Chronik.Ereignis1033 LSV 56: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 10. März 2010, 17:41 Uhr
Ragath, 14. Rondra 1033 BF
Im Rittersaal des Castillo Ragath
Autor: León de Vivar
Der Baron im Taubental erhebt sich und blickt abwartend in die Runde, bis er die Aufmerksamkeit aller hat. "Domnas y Doms", ertönt sodann die warme, angenehme Stimme des jungen Mannes aus altem Geschlecht, "viele Worte sind bereits gefallen, die zeigen, dass hier vor allem ein Geist der Verwirrung herrscht. Es wird vom Kaiser gesprochen und vom König, von Land- und Reichsständen, die Nation wird beschworen, die Unabhängigkeit Almadas aus- und die Kirchen angerufen, ja, Reich und Königreich werden mitunter so bunt durcheinander gewürfelt, dass man sich in einer Taladurer Suppenküche wähnt.
Sind denn", hebt Dom León die Arme, "sind denn die Stände Almadas ihrer selbst so wenig bewusst, so umnebelt von kaiserlichem Glanz und kaiserlicher Glorie, so verschreckt vom Gemurmel im Volke, dass sie nicht mehr wissen, welches ihr angestammtes Amt im Regiment Almadas, welches ihre den Göttern gefällige Aufgabe seit jeher ist?
Wie es die Gesandtschaft Almadas auf Castillo Weißenstein bereits verkündet hat: Es ist nicht Aufgabe der Landstände, den unseligen Geschwisterstreit, der das Reich in Spannung hält, diese Familienangelegenheit des Hauses Gareth, welche überall jene fürchterliche Disharmonie zum Erklingen bringt, zu entscheiden. Doms y Domnas, wir raten der Königskrone Almadas, nicht der Kaiserkrone des Reiches, auch wenn sich letztere mit der ersten das Haupt teilt.
Bevor wir also weiter wild Vorschlag um Vorschlag in die Mitte dieses Saales schleudern, sollten wir uns fragen, welcher Teil dieses Ultimatums die Landstände überhaupt betrifft. Vielleicht mag ein der Juristerei Kundigerer als ich uns dies noch einmal darlegen?"
Suchend streift sein Blick durch die Reihen und bleibt schließlich bei Gualdo di Dalias hängen.
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