Kaiserlich Phecadien: Unterschied zwischen den Versionen
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|Grafschaft=[[Grafschaft Südpforte|Südpforte]] | |Grafschaft=[[Grafschaft Südpforte|Südpforte]] | ||
|Herrschaft=Reichsvogt [[wnd:Cusimo Garlischgrötz|Cusimo Garlischgrötz]] für Baronin [[Rohaja von Gareth]], vertreten durch Untervogtin [[ | |Herrschaft=Reichsvogt [[wnd:Cusimo Garlischgrötz|Cusimo Garlischgrötz]] für Baronin [[Rohaja von Gareth]], vertreten durch Untervogtin [[Hisela Luntfeld]] | ||
|Einwohner=3.500 (steigend) | |Einwohner=3.500 (steigend) | ||
|Anteil an Unfreien=sehr niedrig | |Anteil an Unfreien=sehr niedrig | ||
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"''Warum wir stolze Almadaner sind? Punin mischt sich am wenigsten in unsere Angelegenheiten. Weit weniger als es Grangor, Harben oder - Praios behüte - Elenvina tun würde.''" (gehört in einer Imdâler Kneipe zu später Stunde) | "''Warum wir stolze Almadaner sind? Punin mischt sich am wenigsten in unsere Angelegenheiten. Weit weniger als es Grangor, Harben oder - Praios behüte - Elenvina tun würde.''" (gehört in einer Imdâler Kneipe zu später Stunde) | ||
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'''{{PAGENAME}}''' ist ein kaiserliches Lehen in der [[Grafschaft Südpforte]]. Im Praios [[Annalen:1028|1028]] BF wurde der [[lfwiki:Herzogtum Grangor|Grangorer]] Herzog [[wnd:Cusimo Garlischgrötz|Cusimo Garlischgrötz]] von IKM [[Rohaja von Gareth|Rohaja]] zum Reichsvogt ernannt und erhielt somit die alten Lehnslande seiner Familie in Phecadien zugesprochen. Die eigentliche Verwaltung liegt bei Untervögtin [[ | '''{{PAGENAME}}''' ist ein kaiserliches Lehen in der [[Grafschaft Südpforte]]. Im Praios [[Annalen:1028|1028]] BF wurde der [[lfwiki:Herzogtum Grangor|Grangorer]] Herzog [[wnd:Cusimo Garlischgrötz|Cusimo Garlischgrötz]] von IKM [[Rohaja von Gareth|Rohaja]] zum Reichsvogt ernannt und erhielt somit die alten Lehnslande seiner Familie in Phecadien zugesprochen. Die eigentliche Verwaltung liegt bei Untervögtin [[Hisela Luntfeld|Hisela Luntfeld]], einer gebürtigen Horasierin. | ||
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===Das Phecadital=== | ===Das Phecadital=== | ||
Fast drei Viertel der Bevölkerung der Baronie lebt im Phecadital zwischen der Reichsgrenze bei Phecadistein im Süden und Perfaring im Norden, wo der Phecadistieg die Baronie verlässt. Aufgrund der hügeligen Landschaft ist der Anbau von Korn und Gemüse im engen Flusstal nur an wenigen Stellen in unmittelbarer Flussnähe möglich, so dass sich viele Bauern dem Obstbau und vor allem der Viehzucht zugewandt haben und Rinder, Schafe und Ziegen auf den höher im Gebirge gelegenen Almen sömmern. An südlichen Lagen wir sogar Wein angebaut, wenngleich der eher saure "Phecadi-Tropfen" bei Geniessern edlen Almadanischen Weins gering angesehen ist. | Fast drei Viertel der Bevölkerung der Baronie lebt im Phecadital zwischen der Reichsgrenze bei Phecadistein im Süden und Perfaring im Norden, wo der Phecadistieg die Baronie verlässt. Aufgrund der hügeligen Landschaft ist der Anbau von Korn und Gemüse im engen Flusstal nur an wenigen Stellen in unmittelbarer Flussnähe möglich, so dass sich viele Bauern dem Obstbau und vor allem der Viehzucht zugewandt haben und Rinder, Schafe und Ziegen auf den höher im Gebirge gelegenen Almen sömmern. An südlichen Lagen wir sogar Wein angebaut, wenngleich der eher saure "Phecadi-Tropfen" bei Geniessern edlen Almadanischen Weins gering angesehen ist. | ||
