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"Ihr traut Ihr auch nicht, oder? Ich konnte es Euch ansehen." | "Ihr traut Ihr auch nicht, oder? Ich konnte es Euch ansehen." | ||
Gendahar fuhr aus seinen Gedanken. [[ | Gendahar fuhr aus seinen Gedanken. [[Morena von Harmamund]] hatte ihr Pferd an seine Seite geführt und lächelte ihn an. Sie hatte mit ruhiger, sanfter Stimme gesprochen. Wenn sie nicht so griesgrämig wie sonst dreinschaute, war sie fast hübsch zu nennen, fiel ihm erstmals auf. Ihre langen schwarzen Haare fielen offen auf ihre kräftigen Schultern und unter ihrer Bluse zeichneten sich zwei wohlgeformte ... | ||
Er zwang sich, wieder in ihre Augen zu schauen. Wahrlich, er hatte Rahja all zu lange nicht mehr gehuldigt. Erst jetzt erfasste den Sinn ihrer Frage. "Vom wem redet Ihr?" | Er zwang sich, wieder in ihre Augen zu schauen. Wahrlich, er hatte Rahja all zu lange nicht mehr gehuldigt. Erst jetzt erfasste den Sinn ihrer Frage. "Vom wem redet Ihr?" | ||
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"Nein, nein!", stieß er aufgeregt hervor. "So sagt schon, welche Botschaft hat sie Euch für mich aufgetragen?" | "Nein, nein!", stieß er aufgeregt hervor. "So sagt schon, welche Botschaft hat sie Euch für mich aufgetragen?" | ||
''Kriech' | ''Kriech' in den Stall zurück, in dem du geboren wurdest, und stirb eines langsamen, qualvollen Todes'', hätte sie am liebsten geantwortet. Stattdessen setzte sie ein ermutigendes Lächeln auf und sagte: "Sie erwidert Eure Gefühle, das versicherte sie mir höchstpersönlich. Von dem ersten Augenblick an, in dem sie Euch sah, habt Ihr ihr Herz im Sturm erobert!" | ||
"Wirklich?", fragte Dom Azzato ungläubig. "Sie schien so unnahbar, so unantastbar! Eine echte Dame, und dazu die Tochter des Grafen!" Er schlug sich vor Freude auf den Schenkel und lachte wie ein Schwachsinniger. | "Wirklich?", fragte Dom Azzato ungläubig. "Sie schien so unnahbar, so unantastbar! Eine echte Dame, und dazu die Tochter des Grafen!" Er schlug sich vor Freude auf den Schenkel und lachte wie ein Schwachsinniger. | ||
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=====3. Rondra, am Abend===== | =====3. Rondra, am Abend===== | ||
'''Nahe Carano''' | '''Nahe Carano''' | ||
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'''Autor:''' [[Benutzer:Ancuiras|Ancuiras]] | '''Autor:''' [[Benutzer:Ancuiras|Ancuiras]] | ||
Gendahar setzte sein breitestes Lächeln auf, das er unter den Umständen zustande bringen konnte. "Hab' keine Angst, ich habe nicht vor, mir die Augen | Gendahar setzte sein breitestes Lächeln auf, das er unter den Umständen zustande bringen konnte. "Hab' keine Angst, ich habe nicht vor, mir die Augen auskratzen zu lassen, weder von einem Ferkina, noch von Domna Richeza." Er blickte ihr in die Augen und drückte sie an sich, so wie er es immer getan hatte, als sie noch ein kleines Mädchen gewesen war. "Nun komm' schon, du weißt, dass ich es mir nie verzeihen würde, eine Frau, die so ... tapfer ist wie Domna Richeza, so kratzbürstig sie bisweilen auch sein mag, ihrem Schicksal zu überlassen. Und deinen Eltern musst du ja nicht verraten, dass ich wegen einer da Vanya zurückgeritten bin!" | ||
Er zwinkerte ihr zu, doch so leicht wie früher schien sie sich nicht mehr um den Finger wickeln zu lassen. 'Verdammt, sie ist erwachsen geworden', fuhr es ihm durch den Kopf. "Nun gut, dann werde ich mich wohl davon machen müssen, obwohl du dagegen bist ... aber ich hoffe, dass du mich eines Tages verstehen wirst. Schon bald werden wir zusammen bei einem Aigulloner Rosé sitzen und über all das hier lachen!" | |||
Er drückte ihr einen Kuss auf die Stirn, und bevor sie einen weiteren Versuch unternehmen konnte, ihn umzustimmen, wandte er sich ab und begab sich auf die Suche nach Dom Servando. | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:Romina Alba|Romina Alba]] | |||
