Chronik.Ereignis1033 Feldzug Ferkinalager 06: Unterschied zwischen den Versionen
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"Ruhig Blut, Richeza!", sprach sie sich zu. Sie musste einen kühlen Kopf bewahren und die Knoten lösen! Um keinen Preis durfte sie diesen Barbaren in die Hände fallen! Angestrengt versuchte die Edle, das Ende des Seiles zwischen die Finger zu kriegen oder eine Öffnung in dem Knoten zu finden, aber der Strick lag zu fest um ihre Gelenke, sie konnte die Hände nicht bewegen. | "Ruhig Blut, Richeza!", sprach sie sich zu. Sie musste einen kühlen Kopf bewahren und die Knoten lösen! Um keinen Preis durfte sie diesen Barbaren in die Hände fallen! Angestrengt versuchte die Edle, das Ende des Seiles zwischen die Finger zu kriegen oder eine Öffnung in dem Knoten zu finden, aber der Strick lag zu fest um ihre Gelenke, sie konnte die Hände nicht bewegen. | ||
Die Füße vielleicht? Richeza bog ihren Rücken durch, streckte die Arme, so weit es ging, doch aller Gelenkigkeit zum Trotz, vermochte sie den Knoten an ihren Füßen nicht zu erreichen. Gerade so berührten ihre Fingerspitzen das Seil, | Die Füße vielleicht? Richeza bog ihren Rücken durch, streckte die Arme, so weit es ging, doch aller Gelenkigkeit zum Trotz, vermochte sie den Knoten an ihren Füßen nicht zu erreichen. Gerade so berührten ihre Fingerspitzen das Seil, das der verfluchte Bastard um ihre Stiefel gewunden hatte. Der Knoten aber war vorne, da kam sie nicht ran. Nicht, solange ihre Hände hinter ihrem Rücken waren. Richeza streckte die Arme noch weiter und bog sie auseinander, doch so sehr sie sich auch verrenkte, es gelang ihr nicht, Gesäß und Beine zwischen ihren Armen hindurch zu quetschen, um ihre Hände vor ihren Körper zu bringen. Das Seil war einfach zu dick, die Öffnung zu klein und ihre Arme zu kurz. | ||
Die Edle fluchte götterlästerlich. Wenn sie nur an den Dolch in ihrem Stiefel käme! Nach ein, zwei vergeblichen Versuchen sah sich Richeza nach einem Werkzeug um. Dort unter dem Strauch lag ein abgebrochener Zweig! Mühselig robbte die Frau näher an den Busch heran und tastete nach dem Stock. Wieder überstreckte sie ihren Rücken und stocherte mit dem Zweig nach ihrem Stiefelschaft. Zum Namenlosen!, warum waren die Stiefel nur so hoch? Sie zerkratzte sich die Beine, aber weiter als einen Fingerbreit konnte sie den Stock nicht in den Schaft schieben, der Winkel stimmte nicht. Sie musste aufstehen! Im Stehen ging es vielleicht. | Die Edle fluchte götterlästerlich. Wenn sie nur an den Dolch in ihrem Stiefel käme! Nach ein, zwei vergeblichen Versuchen sah sich Richeza nach einem Werkzeug um. Dort unter dem Strauch lag ein abgebrochener Zweig! Mühselig robbte die Frau näher an den Busch heran und tastete nach dem Stock. Wieder überstreckte sie ihren Rücken und stocherte mit dem Zweig nach ihrem Stiefelschaft. Zum Namenlosen!, warum waren die Stiefel nur so hoch? Sie zerkratzte sich die Beine, aber weiter als einen Fingerbreit konnte sie den Stock nicht in den Schaft schieben, der Winkel stimmte nicht. Sie musste aufstehen! Im Stehen ging es vielleicht. | ||
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Stimmen! Von dort, wo der Elentaner verschwunden war, waren Stimmen zu hören. Er kehrte zurück! | Stimmen! Von dort, wo der Elentaner verschwunden war, waren Stimmen zu hören. Er kehrte zurück! | ||