Zentral gelegen am Zusammenfluss von Phecadi und Farinquir schlägt im Markt- und Hauptort [[ | Zentral gelegen am Zusammenfluss von Phecadi und Farinquir schlägt im Markt- und Hauptort [[Imdâl]] das wirtschaftliche und politische Herz der Baronie. Durchreisende können aus einer für die Grösse des Orts erstaunlich hohen Anzahl Gaststätten und Herbergen auswählen und das Stapelrecht sorgt dafür, dass auf dem Marktplatz nicht nur landwirtschaftliche und einheimische Handwerksprodukte, sondern auch manch exotisches Gut aus fernen Landen feilgeboten wird. | ||
===Die Grenzmark=== | ===Die Grenzmark=== | ||
Die Grenzmark hat ihren Namen sowohl von der nahen Reichsgrenze zum Horasreich, als auch von ihrer umstrittenen Zugehörigkeit, denn der Baron von Phexhilf erhebt Ansprüche auf das [[Junkergut Cascavel]] und die Lande bis zum Phecanowaldkamm. | Die Grenzmark hat ihren Namen sowohl von der nahen Reichsgrenze zum Horasreich, als auch von ihrer umstrittenen Zugehörigkeit, denn der Baron von Phexhilf erhebt Ansprüche auf das [[Junkergut Cascavel]] und die Lande bis zum Phecanowaldkamm. | ||
Im Gegensatz zum raueren Phecadital dominiert hier im Übergang zwischen Phecanowald und [[Culminger Land]] das mildere Klima des westlichen Almada. Im fruchtbaren Hügelland der Mark lebt man von den Erzeugnissen der zahlreich vorhandenen Rinder- und Schafherden, dem spärlichen Grenzverkehr und dem Handel (und Schmuggel – Vögtin und Gräfin sind schliesslich beide weit) mit dem horasischen Schradok und dem [[lfwiki:Bergkönigreich | Im Gegensatz zum raueren Phecadital dominiert hier im Übergang zwischen Phecanowald und [[Culminger Land]] das mildere Klima des westlichen Almada. Im fruchtbaren Hügelland der Mark lebt man von den Erzeugnissen der zahlreich vorhandenen Rinder- und Schafherden, dem spärlichen Grenzverkehr und dem Handel (und Schmuggel – Vögtin und Gräfin sind schliesslich beide weit) mit dem horasischen Schradok und dem [[lfwiki:Bergkönigreich Phecanowald|Bergkönigreich Phecanowald]]. | ||
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Machtlos verließ Domna Duoda nach Cusimos Einsetzung unter Protest Phecadien und begab sich nach der [[Residencia|Eslamidenresidencia]] zu Punin. Ein winterlicher Rückeroberungsversuch über die verschneite Grenzmarker Pforte scheiterte im Firun [[Annalen:1030|1030]] BF kläglich. Domna Duoda stellte sich daraufhin unter den Schutz Dom [[Stordan von Culming]]s und verschwand in den darauffolgenden Taifawirren unter ungeklärten Umständen. Entlang des Phecadis jedoch herrschte nach fast 300 Jahren wieder unangefochten das Haus Garlischgrötz. | Machtlos verließ Domna Duoda nach Cusimos Einsetzung unter Protest Phecadien und begab sich nach der [[Residencia|Eslamidenresidencia]] zu Punin. Ein winterlicher Rückeroberungsversuch über die verschneite Grenzmarker Pforte scheiterte im Firun [[Annalen:1030|1030]] BF kläglich. Domna Duoda stellte sich daraufhin unter den Schutz Dom [[Stordan von Culming]]s und verschwand in den darauffolgenden Taifawirren unter ungeklärten Umständen. Entlang des Phecadis jedoch herrschte nach fast 300 Jahren wieder unangefochten das Haus Garlischgrötz. | ||