Verdattert schaute Romina ihrem Onkel nach und stampfte mit dem Fuss auf. Onkel Gendahar und die Frauen! Verdammt, diese Kratzbürste passte genau in sein Jagdschema! Hoffentlich bekam er den Korb seines Lebens! - Hoffentlich überlebte er das ... | |||
Sie wischte sich über das Gesicht und wandte sich ab. Sie würde ihrem Vater nicht noch mehr Sorgen machen. Egal, wie irrational der Rest Deres wurde. Noch einmal würde sie die Götter nicht herausfordern, denn noch einmal würde sie nicht so ungeschoren davonkommen. | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:Ancuiras|Ancuiras]] | '''Autor:''' [[Benutzer:Ancuiras|Ancuiras]] | ||
"Was will er ihr antun, meiner Romina? Wer? Dieser hinterwäldlerische Raubritter? Dieses Schwein, ich werde ihn elendig abstechen." Der Mann über Aureolus spuckte verächtlich auf den Boden. Dann hatte Dom Gendahar die Wahrheit gesagt, als er meinte, sie würden verfolgt und diesen widerlichen Dom Azzato erkannt zu haben glaubte. "Ich wusste es!", rief Servando Cronbiegler triumphierend aus. Keinen Augenblick | "Was will er ihr antun, meiner Romina? Wer? Dieser hinterwäldlerische Raubritter? Dieses Schwein, ich werde ihn elendig abstechen." Der Mann über Aureolus spuckte verächtlich auf den Boden. Dann hatte Dom Gendahar die Wahrheit gesagt, als er meinte, sie würden verfolgt und diesen widerlichen Dom Azzato erkannt zu haben glaubte. "Ich wusste es!", rief Servando Cronbiegler triumphierend aus. Keinen Augenblick hatte er darüber grübeln müssen, was der Junker von San Nirgendwo wollte: Romina! Doch da musste er erst an Dom [[Servando Cronbiegler|Servando Armalio Caras Cronbiegler]] vorbei! | ||
Er zog die Klinge zurück. "Erheb' dich, guter Mann! Du hast wohl, getan, herzukommen und uns zu warnen." Er richtete sich zu voller Größe auf. "Ich bin ein Mann des Grafen, du kannst mir alles erzählen ... vor allem möchte ich wissen: Wo ist dieser Lump?" | |||
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'''Autor:''' [[Benutzer:von Scheffelstein|von Scheffelstein]] | |||
Aureolus richtete sich mit noch immer klopfendem Herzen auf und wischte sich den Staub von den Kleidern. Jetzt, wo er stand, war er sich gar nicht mehr so sicher, ob dieser Mann wirklich Rominas Verwandter war, er hatte diesen größer in Erinnerung gehabt. Wie auch immer, er musste das Spiel weiterspielen. Sorgsam darauf bedacht, dass die Kapuze sein Gesicht weiterhin verbarg, verneigte er sich leicht. | |||
"Danke, Herr!", sagte er. "Ich bin so froh, dass ich Euch getroffen hab'! Ihr müsst Euch beeilen! Es ist mir gelungen, den Soldaten einzuholen, nicht weit von hier. Er fragte mich: Ist das hier Carano? Und ich sagte nein und schickte ihn ins Nachbardorf. Aber bestimmt wird er bald merken, dass ich ihm einen Bären aufgebunden hab', oh Herr Praios, dann wird's mir übel ergehen! Schnell, Herr, Ihr müsst fort von hier und die Prinzessin warnen, bitte! Und nehmt Euch vor den Soldaten in Acht, es sind viele, und diese Frau, mit der ihr Anführer gesprochen hat, die schien mir auch gefährlich! Ach, was sind das nur für Zeiten? Hoffentlich ist meinem Bruder nichts passiert!" | |||
Aureolus hob seinen Stab auf, dessen Ende mit Lumpen und Leder umwickelt war und an das er sein Bündel gehängt hatte, sodass er aussah wie ein Wanderstab, und griff in die Zügel des Pferdes "Behüten Euch die Zwölf, Herr! Euch und die Prinzessin, ich bete für sie, dass ihr nichts geschieht!" | |||
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Wie immer folgte er seinem Bauchgefühl. | Wie immer folgte er seinem Bauchgefühl. | ||
*''Die Geschichte um Domnito Aureolus wird hier fortgesetzt: [[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Schrotenstein 09|Schauplatz: Schrotenstein, Teil 09]].'' | |||