Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 27: Unterschied zwischen den Versionen
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Delicia von Sebeloh, die Vasallin ihres Onkels [[Lucrann da Vanya|Lucrann]], die augenscheinlich selbst voller Hass auf Praiosmin war, ritt eben auf die zum Wäldchen hin Flüchtenden zu und schien sich die Harmamund als Gegnerin auserkoren zu haben - wahrscheinlich ohne überhaupt zu wissen, wer sie war. | Delicia von Sebeloh, die Vasallin ihres Onkels [[Lucrann da Vanya|Lucrann]], die augenscheinlich selbst voller Hass auf Praiosmin war, ritt eben auf die zum Wäldchen hin Flüchtenden zu und schien sich die Harmamund als Gegnerin auserkoren zu haben - wahrscheinlich ohne überhaupt zu wissen, wer sie war. | ||
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'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]] | |||
Im schnellsten Galopp den sie ihrer bereits 15-jährigen Stute zumuten konnte, setzte die schöne Landedle [[Delicia von Sebeloh]] den Fliehenden nach, die sich allem Anschein nach feige in das nahegelegene Waldstück flüchten wollten, anstatt sich der angreifenden Schrotensteiner Wehr zum Kampf zu stellen. Selaquer Hasenfüße eben, wie sie sie kannte und verachtete - alle aus demselben Holz geschnitzt wie ihre feiste Herrin. Eine von deren Anführern, eine recht elegant gekleidete schwarzhaarige Frau mittleren Alters, floh zunächst ebenfalls vor ihr in Richtung des Waldes - wendete dann aber ihr Pferd und ritt Delicia zusammen mit ihrem Begleiter, einem bärtigen Mann mit Helm und Harnisch, mit gezogener Waffe entgegen. | |||
Delicia ließ sich nicht zweimal zum Assaut bitten und hieb im Vorbeireiten mit dem Reitersäbel nach der Frau, die sich aber seitlich neben dem Hals ihres Pferd hängend unter dem Streich wegduckte, was ein beachtliches Reittalent verriet. Delicia musste sich nun ihrerseits eines harten Schwerthiebes von dem Begleiter der Frau erwehren, den sie nur mit Mühe abblocken konnte. | |||
"Mach sie weg, Berengar! Ich kümmere mich um die anderen!", brüllte die Schwarzhaarige dem Bärtigen zu, während sie selbst auf Jelissa und Gujadanya zuritt. | |||
"Die soll doch der Namenlose holen! Weisst du, wer das ist?", rief Gujadanya durch das Scheppern und Klirren des Kampflärms ihrer Mentorin zu. "Die jüngste Harmamund-Tochter! Überlasse sie mir!" Gujadanya gab ihrem Pferd die Sporen und ritt Morena mit erhobenem Säbel entgegen. | |||
Die Seneschallin der Achmad'sunni hatte ohnehin nicht vorgehabt, ihr diese Gegnerin abspenstig zu machen, da sie besorgt sehen musste, wie der alte [[Giromo von Wetterwacht]], der auf seinem alten Klepper endlich auf dem Schlachtfeld eingetroffen war, von dem jungen schneidigen Burschen mit einem Hakenspieß vom Pferd gestochen wurde, der offenbar der Commandant dieses Selaquer Haufens war. Glücklicherweise hatte der alte Ritter seine beiden jungen Knappen an seiner Seite, die sich sofort schützend vor ihren zu Boden gegangenen Herrn stellten und ihm mit ihren Kurzschwertern Luft zum Aufrappeln verschafften. Aber Dom Giromo stand nicht von alleine auf, und mit dem Reichweiten-Vorteil des Hakenspießes war es nur eine Frage der Zeit, bis der Selaquer den beiden jugendlichen Knappen den Garaus machen würde, wenn sie ihn nicht daran hinderte. | |||
Gujadanya bekam davon nichts mit, sie hatte während ihres Rittes nur noch Augen für die verhasste Familienrivalin und knurrte ihr mit gefletschten Zähnen ein: "Domna Morena! Hier bin ich!", entgegen. Dann knallten die Klingen der Amazone und der Marschallsnichte mit ohrenbetäubendem Klirren aufeinander. | |||