Chronik.Ereignis1033 Feldzug Gwain 01: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Hochzeit. Gwain war noch immer verbittert, dass der Kaiser sich entschieden hatte, die Novadimetze zu ehelichen. Mochte sie auch hundertmal konvertiert sein, das waren Lippenkenntnisse, hohle Worte, da war sich Gwain sicher. Praios Blitzstrahl hätte sie treffen sollen, als sie ihren falschen Eid leistete, doch zu Gwains Entsetzen war nichts geschehen. Die Mörder seiner Tante Solivai, der letzten Fürstin Almadas, hatten nun eine Verbündete an der Seite und im Bett des Kaisers. Der Marschall fluchte stumm. Ihm stand es nicht zu, die Entscheidung des Kaisers zu beurteilen. Poltisch mochte sie Sinn machen, er selbst hatte dem Kaiser oft genug versucht vor Augen zu führen, was es bedeutete, wenn das Königreich - das Kaiserreich, korrigierte sich Gwain - weiterhin isoliert blieb. Die Lücken in den Reihen der Gardereiter, welche die Schlacht von Morte Folnor gerissen hatte, waren in den wenigen Jahren kaum zu schließen gewesen. Verbündete waren also dringend vonnöten, doch hatte Gwain auf eine Aussöhnung mit Rohaja gehofft, der er seine Begnadigung und die Vogtei Omlad zu verdanken hatte, notfalls an einen Separatfrieden mit Vinsalt. Aber nicht an ein Bündnis mit den verhassten Wüstenreitern!
Die Hochzeit. Gwain war noch immer verbittert, dass der Kaiser sich entschieden hatte, die Novadimetze zu ehelichen. Mochte sie auch hundertmal konvertiert sein, das waren Lippenkenntnisse, hohle Worte, da war sich Gwain sicher. Praios Blitzstrahl hätte sie treffen sollen, als sie ihren falschen Eid leistete, doch zu Gwains Entsetzen war nichts geschehen. Die Mörder seiner Tante Solivai, der letzten Fürstin Almadas, hatten nun eine Verbündete an der Seite und im Bett des Kaisers. Der Marschall fluchte stumm. Ihm stand es nicht zu, die Entscheidung des Kaisers zu beurteilen. Poltisch mochte sie Sinn machen, er selbst hatte dem Kaiser oft genug versucht vor Augen zu führen, was es bedeutete, wenn das Königreich - das Kaiserreich, korrigierte sich Gwain - weiterhin isoliert blieb. Die Lücken in den Reihen der Gardereiter, welche die Schlacht von Morte Folnor gerissen hatte, waren in den wenigen Jahren kaum zu schließen gewesen. Verbündete waren also dringend vonnöten, doch hatte Gwain auf eine Aussöhnung mit Rohaja gehofft, der er seine Begnadigung und die Vogtei Omlad zu verdanken hatte, notfalls an einen Separatfrieden mit Vinsalt. Aber nicht an ein Bündnis mit den verhassten Wüstenreitern!


Er wischte seine Ärger beiseite, es half nichts. Politik und Diplomatie waren die Spielfelder des windigen Kanzlers. Gwain hatte dem Kaiser einen Treueeid geleistet - und sich selbst geschworen, nie wieder einen Treueeid zu brechen. Jetzt dräute eine andere Gefahr, der er seine volle Aufmerksamkeit widmen. Menschenfressende Oger und blutsaufende Ferkinas bedrohten die Ostgrenze Almadas. Zahlreiche Magnaten hatten sich der Gefahr bereits gestellt und hatten Erfolge gefeiert - und herbe Rückschläge gefeiert, so wie offenbar der Rossbannerorden bei Selaque. Um so mehr schmerzte ihn, dass ihm aufgrund des Kaiserlichen Befehls die Hände gebunden waren, selbst schon jetzt gegen die Wilden vorzugehen.  
Er wischte seine Ärger beiseite, es half nichts. Politik und Diplomatie waren die Spielfelder des windigen Kanzlers. Gwain hatte dem Kaiser einen Treueeid geleistet - und sich selbst geschworen, nie wieder einen solchen zu brechen. Jetzt dräute eine andere Gefahr, der er seine volle Aufmerksamkeit widmen. Menschenfressende Oger und blutsaufende Ferkinas bedrohten die Ostgrenze Almadas. Zahlreiche Magnaten hatten sich der Gefahr bereits gestellt und hatten Erfolge gefeiert - und herbe Rückschläge gefeiert, so wie offenbar der Rossbannerorden bei Selaque. Um so mehr schmerzte ihn, dass ihm aufgrund des Kaiserlichen Befehls die Hände gebunden waren, selbst schon jetzt gegen die Wilden vorzugehen.  


Zumindest war aus Ragath die Kunde gekommen, dass der Graf Truppen nach Kaiserlich Selaque entsandt hatte. Diese standen offiziell unter dem Befehl Rondrigos vom Eisenwalde, einem ehrenhaften Kämpen, der aber vor wenigen Tagen seinen fünfundsechzigsten Geburstag gefeiert hatte. Fast schon ein Greis - beinahe so alt wie ich selbst, dachte Gwain schmunzelnd. Hoffnungsvoll stimmte ihn hingegen die Nachricht, dass ein Gefolgsmann aus alten Tagen, der Gwains Streben nach der Kaiserkrone unterstützt hatte, ebenfalls in dem Aufgebot war, das Selaque entsetzen sollte. Dom Hernán de Aranjuez war ein erfahrener und gewiefter Kriegsführer. Wenn einer mit den Ferkinas fertig wurde, dann er, dachte der Marschall zuversichtlich.
Zumindest war aus Ragath die Kunde gekommen, dass der Graf Truppen nach Kaiserlich Selaque entsandt hatte. Diese standen offiziell unter dem Befehl Rondrigos vom Eisenwalde, einem ehrenhaften Kämpen, der aber vor wenigen Tagen seinen fünfundsechzigsten Geburstag gefeiert hatte. Fast schon ein Greis - beinahe so alt wie ich selbst, dachte Gwain schmunzelnd. Hoffnungsvoll stimmte ihn hingegen die Nachricht, dass ein Gefolgsmann aus alten Tagen, der Gwains Streben nach der Kaiserkrone unterstützt hatte, ebenfalls in dem Aufgebot war, das Selaque entsetzen sollte. Dom Hernán de Aranjuez war ein erfahrener und gewiefter Kriegsführer. Wenn einer mit den Ferkinas fertig wurde, dann er, dachte der Marschall zuversichtlich.