Cusimo Garlischgrötz hatte nicht nur Phecadien, sondern auch die Markgrafschaft Windhag als Kaiserliches Lehen erhalten, und war darüber hinaus auch zum Admiral der Kaiserlichen Westflotte ernannt worden. Da er sich persönlich um wichtigere Dinge kümmern musste als eine verarmte almadanische Gebirgsbaronie, ernannte er [[Annalen:1038|1038]] BF mit der ehemaligen Offizierin und Waffenhändlerin [[lfwiki:Hisela Luntfeld|Hisela Luntfeld]] eine tüchtige Untervögtin. Diese hatte zuvor versucht mit Hilfe alter Dokumente zu beweisen, Nachkommin des seinerzeit vom Kaiser entlehnten Barons von Imdâl zu sein und Ansprüche auf die Baronie zu erheben («falls der Garlischgrötz die Grafschaft, dann die Luntfeld die Baronie»). Ein gleichermassen sinn- wie erfolgloses Unterfangen, welches weder von Cusimo, geschweige denn Rohaja ernstgenommen wird. Doch Cusimo hatte die schiere Waghalsigkeit der Tat imponiert und er nahm Hisela in seine Dienste. Er sollte es nie bereuen und ernannte seine Untervögtin 1046 BF sogar zur [[ | Cusimo Garlischgrötz hatte nicht nur Phecadien, sondern auch die Markgrafschaft Windhag als Kaiserliches Lehen erhalten, und war darüber hinaus auch zum Admiral der Kaiserlichen Westflotte ernannt worden. Da er sich persönlich um wichtigere Dinge kümmern musste als eine verarmte almadanische Gebirgsbaronie, ernannte er [[Annalen:1038|1038]] BF mit der ehemaligen Offizierin und Waffenhändlerin [[lfwiki:Hisela Luntfeld|Hisela Luntfeld]] eine tüchtige Untervögtin. Diese hatte zuvor versucht mit Hilfe alter Dokumente zu beweisen, Nachkommin des seinerzeit vom Kaiser entlehnten Barons von Imdâl zu sein und Ansprüche auf die Baronie zu erheben («falls der Garlischgrötz die Grafschaft, dann die Luntfeld die Baronie»). Ein gleichermassen sinn- wie erfolgloses Unterfangen, welches weder von Cusimo, geschweige denn Rohaja ernstgenommen wird. Doch Cusimo hatte die schiere Waghalsigkeit der Tat imponiert und er nahm Hisela in seine Dienste. Er sollte es nie bereuen und ernannte seine Untervögtin [[Annalen:1046|1046]] BF sogar zur [[Junkergut Phecadistein|Junkerin von Phecadistein]], um ihre Treue (und die laufend steigenden Steuereinnahmen) zu vergelten und sie noch enger an sich und die Baronie zu binden. | ||
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==Bevölkerung, Kultur und Brauchtum | ==Bevölkerung, Kultur und Brauchtum== | ||
Als Grenzprovinz war Oberphecadien seit alters her ein Schmelztiegel vieler Kulturen: Die Zwerge des Eisenwalds, Horasier aus dem Süden, Windhager aus dem Westen, Nordmärker aus dem Norden und Almadanis aus dem Osten besiedelten das obere Phecadital im Laufe der Jahrhunderte immer wieder aufs Neue und verschmolzen zu einem einzigartigen Menschenschlag. | Als Grenzprovinz war Oberphecadien seit alters her ein Schmelztiegel vieler Kulturen: Die Zwerge des Eisenwalds, Horasier aus dem Süden, Windhager aus dem Westen, Nordmärker aus dem Norden und Almadanis aus dem Osten besiedelten das obere Phecadital im Laufe der Jahrhunderte immer wieder aufs Neue und verschmolzen zu einem einzigartigen Menschenschlag. | ||
