Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 15: Unterschied zwischen den Versionen

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"Was machen wir hier eigentlich?", folgte Moritatio den schweren Atemstößen des Streitzigs in der Dunkelheit, der mühsam den alten Heiler vorwärts durch das Gangsystem der weitläufigen Höhle schleppte. "Wir folgen einem verrückt gewordenen Hund, ohne jeden Funken Verstand, und einer vorlauten Göre, die ständig alles besser weiß. Wir hätten ganz vorne am Eingang auf Richeza warten sollen, falls sie unsere Nachricht findet. Wie soll sie uns hier in diesem weitverzweigten Labyrinth finden, wenn nicht der Köter mit seinem Gekläff dafür sorgt, dass uns die Ferkinas ohnehin schon vorher entdecken?"
"Was machen wir hier eigentlich?", folgte Moritatio den schweren Atemstößen des Streitzigs in der Dunkelheit, der mühsam den alten Heiler vorwärts durch das Gangsystem der weitläufigen Höhle schleppte. "Wir folgen einem verrückt gewordenen Hund, ohne jeden Funken Verstand, und einer vorlauten Göre, die ständig alles besser weiß. Wir hätten ganz vorne am Eingang auf Richeza warten sollen, falls sie unsere Nachricht findet. Wie soll sie uns hier in diesem weitverzweigten Labyrinth finden, wenn nicht der Köter mit seinem Gekläff dafür sorgt, dass uns die Ferkinas ohnehin schon vorher entdecken?"
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'''Autor''': [[Benutzer:Simanca|Simanca]]
So ging es doch gleich viel besser, auch wenn es hier unten genauso duster war, wie bei ihrem ersten Forschungsgang in der Höhle. Doch Raffzahns buschigen Schweif vor sich, der ihr immer wieder weich durch das Gesicht fuhr und ihr versicherte, dass der große Hund noch da war, erleichterte sie ungemein. Mit dem Hund an ihrer Seite fühlte sie sich gleich sicherer. Jedenfalls mehr, als mit den beiden Männern im Rücken. Diese mochten ansonsten ja gewandte Fechter sein, im Moment hörte sie aber viel mehr, wie sie sich mühsam und wenig gelenkig durch die immer wieder eng zusammenrückenden Felswände kämpfen mussten.
Ha! Da war es durchaus von Vorteil, wenn man klein und flink war und zuweilen wusste, wann man den vorlauten Schnabel halten sollte. Genau das wäre ihr gerade von Raffzahn auch lieber gewesen.
„Pscht, he, Hund! Raffzahn!“ Sie griff nach vorne, bekam eine Hand voll buschigen Fells zu fassen und zog daran. „Still hier unten! Willst du denn, dass die ganzen Ferkinaken uns hören? Dann gibt’s zum Abendessen Raffzahnbraten und danach Filet vom Tiefländer!“, tuschelte sie ihm leise zu.
Ein leises, wie sie meinte verständnisvolles, Winseln war die Antwort. Das Kläffen verstummte und wurde zu einem unterdrückten Wuffen und Grollen.
„Weiter Raffzahn, braver Junge!“, umschmeichelte sie den Hund und schob ihn ermunternd gegen die Hinterläufe, dass er sich weiter voran zwängte. Hinter sich hörte sie wieder die beiden Männer sich vorwärts kämpfen und dazwischen Tsacharias gepeinigtes Stöhnen.
Durch dunkle Höhlen zu kriechen, ohne genau zu wissen, was als nächstes kam, entpuppte sich als anstrengender, aber auch aufregender, als man in den Abenteuern zu hören bekam. Was, wenn sich jetzt ein Abgrund vor ihnen auftäte? Dann würde ja der arme Raffzahn als erstes … nein, der Hund spürte so etwas sicher eher, als ein Mensch.
Sie hörte, wie Raffzahn vor ihr langsamer wurde und kroch vorwärts, tastete nach ihm und stieß mit der Hand über ihm an einen herabhängenden Felsen. Bei allen Zwölfen, Dom Gendahar und Dom Moritatio würden sich noch den Schädel einrennen. Sie tastete weiter und fand eine Felsspalte, in die sie einen Stofffetzen zwängte.
