Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 15: Unterschied zwischen den Versionen

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Schließlich griff Tsacharias nach Zaidas Hand, drückte sie und hielt dem Mädchen lächelnd die Kalebasse hin. "Fülle sie erneut für dich und den jungen Mann. Sei sacht und bedenke, dass jeder Tropfen ein Geschenk ist, das uns gewährt wird. Erfülle beim Schöpfen deinen Geist mit Frieden und danke den Geistern für ihren Großmut."
Schließlich griff Tsacharias nach Zaidas Hand, drückte sie und hielt dem Mädchen lächelnd die Kalebasse hin. "Fülle sie erneut für dich und den jungen Mann. Sei sacht und bedenke, dass jeder Tropfen ein Geschenk ist, das uns gewährt wird. Erfülle beim Schöpfen deinen Geist mit Frieden und danke den Geistern für ihren Großmut."
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'''Autor:''' [[Benutzer:Simanca|Simanca]]
Die wundersame Höhle mit dem geisterhaften Leuchten hatte Zaidas Gesicht in kindlichem Staunen erstrahlen lassen. Überraschend still für ihr Wesen, hatte sie sich zu Tsacharias und Dom Gendahar gesetzt und neugierig verfolgt, wie der Alte dieses vielgelobte Wasser über die Verletzung am Arm des Streitzigs goss. Ein klein wenig enttäuscht war sie, als man nicht gleich eine wundersame Heilung sehen konnte. Nun, die Geister wirkten wohl lieber im Verborgenen. Verstohlen sah sie sich in der Höhle um und suchte, ob sie denn irgendwo eine geisterhafte Erscheinung ausmachen konnte?
Auch als Tsacharias ihr mit mystischen Worten, die sie sich fest vorgenommen hatte zu befolgen, die Kalebasse in die Hand drückte, suchte sie noch. Fast hätte sie leise gesummt, als sie sich vorsichtig an das Wasser kniete und die Kalebasse wie angetragen vorsichtig füllte. Ihr Blick wanderte hinab zur Wasseroberfläche und kurz war ihr, als habe sie in den leichten Wellen, die das eintauchen des Gefäßes in das Wasser ausgelöst hatten, etwas gesehen. Doch als sie genauer hinschaute, war es verschwunden. Nichts mehr, nur das leichte Kräuseln der Wasseroberfläche, das ihr Gesicht widerspiegelte.
Sie grinste, als sie die Eidechse sah, die sich mittlerweile aus ihrem Kragen herausgearbeitet und jetzt auf ihrem Kopf Platz genommen hatte.
„Na, gefällt es dir? Ich soll dich wohl besser hier lassen, hm?“
Die Entscheidung der Eidechse überlassend, stand sie auf und trug die Kalebasse vorsichtig hinüber, dorthin wo Moritatio saß. Ausnahmsweise verspürte sie wenig Groll oder Unwilligkeit, als sie sich zu ihm gesellte und ihm mit einem aufmunternden Lächeln das wundersame Wasser hin hielt.
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'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT| SteveT]]
"Danke!"
Moritatio nahm ihr die Kalebasse ab und setzte sie an die Lippen, um probeweise einen Schluck daraus zu nehmen. Bei den Geistergeschichten des Alten hatte er zweifelnd eine Augenbraue in die Höhe gezogen. In seiner Einsamkeit war es verständlich, dass der Heiler so manche Geschichte erfand, um sich selbst damit zu unterhalten. Aber er hatte nicht die Absicht, als willfähriges Publikum bei der Uraufführung dieser Mären zu lauschen - die sollte der Alte lieber seiner genauso versponnenen Schwester oder dem selten dämlichen Hund erzählen.
"Wenn es hier drinnen sicher ist, bleiben wir am besten noch ein paar Stunden hier und ruhen aus – auch, um zu sehen, ob Richeza meine Nachricht gefunden hat und auftaucht. Große Hoffnungen habe ich allerdings nicht – genauso wenig wie dafür, dass wir den vermissten Jungen oder Eure Comtessa noch aufspüren. Vielleicht sollten wir doch besser umkehren und ins Tal zurückkehren - ich habe eine Baronie zurückzugewinnen und zunächst einmal meinen Hofdienst in Punin wieder anzutreten. Und Ihr werdet Eure Familia über den Tod Domna Fenias in Kenntnis setzen müssen", fügte er bedrückt in Richtung Dom Gendahars hinzu.