Mit dem Phecanowald als geographische Barriere gegenüber Rest-Almadas ist Kaiserlich Phecadien kulturell von Almada genausoweit entfernt wie nach drei Jahrhunderten Grenzziehung vom Horasreich. Das gemeine Volk ist in seinen Wesenszügen vor allem von der Nachbarschaft zum Windhag und zum Tal des Grossen Flusses geprägt, während sich der (zahlenmässig sehr überschaubare) Adel je nach persönlicher Herkunft in der Vergangenheit meist an der der politischen Heimat Almada orientierte, in die sich seit dem Herrschaftsantritt Cusimos je länger je mehr horasische Elemente mischen. | Mit dem Phecanowald als geographische Barriere gegenüber Rest-Almadas ist Kaiserlich Phecadien kulturell von Almada genausoweit entfernt wie nach drei Jahrhunderten Grenzziehung vom Horasreich. Das gemeine Volk ist in seinen Wesenszügen vor allem von der Nachbarschaft zum Windhag und zum Tal des Grossen Flusses geprägt, während sich der (zahlenmässig sehr überschaubare) Adel je nach persönlicher Herkunft in der Vergangenheit meist an der der politischen Heimat Almada orientierte, in die sich seit dem Herrschaftsantritt Cusimos je länger je mehr horasische Elemente mischen. | ||
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===Sprache und Redensarten=== | ===Sprache und Redensarten=== | ||
Die vielen kulturellen Einflüsse aus den Nachbarregionen und die Abgeschiedenheit der Baronie schlagen sich auch in der Sprache nieder. Das Garethi des oberen Phecaditals ist teilweise eine eigenständige Entwicklung aus dem Bosparano, dessen raue, kehlige Aussprache mit Lehnswörtern aus dem Windhager Alberned, dem zwergischen Rogolan und sogar einigen Begriffen aus dem Bosparano und dem Goblinischen aus der Zeit von Bosparans Fall durchsetzt ist. | Die vielen kulturellen Einflüsse aus den Nachbarregionen und die Abgeschiedenheit der Baronie schlagen sich auch in der Sprache nieder. Das Garethi des oberen Phecaditals ist teilweise eine eigenständige Entwicklung aus dem Bosparano, dessen raue, kehlige Aussprache mit Lehnswörtern aus dem Windhager Alberned, dem zwergischen Rogolan und sogar einigen Begriffen aus dem Bosparano und dem Goblinischen aus der Zeit von Bosparans Fall durchsetzt ist, aber auch völlig eigenständige Begriffe beinhaltet. | ||
Lesen und Schreiben sind beim Landvolk wenig verbreitet und weitgehend auf Handwerker, Händler und Beamte beschränkt. Versuche der Untervögtin, das horasische Hesinde-Edikt mit seinen Praiostags-Schulen einzuführen wird von der breiten Bevölkerung skeptisch als "horasiche Mode" betrachtet. | Lesen und Schreiben sind beim Landvolk wenig verbreitet und weitgehend auf Handwerker, Händler und Beamte beschränkt. Versuche der Untervögtin, das horasische Hesinde-Edikt mit seinen Praiostags-Schulen einzuführen wird von der breiten Bevölkerung skeptisch als "horasiche Mode" betrachtet. | ||
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'''Redensarten:'''<br> | '''Redensarten:'''<br> | ||
"Das macht den Braten auch nicht fett." (das macht es auch nicht besser)<br> | |||
"Auf alten Pfannen lernt man kochen." (von Älteren kann man etwas lernen)<br> | |||
"Bis dann fliesst noch viel Wasser den Phecadi hinab." (das ist noch lange hin) | |||
