Chronik.Ereignis1045 Die einsame Rose von Culming 22: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Selea Fabiola Al'Morsqueta|Fabiola]] nickte ihrer Amme zu. „Gib gut auf die zwei acht. Mit deinem Leben. Ob sie hier wirklich ungefährdet sind?“ „Mach dir keine Sorgen. Wir achten auf sie, wie wir auf unsere eigenen Kinder achten. Wie wir auf dich geachtet haben. Und du auf uns. Niemand wird deine Nachkommen bei uns suchen. Sie sind hier so sicher, als seien sie die unseren.“ Die [[avwik:Mhanah|Mhanah]] war aus der Dunkelheit getreten. „Die Frage ist vielmehr, welche Gerüchte werden deine Leute verbreiten?“ „Keine. Deswegen habe ich genau sie mitgenommen.“ Mit einem leisen Seufzen beugte sich die Junkerin von Mestera über ihre schlafenden Kinder. „Möge der Mungo über euch wachen.“ Sie küsste beide auf die Stirn, strich liebevoll über die Wangen der beiden. Stellte sicher, dass beide ihre Schutzamulette trugen. Nach einem weiteren Moment, der sich ewig zu ziehen schien, raffte sie sich auf. Ohne den Blick abzuwenden nickte sie entschieden, eher zu sich selbst als zu den Anwesenden. „Nun denn, bis in ein paar Tagen. Hinterlasst Nachricht, wo ich euch finde, solltet ihr weiterziehen müssen.“ „Wie immer. Und jetzt hau ab, bevor dich jemand sieht.“ Fabiola nickte. Mit einem letzten, sehnsüchtigen Blick verschwand sie in der Dunkelheit. | [[Selea Fabiola Al'Morsqueta|Fabiola]] nickte ihrer Amme zu. „Gib gut auf die zwei acht. Mit deinem Leben. Ob sie hier wirklich ungefährdet sind?“ „Mach dir keine Sorgen. Wir achten auf sie, wie wir auf unsere eigenen Kinder achten. Wie wir auf dich geachtet haben. Und du auf uns. Niemand wird deine Nachkommen bei uns suchen. Sie sind hier so sicher, als seien sie die unseren.“ Die [[avwik:Mhanah|Mhanah]] war aus der Dunkelheit getreten. „Die Frage ist vielmehr, welche Gerüchte werden deine Leute verbreiten?“ „Keine. Deswegen habe ich genau sie mitgenommen.“ Mit einem leisen Seufzen beugte sich die Junkerin von Mestera über ihre schlafenden Kinder. „Möge der Mungo über euch wachen.“ Sie küsste beide auf die Stirn, strich liebevoll über die Wangen der beiden. Stellte sicher, dass beide ihre Schutzamulette trugen. Nach einem weiteren Moment, der sich ewig zu ziehen schien, raffte sie sich auf. Ohne den Blick abzuwenden nickte sie entschieden, eher zu sich selbst als zu den Anwesenden. „Nun denn, bis in ein paar Tagen. Hinterlasst Nachricht, wo ich euch finde, solltet ihr weiterziehen müssen.“ „Wie immer. Und jetzt hau ab, bevor dich jemand sieht.“ Fabiola nickte. Mit einem letzten, sehnsüchtigen Blick verschwand sie in der Dunkelheit. | ||
==[[Culminger Land]], Junkergut Blumenau, Travia [[Annalen | ==[[Culminger Land]], Junkergut Blumenau, Travia [[Annalen:1045|1045 BF]]== | ||
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„Vielen Dank für die Nachfrage, die Reise ist dem frohen Anlass angemessen angenehm und ohne erwähnenswerte Vorkommnisse verlaufen.“ Der kurze Zwischenfall mit ein paar unfähigen Wegelagerern war eher unter willkommene Ablenkung und Erinnerung an alte Zeiten zu verbuchen gewesen. Und eine Möglichkeit, ihre Leute im Ernstfall zu erleben. „Wenn es Euch recht ist, würde ich mich gerne kurz des Staubes der Reise entledigen und in etwas Angemesseneres wechseln, bevor ich Euch liebend gerne im Salon bei einer kleinen Erfrischung Gesellschaft leiste. Ich habe mir erlaubt, eine Kleinigkeit mitzubringen, als bescheidenes Gastgeschenk.“ Sie winkte ihren Leuten unauffällig, die mit zwei Kisten vortraten und die Deckel lösten. „Eine Kleinigkeit aus Mestera: [[Trufa de Mestera|Trüffel]] und [[Rosa de | „Vielen Dank für die Nachfrage, die Reise ist dem frohen Anlass angemessen angenehm und ohne erwähnenswerte Vorkommnisse verlaufen.“ Der kurze Zwischenfall mit ein paar unfähigen Wegelagerern war eher unter willkommene Ablenkung und Erinnerung an alte Zeiten zu verbuchen gewesen. Und eine Möglichkeit, ihre Leute im Ernstfall zu erleben. „Wenn es Euch recht ist, würde ich mich gerne kurz des Staubes der Reise entledigen und in etwas Angemesseneres wechseln, bevor ich Euch liebend gerne im Salon bei einer kleinen Erfrischung Gesellschaft leiste. Ich habe mir erlaubt, eine Kleinigkeit mitzubringen, als bescheidenes Gastgeschenk.“ Sie winkte ihren Leuten unauffällig, die mit zwei Kisten vortraten und die Deckel lösten. „Eine Kleinigkeit aus Mestera: [[Trufa de Mestera|Trüffel]] und [[Rosa de Fúridâo]], sowie eine Spezialauswahl an Konfekt von diesem famosen jungen Künstler, von dem ganz Punin schwärmt. Domna Usanza ist recht angetan davon.“ | ||
“Das ist sehr aufmerksam von Euch, was für eine freudige Überraschung! Habt vielen lieben Dank”, hörte Domna Selea Domna Madalena sagen - im Augenwinkel bemerkte sie den jungen Pagol, dessen Blick in starkem Kontrast zu den freundlichen, aber doch eher nüchtern vorgetragenen Worten seiner Mutter stand. Mit weit aufgerissenen Augen und leicht geöffnetem Mund starrte er auf die Pralinen in der Kiste, konnte kaum an sich halten - was auch seiner Mutter nicht entging. Ein sanftes Lächeln umspielte deren Lippen. | “Das ist sehr aufmerksam von Euch, was für eine freudige Überraschung! Habt vielen lieben Dank”, hörte Domna Selea Domna Madalena sagen - im Augenwinkel bemerkte sie den jungen Pagol, dessen Blick in starkem Kontrast zu den freundlichen, aber doch eher nüchtern vorgetragenen Worten seiner Mutter stand. Mit weit aufgerissenen Augen und leicht geöffnetem Mund starrte er auf die Pralinen in der Kiste, konnte kaum an sich halten - was auch seiner Mutter nicht entging. Ein sanftes Lächeln umspielte deren Lippen. | ||