'Komm schon!', dachte Richeza, während ihre Finger den Dolch gegen den Stiefelschaft drückten, um ihn gegen den Widerstand herauszudrücken, fingerbreit um fingerbreit. Die Edle wagte kaum zu atmen. Die Zeit schien stillzustehen. Es gab nur | 'Komm schon!', dachte Richeza, während ihre Finger den Dolch gegen den Stiefelschaft drückten, um ihn gegen den Widerstand herauszudrücken, fingerbreit um fingerbreit. Die Edle wagte kaum zu atmen. Die Zeit schien stillzustehen. Es gab nur die Waffe und sie, den Dolch und ihre Hand. Warmes Blut lief über ihr Bein, als ihre tastenden Finger sich an der Klinge schnitten. Noch ein Stück, noch ein Stück! Die Stimmen kamen näher. Der Dolch fiel aus dem Stiefel. Fast hätte Richeza laut gelacht. Aber der Kampf war noch nicht vorbei. Es war nicht leicht, mit der Waffe hinter dem Rücken die Fußfesseln zu durchtrennen. Faser für Faser des Stricks gab der Klinge nach. | ||
Nun hörte sie auch Schritte, weiter unten auf dem Weg. Endlich: die Füße frei! Bloß weg! Keine Zeit für die Hände! Aber wohin? Mehrere Stimmen, Ferkinas! Sie würden gleich hier sein. Hastig rappelte die Edle sich auf. Ja den Dolch nicht verlieren! Ihre Beine gehorchten ihr kaum. In die Höhle! Wenn das bloß keine Falle war! | Nun hörte sie auch Schritte, weiter unten auf dem Weg. Endlich: die Füße frei! Bloß weg! Keine Zeit für die Hände! Aber wohin? Mehrere Stimmen, Ferkinas! Sie würden gleich hier sein. Hastig rappelte die Edle sich auf. Ja den Dolch nicht verlieren! Ihre Beine gehorchten ihr kaum. In die Höhle! Wenn das bloß keine Falle war! | ||
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Die Frau ließ den Dolch fallen und legte sich auf den Bauch. Mit den Zähnen fasste sie nach dem Knauf der Waffe. Schlängelte sich vorwärts, zog den Dolch mit sich. Weiter in den Riss hinein. Götter, war das eng! Wenn sie stecken bliebe, käme sie nie mehr heraus, mit den gebundenen Händen. In der Dunkelheit stieß sich Richeza den Kopf. Spärliches Licht kam von hinten, vor sich sah sie nichts. Weiter! | Die Frau ließ den Dolch fallen und legte sich auf den Bauch. Mit den Zähnen fasste sie nach dem Knauf der Waffe. Schlängelte sich vorwärts, zog den Dolch mit sich. Weiter in den Riss hinein. Götter, war das eng! Wenn sie stecken bliebe, käme sie nie mehr heraus, mit den gebundenen Händen. In der Dunkelheit stieß sich Richeza den Kopf. Spärliches Licht kam von hinten, vor sich sah sie nichts. Weiter! | ||
Von draußen kamen aufgeregte Stimmen. Rufe. Schritte. Richeza blieb liegen und hielt den Atem an. Mindestens zwei Leute waren in der Höhle, vielleicht mehr. Ob man sie | Von draußen kamen aufgeregte Stimmen. Rufe. Schritte. Richeza blieb liegen und hielt den Atem an. Mindestens zwei Leute waren in der Höhle, vielleicht mehr. Ob man sie sah? Oder war es dunkel genug? Eine Stimme war ganz nah. Ein Ferkina. Seine rauen Worte hallten von den Wänden wider. Er bückte sich. Selbst wenn er sie entdeckte: Hierher würde er ihr nicht folgen können. Sie würde einfach nicht herauskommen. Aber dann fiel ihr ein, dass der junge Elentaner sie einfach hatte fesseln können, ohne dass sie sich gewehrt hatte. Was, wenn er ihr befahl, herauszukommen? Mit klopfendem Herzen harrte die Edle ihres Schicksals. | ||
Die Schritte entfernten sich. Wieder wütende Rufe vor der Höhle. Endlich wurden die Stimmen leiser. Verstummten. Nur der Wind pfiff durch den Höhleneingang. Ein klagender, drohender Laut. | Die Schritte entfernten sich. Wieder wütende Rufe vor der Höhle. Endlich wurden die Stimmen leiser. Verstummten. Nur der Wind pfiff durch den Höhleneingang. Ein klagender, drohender Laut. | ||
Richeza wartete. Ihr Herz schlug langsamer. Ihr wurde kalt. Sie musste hier | Richeza wartete. Ihr Herz schlug langsamer. Ihr wurde kalt. Sie musste hier hinaus, solange sie noch Kraft hatte. Langsam kroch sie rückwärts. Zog den Dolch mit. | ||
"Such, Qualalahina! Finde die Frau! " | "Such, Qualalahina! Finde die Frau! " | ||