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'''Typische Oberphecadische Namen:<br> | |||
''Vornamen männlich'': Ailwin, Beran, Bero, Boronhard, Eichward, Falkhard, Firunhard, Perainhold, Phecadian, Phexhard, Praiodor, Tannwin<br> | |||
''Vornamen weiblich'': Ailwinne, Beranne, Effergund(e), Duoda, Hilda, Madina, Peraingrit(h), Peraidanne, Rahjanne, Rondrine, Travtrid, Tsadanna <br> | |||
''Nachnamen (Volk)'': Aster, Bogenschütz, Erdmann, Ruttlinger, Windhager | |||
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s. '''[[Phecadische Grenzläufer]]''' | s. '''[[Phecadische Grenzläufer]]''' | ||
In Kaiserlich Phecadien geniesst ein überdurchschnittlich grosser Teil der Bevölkerung das Recht der persönlichen Freiheit, womit der Waffendienst im Kriegsfall einhergeht. Die typischen Waffen der Landwehr sind die Armbrust, die auch für die Jagd benutzt wird (nur firungläubige Adlige jagen mit dem Bogen), kurze Hellebarden und die traditionelle phecadische Bauernwehr – nagelgespickte hölzerne Keulen zu ein oder zwei Händen, die an Ketten griffbereit über so manchem Kamin hängen. Von Söldnern und Rittern werden diese primitiven Waffen oft als "Ogerkeulen" belächelt, zumindest bis man davon einen Hieb (oder Stich) eingefangen hat. | |||
Die meisten Freien rüsten sich mit Gambeson oder wattiertem Waffenrock, dazu Lederschienen an Armen und Beinen – komplette Lederrüstungen sind dagegen selten. Wohlhabendere Handwerker oder Händler in Imdâl leisten sich Fünflagenharnische. Von allen wird dazu in der Regel ein Tellerhelm getragen. Metallrüstungen besitzen nur der Adel sowie die Gardisten der Untervögtin. Besonders geschätzt (und teilweise jahrhundertealt) sind dabei Kettenrüstungen zwergischer Machart. | [[Bild:Phecadische Bauernwehr.png|200px|thumb|Phecadische Bauernwehr (s. kurz)]]In Kaiserlich Phecadien geniesst ein überdurchschnittlich grosser Teil der Bevölkerung das Recht der persönlichen Freiheit, womit der Waffendienst im Kriegsfall einhergeht. Die typischen Waffen der Landwehr sind die Armbrust, die auch für die Jagd benutzt wird (nur firungläubige Adlige jagen mit dem Bogen), kurze Hellebarden und die traditionelle phecadische Bauernwehr – nagelgespickte hölzerne Keulen zu ein oder zwei Händen, die an Ketten griffbereit über so manchem Kamin hängen. Von Söldnern und Rittern werden diese primitiven Waffen oft als "Ogerkeulen" belächelt, zumindest bis man davon einen Hieb (oder Stich) eingefangen hat. | ||
Die meisten Freien rüsten sich mit Gambeson oder wattiertem Waffenrock, dazu Lederschienen an Armen und Beinen – komplette Lederrüstungen sind dagegen selten. Wohlhabendere Handwerker oder Händler in Imdâl leisten sich Fünflagenharnische. Von allen wird dazu in der Regel ein Tellerhelm getragen. Metallrüstungen besitzen nur der Adel sowie die Gardisten der Untervögtin. Besonders geschätzt (und teilweise jahrhundertealt) sind dabei Kettenrüstungen zwergischer Machart.<br> | |||