„Vorsicht da hinten, hier vorne hängt ein Felsstück herab, tastet nach dem Stofffetzen und dann duckt euch!“, wisperte sie ins das Dunkel hinter sich und konnte nur hoffen, dass die beiden leise vor sich hin schimpfenden Männer, sie auch verstanden hatten. Männer, dass die auch nie still sein konnten! Wie die Gockel!
Sie duckte sich selbst und krabbelte flink unter dem Felsen hindurch, der nicht einmal ihren Rücken berührte. Dafür tropfte ihr kaltes Wasser hinten in den Kragen des Hemdes, was ihr ein wenig heldenhaftes Quietschen entlockte. Erschrocken hielt sie sich den Mund zu. Raffzahn gab einen fragenden Laut von sich und hielt inne, bis sie ihn am Schweif zog und er mit einem bestimmenden „Wuff“ weitertrabte. Da sollten auch zwei muskulöse Männer gut drunter durch passen, befand sie und richtete sich auf.
Ob all dieser Gedanken wäre ihr fast entgangen, dass sie sich nicht nur hatte aufrichten können, nein, sie konnte in der Dunkelheit schemenhafte Umrisse ausmachen. War ihre Nachtsicht auf einmal um so vieles besser geworden? Nein, eher … musste es hier unten irgendwo eine Lichtquelle geben.
Vorsichtig  bewegte sie den Kopf hin und her, um auszumachen, hinter welcher Biegung es heller wurde. Leises Tropfen von Wasser gesellte sich hinzu. Ein Rinnsal oder eine Quelle?
Durchdringend drang Raffzahns drohendes Knurren an ihr Ohr und sie spannte sich an, als der Hund sie weisend an der Hand berührte. Jemand war hier unten und beobachtete sie, und Raffzahn mochte diese Person überhaupt nicht. Etwa der Mann, den sie zuvor hier herunter hatten verschwinden sehen?
Zaida schluckte und schloss die Hand sich versichernd um den Griff des Dolches.
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'''Autor''': [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]
Aureolus fluchte innerlich. Der Hund kam näher. Ab und an hörte er ihn bellen, und schließlich vernahmen seine durch das elfische Erbe geschärften Ohren das Kratzen seiner Krallen auf dem Steinboden. Lautlos zog Aureolus sich tiefer in die Dunkelheit eines Seitenganges zurück. Doch der Nase des Hundes würde er nicht entkommen können. Was, bei den Niederhöllen!, wollte der Köter hier? Und er war nicht allein: Aureolus hörte ein Wispern und Stöhnen, das von den Wänden widerhallte. Mindestens zwei Menschen waren dort. Das fehlte ihm gerade noch! Aber die Töle war zunächst seine größte Sorge, die musste er zuerst loswerden.
Aureolus hob die Faust und wartete, bis das Knurren des Hundes so nah war, dass er sich sicher war, dass das Biest an der Biegung des Ganges stand – in Sichtweite also, hätte man etwas gesehen. Aureolus konzentrierte sich auf die Laute des Hundes, ortete ihn in der Dunkelheit, formte den Spruch in seinem Geist, dann lautlos mit seinen Lippen: ''Horriphobus!'' Seine Faust schnellte in Richtung des unsichtbaren Tieres.
Das panische Aufheulen des Hundes zeigte ihm, dass der Zauber wirkte. Kreischend, als litte er Höllenqualen, preschte der Hund in die Finsternis davon, dorthin, wo er hergekommen war. Aureolus hörte es Poltern und Scheppern und das Fluchen eines Mannes, während er dem sich rasch entfernenden Tier nachlauschte. ''Kommt nur her!'', dachte er grimmig, während er sich seinen Stab in ein Seil verwandeln ließ und ihm befahl, sich an einem Vorsprung in der Höhe festzumachen, den er vor dem Erlöschen der Fackel gesehen hatte. Gewandt zog sich der junge Zauberer am Seil nach oben, legte sich bäuchlings auf den Felsvorsprung und holte das Seil ein. Mal sehen, wer da kam, und wie er das Wissen für sich nutzen konnte ...