Kaiserlich Phecadien: Unterschied zwischen den Versionen
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Die vielen kulturellen Einflüsse aus den Nachbarregionen und die Abgeschiedenheit der Baronie schlagen sich auch in der Sprache nieder. Das Garethi des oberen Phecaditals ist teilweise eine eigenständige Entwicklung aus dem Bosparano, dessen raue, kehlige Aussprache mit Lehnswörtern aus dem Windhager Alberned, dem zwergischen Rogolan und sogar einigen Begriffen aus dem Bosparano und dem Goblinischen aus der Zeit von Bosparans Fall durchsetzt ist, aber auch völlig eigenständige Begriffe beinhaltet. | Die vielen kulturellen Einflüsse aus den Nachbarregionen und die Abgeschiedenheit der Baronie schlagen sich auch in der Sprache nieder. Das Garethi des oberen Phecaditals ist teilweise eine eigenständige Entwicklung aus dem Bosparano, dessen raue, kehlige Aussprache mit Lehnswörtern aus dem Windhager Alberned, dem zwergischen Rogolan und sogar einigen Begriffen aus dem Bosparano und dem Goblinischen aus der Zeit von Bosparans Fall durchsetzt ist, aber auch völlig eigenständige Begriffe beinhaltet. | ||
Lesen und Schreiben sind beim Landvolk wenig verbreitet und weitgehend auf Handwerker, Händler und Beamte beschränkt. Versuche der Untervögtin, das horasische Hesinde-Edikt mit seinen Praiostags-Schulen einzuführen wird von der breiten Bevölkerung skeptisch als "horasiche Mode" betrachtet. | Lesen und Schreiben sind beim Landvolk wenig verbreitet und weitgehend auf Handwerker, Händler und Beamte beschränkt. Versuche der Untervögtin, das horasische Hesinde-Edikt mit seinen Praiostags-Schulen einzuführen wird von der breiten Bevölkerung skeptisch als "horasiche Mode" betrachtet. | ||
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'''Redensarten:'''<br> | '''Redensarten:'''<br> | ||
"Das macht den Braten auch nicht fett." (das macht es auch nicht besser)<br> | "Das macht den Braten auch nicht fett." (das macht es auch nicht besser)<br> | ||
"Auf alten Pfannen lernt man kochen." (von Älteren kann man etwas lernen)<br> | "Auf alten Pfannen lernt man kochen." (von Älteren kann man etwas lernen)<br> | ||
"Bis dann fliesst noch viel Wasser den Phecadi hinab." (das ist noch lange hin) | "Bis dann fliesst noch viel Wasser den Phecadi hinab." (das ist noch lange hin) | ||
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'''Typische Oberphecadische Namen:<br> | |||
''Vornamen männlich'': Ailwin, Beran, Bero, Boronhard, Eichward, Falkhard, Firunhard, Perainhold, Phecadian, Phexhard, Praiodor, Tannwin<br> | |||
''Vornamen weiblich'': Ailwinne, Beranne, Effergund(e), Duoda, Hilda, Madina, Peraingrit(h), Peraidanne, Rahjanne, Rondrine, Travtrid, Tsadanna <br> | |||
''Nachnamen (Volk)'': Aster, Bogenschütz, Erdmann, Ruttlinger, Windhager | |||
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s. '''[[Phecadische Grenzläufer]]''' | s. '''[[Phecadische Grenzläufer]]''' | ||
In Kaiserlich Phecadien geniesst ein überdurchschnittlich grosser Teil der Bevölkerung das Recht der persönlichen Freiheit, womit der Waffendienst im Kriegsfall einhergeht. Die typischen Waffen der Landwehr sind die Armbrust, die auch für die Jagd benutzt wird (nur firungläubige Adlige jagen mit dem Bogen), kurze Hellebarden und die traditionelle phecadische Bauernwehr – nagelgespickte hölzerne Keulen zu ein oder zwei Händen, die an Ketten griffbereit über so manchem Kamin hängen. Von Söldnern und Rittern werden diese primitiven Waffen oft als "Ogerkeulen" belächelt, zumindest bis man davon einen Hieb (oder Stich) eingefangen hat. | |||
