Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 05: Unterschied zwischen den Versionen

Von Scheffelstein (Diskussion | Beiträge)
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Die Holztreppe endete hier, aber in einer Nische entdeckte Richeza eine steinerne Wendeltreppe, die weiter aufwärts führte. Nach wenigen Stufen endete die Treppe an einem Absatz vor einer Tür. Richeza drückte die Klinke herunter. Sie war verschlossen. Unschlüssig drehte sich die Edle nach Domna Rifada um, die ihr auf der engen Treppe dicht nachfolgte. "Abgeschlossen", sagte sie.
Die Holztreppe endete hier, aber in einer Nische entdeckte Richeza eine steinerne Wendeltreppe, die weiter aufwärts führte. Nach wenigen Stufen endete die Treppe an einem Absatz vor einer Tür. Richeza drückte die Klinke herunter. Sie war verschlossen. Unschlüssig drehte sich die Edle nach Domna Rifada um, die ihr auf der engen Treppe dicht nachfolgte. "Abgeschlossen", sagte sie.
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'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]
Für einen Moment hatte das Mienenspiel des Barons tatsächlich Anlass zur Sorge gegeben, er würde sich auf Domna Rifada stürzen, sofern ihn nicht jemand zurück hielte. Und ein solcher war weit und breit nicht in Sicht, sondern im Gegenteil hatte [[Anzures Ballan|Anzures]] vorsorglich den Umhang über die Schulter geworfen, und der eine oder andere aus dem ‚Brigantenhaufen’ die Hand an Schwert und Dolch. Dann aber entspannten sich Antlitz und Muskeln des Aranjuezers – zumindest ein wenig, und eine kurze Geste der gepanzerten Finger bedeutete seinen Leuten, es gut sein zu lassen. Und so waren es nur giftige Blicke, die an der Rüstung der davon stapfenden [[Bosquirtal]]erin abprallten.
„Warum lasst Ihr Euch solche Unverschämtheiten von dieser Hinterwäldlerin gefallen?“, murrte indes Anzures leise, als er zu seinem Herrn getreten war. „Können nicht einmal ihr Tal gegen ein paar verlauste Ferkinas verteidigen, aber gebärden sich, als bräuchten sie nun keinerlei Hilfe. Hol’ sie doch der Namenlose, diese Hügelscheißerin.“
„Mäßige Dich.“, mahnte ihn der andere, wohl weniger weil er dessen Meinung nicht teilen würde, sondern eher weil noch allzu viele neugierige Dörfler aus freilich sicherer Entfernung herüber sahen. „Domna Rifadas Haupt wird eher früher als später auf einem Ferkinaspiess enden, nachdem man ihr weit Schlimmeres angetan, als wir jemals könnten. Auch wenn ich gute Lust hätte...“
Nach dem sich in einem Anflug abermals aufwallenden Zornes kurz seine gepanzerte Faust mit metallischem Knirschen geballt hatte, fuhr Hernán von Aranjuez ruhiger fort: „Sie ist keinen Deut besser als Domna Fenia. Ob alleine mit einem Knaben in den Raschtulswall oder alleine in eine Bande Ferkinas gestürmt, mir ist’s nun genug der Tollereien. Bereitet alles für unseren Aufbruch vor!“, endete er mit einem lautem Kommando, und wartete vor der Turmpforte auf die Rückkehr Domna Richezas, um sie von seinem Entschluss in Kenntnis zu setzen.