in die Nachbarschaften tragen. | ||
[[Datei:Aquenau.png|left|thumb|500px|alternativtext=Auf dem Bild sieht man das Winzerdorf Aquenau von der Seeseite her.|Winzerdorf Aquenau, Seeansicht.]] | |||
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