Eine professionelle Kriegsausbildung gibt es in Kaiserlich Phecadien nicht. Vielleicht einmal in einem Dutzend Jahren wird ein hoffnungsvolles Talent bürgerlicher Herkunft, welches nicht bei einem Ritter als Knappe untergebracht werden kann, von der Untervögtin mit einem Stipendium der Herzöglichen Kriegerschule zu Elenvina bedacht. | Eine professionelle Kriegsausbildung gibt es in Kaiserlich Phecadien nicht. Vielleicht einmal in einem Dutzend Jahren wird ein hoffnungsvolles Talent bürgerlicher Herkunft, welches nicht bei einem Ritter als Knappe untergebracht werden kann, von der Untervögtin mit einem Stipendium der Herzöglichen Kriegerschule zu Elenvina bedacht. | ||
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{| border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" style="font-size:85%; background:white; border-collapse: collapse;" width="100%" | |||
!bgcolor="#B0B0B0" width="25%" align="left" |'''Name''' | |||
!bgcolor="#B0B0B0" width="15%" align="left" |'''Kampftechnik''' | |||
!bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''TP''' | |||
!bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''L+S''' | |||
!bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''AT/PA-Mod''' | |||
!bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''RW''' | |||
!bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''Gewicht''' | |||
!bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''Länge''' | |||
!bgcolor="#B0B0B0" width="8%" align="left" |'''Preis''' | |||
|- | |||
!align="left" | '''Phecadische Bauernwehr''' (s. kurz) | |||
!align="left" | Hiebwaffen | |||
!align="left" | 1W+2 | |||
!align="left" | KK 13 | |||
!align="left" | 0/-1 | |||
!align="left" | kurz | |||
!align="left" | 0.70 Stn | |||
!align="left" | 70 HF | |||
!align="left" | 20 S | |||
|- | |||
!align="left" | '''Phecadische Bauernwehr''' (kurz) | |||
!align="left" | Hiebwaffen | |||
!align="left" | 1W+3 | |||
!align="left" | KK 13 | |||
!align="left" | 0/-1 | |||
!align="left" | kurz | |||
!align="left" | 0.75 Stn | |||
!align="left" | 90 HF | |||
!align="left" | 20 S | |||
|- | |||
!align="left" | '''Phecadische Bauernwehr''' (lang) | |||
!align="left" | Hiebwaffen | |||
!align="left" | 1W+5 | |||
!align="left" | KK 14 | |||
!align="left" | -1/-2 | |||
!align="left" | mittel | |||
!align="left" | 2.0 Stn | |||
!align="left" | 120 HF | |||
!align="left" | 50 S | |||
|- | |||
|} | |||
'''Waffenvorteil:''' Statt mit der Seite anzugreifen, kann der Held auch die Dornenspitze verwenden. Die Dornenspitze verursacht -1 TP, allerdings erleiden Rüstungen mit RS 4 oder mehr dadurch einen Malus von -2 auf RS.<br> | |||
'''Waffennachteil:''' Unterläuft dem Träger ein bestätigter Patzer, zerbricht seine Waffe. Dies geschieht zusätzlich zu den üblichen Auswirkungen eines Patzers, solange dessen Resultat nicht ebenfalls ein Zerbrechen der Waffe ist. | |||
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Seit Jahrhunderten gibt es in Kaiserlich Phecadien spielerische Wettkämpfe unter Hirten und Waldbauern, um herauszufinden, wer die Stärkste oder Kräftigste ist. Ursprünglich an Praios- und Feiertagen in froher Runde der Zusammengekommen ausgetragen haben sie mittlerweile Einzug ins lokale Brauchtum gefunden, seit findige Reichsvögte während der Kaiser-Perval-Zeit begannen, sportliche Wettkämpfe mit den Fecht- und Schießübungen der Landwehr zu kombinieren, um die Motivation der Bevölkerung zur Wehrertüchtigung zu steigern. | Seit