[[Bild:Phecadische Bauernwehr.png|200px|thumb|Phecadische Bauernwehr (s. kurz)]]In Kaiserlich Phecadien geniesst ein überdurchschnittlich grosser Teil der Bevölkerung das Recht der persönlichen Freiheit, womit der Waffendienst im Kriegsfall einhergeht. Die typischen Waffen der Landwehr sind die Armbrust, die auch für die Jagd benutzt wird (nur firungläubige Adlige jagen mit dem Bogen), kurze Hellebarden und die traditionelle phecadische Bauernwehr – nagelgespickte hölzerne Keulen zu ein oder zwei Händen, die an Ketten griffbereit über so manchem Kamin hängen. Von Söldnern und Rittern werden diese primitiven Waffen oft als "Ogerkeulen" belächelt, zumindest bis man davon einen Hieb (oder Stich) eingefangen hat. | |||
Die meisten Freien rüsten sich mit Gambeson oder wattiertem Waffenrock, dazu Lederschienen an Armen und Beinen – komplette Lederrüstungen sind dagegen selten. Wohlhabendere Handwerker oder Händler in Imdâl leisten sich Fünflagenharnische. Von allen wird dazu in der Regel ein Tellerhelm getragen. Metallrüstungen besitzen nur der Adel sowie die Gardisten der Untervögtin. Besonders geschätzt (und teilweise jahrhundertealt) sind dabei Kettenrüstungen zwergischer Machart.<br> | Die meisten Freien rüsten sich mit Gambeson oder wattiertem Waffenrock, dazu Lederschienen an Armen und Beinen – komplette Lederrüstungen sind dagegen selten. Wohlhabendere Handwerker oder Händler in Imdâl leisten sich Fünflagenharnische. Von allen wird dazu in der Regel ein Tellerhelm getragen. Metallrüstungen besitzen nur der Adel sowie die Gardisten der Untervögtin. Besonders geschätzt (und teilweise jahrhundertealt) sind dabei Kettenrüstungen zwergischer Machart.<br> | ||
Eine professionelle Kriegsausbildung gibt es in Kaiserlich Phecadien nicht. Vielleicht einmal in einem Dutzend Jahren wird ein hoffnungsvolles Talent bürgerlicher Herkunft, welches nicht bei einem Ritter als Knappe untergebracht werden kann, von der Untervögtin mit einem Stipendium der Herzöglichen Kriegerschule zu Elenvina bedacht. | Eine professionelle Kriegsausbildung gibt es in Kaiserlich Phecadien nicht. Vielleicht einmal in einem Dutzend Jahren wird ein hoffnungsvolles Talent bürgerlicher Herkunft, welches nicht bei einem Ritter als Knappe untergebracht werden kann, von der Untervögtin mit einem Stipendium der Herzöglichen Kriegerschule zu Elenvina bedacht. | ||
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{| border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" style="font-size:85%; background:white; border-collapse: collapse;" width="100%" | |||
{| border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" style="font-size: | !bgcolor="#B0B0B0" width="25%" align="left" |'''Name''' | ||
!bgcolor="#B0B0B0" width=" | |||
!bgcolor="#B0B0B0" width="15%" align="left" |'''Kampftechnik''' | !bgcolor="#B0B0B0" width="15%" align="left" |'''Kampftechnik''' | ||
!bgcolor="#B0B0B0" width=" | !bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''TP''' | ||
!bgcolor="#B0B0B0" width=" | !bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''L+S''' | ||
!bgcolor="#B0B0B0" width=" | !bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''AT/PA-Mod''' | ||
!bgcolor="#B0B0B0" width=" | !bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''RW''' | ||
!bgcolor="#B0B0B0" width=" | !bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''Gewicht''' | ||
!bgcolor="#B0B0B0" width=" | !bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''Länge''' | ||
!bgcolor="#B0B0B0" width=" | !bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''Preis''' | ||
|- | |||
!align="left" | '''Phecadische Bauernwehr''' (s. kurz) | |||
!align="left" | Hiebwaffen | |||
!align="left" | 1W+2 | |||
!align="left" | KK 13 | |||
!align="left" | 0/-1 | |||
!align="left" | kurz | |||
!align="left" | 0.70 Stn | |||
!align="left" | 70 HF | |||
!align="left" | 20 S | |||
|- | |- | ||
!align="left" | '''Phecadische Bauernwehr''' (kurz) | !align="left" | '''Phecadische Bauernwehr''' (kurz) | ||
| Zeile 191: | Zeile 206: | ||
!align="left" | KK 14 | !align="left" | KK 14 | ||
!align="left" | -1/-2 | !align="left" | -1/-2 | ||
!align="left" | | !align="left" | mittel | ||
!align="left" | 2.0 Stn | !align="left" | 2.0 Stn | ||
