Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 15: Unterschied zwischen den Versionen

Ancuiras (Diskussion | Beiträge)
Von Scheffelstein (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 440: Zeile 440:


----
----
'''Autor''': [[Benutzer:Ancuiras]]
'''Autor:''' [[Benutzer:Ancuiras|Ancuiras]]


Der Thangolforster ließ die Behandlung des wundersamen Alten gleichgültig über sich ergehen. Es war offensichtlich, dass er dem Wasser eine besondere Kraft zumaß, doch was Tsacharias damit genau bewirken wollte, war Gendahar schleierhaft. Um so größer war die Überraschung: Sobald ihn das Höhlenwasser benetzte, spürte er, wie eine Last von ihm genommen wurde und verloren geglaubte Kraft und Zuversicht in ihn zurück strömte. Ungläubig schaute er auf seine Schulter: Auch wenn man von außen nichts sah, die Veränderung war überaus erstaunlich. Erst jetzt, wo der Schmerz von ihm abfiel, spürte Gendahar, wie stark ihn die Schulterverletzung noch beeinträchtigt hatte.
Der Thangolforster ließ die Behandlung des wundersamen Alten gleichgültig über sich ergehen. Es war offensichtlich, dass er dem Wasser eine besondere Kraft zumaß, doch was Tsacharias damit genau bewirken wollte, war Gendahar schleierhaft. Um so größer war die Überraschung: Sobald ihn das Höhlenwasser benetzte, spürte er, wie eine Last von ihm genommen wurde und verloren geglaubte Kraft und Zuversicht in ihn zurück strömte. Ungläubig schaute er auf seine Schulter: Auch wenn man von außen nichts sah, die Veränderung war überaus erstaunlich. Erst jetzt, wo der Schmerz von ihm abfiel, spürte Gendahar, wie stark ihn die Schulterverletzung noch beeinträchtigt hatte.
Zeile 449: Zeile 449:


Noch zu beschäftigt mit seinen eigenen Gedanken vergaß er, dem Alten seinen Dank zu bekunden. Er horchte erst auf, als sich Moritatio und Zaida erhoben, offenbar um Tsacharias’ Vorschlag zu folgen, sich zum Höhlenausgang zu begeben und nach Richeza Ausschau zu halten. So schnell, dass ihn kurz schwindelte, sprang der Thangolforster auf. „Wartet!“ Sein Ruf hörte sich merkwürdig dumpf an und schien von der Oberfläche des Höhlensees verschluckt zu werden. „Wir sollten nicht den gleichen Fehler begehen wie Richeza. Ich meine wir sollten uns nicht abermals trennen.“ Er blickte von einem zum anderen. „Lasst uns gemeinsam hinauf gehen. Oder hält Euch noch etwas hier, alter Freund?“
Noch zu beschäftigt mit seinen eigenen Gedanken vergaß er, dem Alten seinen Dank zu bekunden. Er horchte erst auf, als sich Moritatio und Zaida erhoben, offenbar um Tsacharias’ Vorschlag zu folgen, sich zum Höhlenausgang zu begeben und nach Richeza Ausschau zu halten. So schnell, dass ihn kurz schwindelte, sprang der Thangolforster auf. „Wartet!“ Sein Ruf hörte sich merkwürdig dumpf an und schien von der Oberfläche des Höhlensees verschluckt zu werden. „Wir sollten nicht den gleichen Fehler begehen wie Richeza. Ich meine wir sollten uns nicht abermals trennen.“ Er blickte von einem zum anderen. „Lasst uns gemeinsam hinauf gehen. Oder hält Euch noch etwas hier, alter Freund?“
----
'''Autor''': [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]
Tsacharias Krähenfreund hob erstaunt den Kopf, als Dom Gendahar so unvermittelt aufsprang. "Was habt Ihr vor?", fragte er. "Wollt Ihr auf seine ... Eure", nickte er Mortatio zu, "Base warten? Bedenkt: Dort oben ist es nicht sicher. Hier unten werden wir uns vor keinen Ferkinas fürchten müssen. Bis auf ihren alten Schamanen wagt sich niemand hierher. Und Harpyien begegnen wir hier erst recht nicht. Oder wollt Ihr weitergehen, um nach der Domna und dem vermissten Knaben zu suchen? Nur wo? Wenn Eure Verwandte die Nachricht findet, die wir ihr hinterließen, und wir sind nicht mehr hier, so schwindet die Aussicht, sie in diesem Leben wiederzusehen, mit Verlaub."
Der alte Mann blickte auf den See, den Regenbogen, den das Licht der leuchtenden Steine auf die feinen Wassertropfen in der Luft zauberte. Lächelnd schüttelte er den Kopf. "Geht nur hinauf", sagte er. "Doch kehrt besser zurück, wenn es dunkel wird. Ich werde hier auf Euch warten. Ach, und Mädchen," drehte er sich nach Zaida um. "Wenn du Raffzahn nicht in der Nähe findest, suche nicht weiter. Der alte Streuner ist noch immer zurückgekehrt! Gib auf dich Acht! Tsa segne Euch!" Damit wandte er sich dem See zu, legte die bloßen Füße auf seine Knie, formte mit Daumen und Zeigefingern Kreise und schien in eine andere Welt einzutauchen. Sogar sein Atem ging plötzlich so langsam, dass es den Anschein hatte, als sei er zu einer Statue geworden. Die Stille um ihn herum schien zuzunehmen, und das leise Plätschern der Quelle und die eigenen Schritte erschienen den Adligen mit einem Mal laut.


{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 14|Teil 14]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 15|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 16|Teil 16]]}}
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 14|Teil 14]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 15|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 16|Teil 16]]}}


[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]]