Jahrhunderten gibt es in Kaiserlich Phecadien spielerische Wettkämpfe unter Hirten und Waldbauern, um herauszufinden, wer die Stärkste oder Kräftigste ist. Ursprünglich an Praios- und Feiertagen in froher Runde der Zusammengekommen ausgetragen haben sie mittlerweile Einzug ins lokale Brauchtum gefunden, seit findige Reichsvögte während der Kaiser-Perval-Zeit begannen, sportliche Wettkämpfe mit den Fecht- und Schießübungen der Landwehr zu kombinieren, um die Motivation der Bevölkerung zur Wehrertüchtigung zu steigern. | ||
Als Höhepunkt gilt das seit 1031 BF alle drei Jahre in Imdal stattfindende "große Phecadische Fest” mit Jahrmarkt, Gesangsdarbietungen, Spielen und Wettkämpfen. Wobei letztere vor allem körperlicher und kämpferischer Art sind: Hindernisläufe, Steinstoßen, Weitwerfen, Tauziehen, Stockfechten oder Armbrustschießen. | Als Höhepunkt gilt das seit 1031 BF alle drei Jahre in Imdal stattfindende "große Phecadische Fest” mit Jahrmarkt, Gesangsdarbietungen, Spielen und Wettkämpfen. Wobei letztere vor allem körperlicher und kämpferischer Art sind: Hindernisläufe, Steinstoßen, Weitwerfen, Tauziehen, Stockfechten oder Armbrustschießen. | ||
Als regionale Besonderheit gilt dabei das "Phecadische Ringen": Inmitten eines Rings aus Laub, Heu oder Sägemehl greifen sich zwei Kontrahenten gegenseitig an den Hosengürtel. Durch Ziehen, Zerren und Hackeln mit den Beinen ist es das Ziel, den Gegner auf den Rücken zu legen und so den Kampf zu gewinnen. Drei um den Kampfplatz verteilte Schiedsrichter achten auf die Regeln (falls z.B. beide Kämpfer den Gürtel des jeweils anderen loslassen, wird der Kampf unterbrochen) und küren letztendlich den Sieger. Erfolgreiche Schützenkönige und Spitzenringer genießen in Kaiserlich Phecadien hohes gesellschaftliches Ansehen. | Als regionale Besonderheit gilt dabei das "Phecadische Ringen": Inmitten eines Rings aus Laub, Heu oder Sägemehl greifen sich zwei Kontrahenten gegenseitig an den Hosengürtel. Durch Ziehen, Zerren und Hackeln mit den Beinen ist es das Ziel, den Gegner auf den Rücken zu legen und so den Kampf zu gewinnen. Drei um den Kampfplatz verteilte Schiedsrichter achten auf die Regeln (falls z.B. beide Kämpfer den Gürtel des jeweils anderen loslassen, wird der Kampf unterbrochen) und küren letztendlich den Sieger. Erfolgreiche Schützenkönige und Spitzenringer genießen in Kaiserlich Phecadien hohes gesellschaftliches Ansehen | ||
Ein eher gemütlicher Zeitvertreib, meist bei einem Bier und einer Pfeiffe gespielt, ist das weit verbreitete Boltan, welches selbst in adligen Kreisen gesellschaftlich akzeptiert ist. Die Oberphecadische Variante des Boltans hat allerdings mit dem bekannten klassischen Boltan nur die Verwendung desselben Kartenblatts gemeinsam: Über mehrere Runden - wobei ein Element jeweils Trumpf ist - spielen meist vier oder sechs Spieler um Punkte, wobei entweder jeder für sich oder zusammen mit einem oder zwei Partnern als Gruppe zusammenspielt. Gewonnen hat diejenige Person oder Gruppe, die nach mehreren Spielen zuerst eine vorher vereinbarte Gesamtpunktzahl erreicht. Damit weder Haus noch Hof verspielt werden kann, gilt seit Jahrzehnten das Gesetz, nicht um höhere Einsätze als um "Kreuzer und Heller" zu spielen. | |||