!align="left" | 120 HF | !align="left" | 120 HF | ||
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Seit Jahrhunderten gibt es in Kaiserlich Phecadien spielerische Wettkämpfe unter Hirten und Waldbauern, um herauszufinden, wer die Stärkste oder Kräftigste ist. Ursprünglich an Praios- und Feiertagen in froher Runde der Zusammengekommen ausgetragen haben sie mittlerweile Einzug ins lokale Brauchtum gefunden, seit findige Reichsvögte während der Kaiser-Perval-Zeit begannen, sportliche Wettkämpfe mit den Fecht- und Schießübungen der Landwehr zu kombinieren, um die Motivation der Bevölkerung zur Wehrertüchtigung zu steigern. | Seit Jahrhunderten gibt es in Kaiserlich Phecadien spielerische Wettkämpfe unter Hirten und Waldbauern, um herauszufinden, wer die Stärkste oder Kräftigste ist. Ursprünglich an Praios- und Feiertagen in froher Runde der Zusammengekommen ausgetragen haben sie mittlerweile Einzug ins lokale Brauchtum gefunden, seit findige Reichsvögte während der Kaiser-Perval-Zeit begannen, sportliche Wettkämpfe mit den Fecht- und Schießübungen der Landwehr zu kombinieren, um die Motivation der Bevölkerung zur Wehrertüchtigung zu steigern. | ||
Als Höhepunkt gilt das seit 1031 BF alle drei Jahre in Imdal stattfindende "große Phecadische Fest” mit Jahrmarkt, Gesangsdarbietungen, Spielen und Wettkämpfen. Wobei letztere vor allem körperlicher und kämpferischer Art sind: Hindernisläufe, Steinstoßen, Weitwerfen, Tauziehen, Stockfechten oder Armbrustschießen. | Als Höhepunkt gilt das seit 1031 BF alle drei Jahre in Imdal stattfindende "große Phecadische Fest” mit Jahrmarkt, Gesangsdarbietungen, Spielen und Wettkämpfen. Wobei letztere vor allem körperlicher und kämpferischer Art sind: Hindernisläufe, Steinstoßen, Weitwerfen, Tauziehen, Stockfechten oder Armbrustschießen. | ||
Als regionale Besonderheit gilt dabei das "Phecadische Ringen": Inmitten eines Rings aus Laub, Heu oder Sägemehl greifen sich zwei Kontrahenten gegenseitig an den Hosengürtel. Durch Ziehen, Zerren und Hackeln mit den Beinen ist es das Ziel, den Gegner auf den Rücken zu legen und so den Kampf zu gewinnen. Drei um den Kampfplatz verteilte Schiedsrichter achten auf die Regeln (falls z.B. beide Kämpfer den Gürtel des jeweils anderen loslassen, wird der Kampf unterbrochen) und küren letztendlich den Sieger. Erfolgreiche Schützenkönige und Spitzenringer genießen in Kaiserlich Phecadien hohes gesellschaftliches Ansehen. | Als regionale Besonderheit gilt dabei das "Phecadische Ringen": Inmitten eines Rings aus Laub, Heu oder Sägemehl greifen sich zwei Kontrahenten gegenseitig an den Hosengürtel. Durch Ziehen, Zerren und Hackeln mit den Beinen ist es das Ziel, den Gegner auf den Rücken zu legen und so den Kampf zu gewinnen. Drei um den Kampfplatz verteilte Schiedsrichter achten auf die Regeln (falls z.B. beide Kämpfer den Gürtel des jeweils anderen loslassen, wird der Kampf unterbrochen) und küren letztendlich den Sieger. Erfolgreiche Schützenkönige und Spitzenringer genießen in Kaiserlich Phecadien hohes gesellschaftliches Ansehen | ||
Ein eher gemütlicher Zeitvertreib, meist bei einem Bier und einer Pfeiffe gespielt, ist das weit verbreitete Boltan, welches selbst in adligen Kreisen gesellschaftlich akzeptiert ist. Die Oberphecadische Variante des Boltans hat allerdings mit dem bekannten klassischen Boltan nur die Verwendung desselben Kartenblatts gemeinsam: Über mehrere Runden - wobei ein Element jeweils Trumpf ist - spielen meist vier oder sechs Spieler um Punkte, wobei entweder jeder für sich oder zusammen mit einem oder zwei Partnern als Gruppe zusammenspielt. Gewonnen hat diejenige Person oder Gruppe, die nach mehreren Spielen zuerst eine vorher vereinbarte Gesamtpunktzahl erreicht. Damit weder Haus noch Hof verspielt werden kann, gilt seit Jahrzehnten das Gesetz, nicht um höhere Einsätze als um "Kreuzer und Heller" zu spielen. | |||