Solvai Schlehwein
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Maestra Solvai Ilmica Schlehwein ist eine Puniner Hellsichtsmagierin, die an der Akademie der Hohen Magie zu Punin lehrt.
Aussehen
Maestra Solvai ist mittelgroß und neigt ein wenig zur Leibesfülle, ohne regelrecht fett zu sein. Sie hat meist leicht zerzaustes etwa schulterlanges Haar, welches bereits einige silbrige Strähnen hat. Gelegentlich färbt sie es mittels Magie in blauen oder grünen Farbtönen. Ihre blaugrauen runden Augen blicken meist freundlich drein, denn sie gerät nur selten in Zorn. Obgleich sie sich bemüht, dem Kodex, was ihre Kleidung betrifft, zu folgen, merkt man doch, wie wenig Wert sie auf ihr Äußeres legt, denn die feinen Stoffe sind oft verknittert, gelegentlich finden sich sogar Flecken darauf. Und die Hüte, die sie trägt, sind oft nur mit Mühe als solche zu erkennen. Daher dient das Äußere der Magistra bei ihren Studiosi oft als Anlass zur Heiterkeit, was jene jedoch mit einem kleinen Lächeln übersieht.
Curriculum Vitae
Solvai wurde im Praios des Jahres 998 BF als älteste Tochter des Tischlermeisters Damian Schlehwein in Punin geboren. Durch Zufall wurde, als sie drei Jahre zählte, bei ihr ein Astralleib festgestellt - als Erste der gesamten Familie. Seit diesem Augenblick scheute ihr Vater weder Kosten noch Mühen, ihr eine perfekte Ausbildung zukommen zu lassen. Sie lernte zusammen mit der Tochter eines Angestellten ihres Vaters, die bald ihre beste (und jahrelang einzige) Freundin wurde. Auch bei ihr wurde eine magische Begabung festgestellt, doch zum großen Schmerz der beiden Mädchen bestand sie die Aufnahmeprüfung an der Akademie der Hohen Magie nicht, so dass die beiden im Alter von zehn Jahren getrennt wurden. Hedja Boschko wurde von ihren Eltern in deren ehemalige Heimat, das Bornland - geschickt, wo sie eine Ausbildung zur Alchemistin begann.
Solvai dagegen wurde - zum großen Stolz ihrer Eltern - aufgenommen und bemühte sich nach Kräften, dem Aufwand ihrer Eltern gerecht zu werden. So bestand sie mit 18 Jahren die Abschlussprüfung - nicht als Jahrgangsbeste aber immerhin als Zweite. Zunächst arbeitete sie weiter an der Akademie, indem sie die jüngsten Schüler betreute oder den Dozenten zuarbeitete. Nebenbei beschäftigte sie sich mit der Curativa, wo sie zusätzlich die Merkmalskenntnis erwarb.
Es war schließlich ihr Mentor, der dafür sorgte, dass sie ihr kurzes Näschen aus den Büchern herausheben musste. Er besorgte ihr eine Stellung als Leibmagierin bei einem Edelmann im Horasreich. Dies war - nach der Entdeckung ihrer magischen Begabung - die zweite Wende ihres lebens. Sie wurde in Intrigen und Aufstände des höchsten Adels involviert, wobei sie mehrfach für die Kaiserin und ihre Tochter arbeitete und sich deren Vertrauen erwarb. Außerdem machte sie sich einen Namen, indem sie magische Verbrecher ausfindig machte und Gutachten erstellte, die zu deren Überführung führten.
So wurde man auch in Punin wieder auf sie aufmerksam, und als im Jahr 1028 ein Angebot kam, als Dozentin an ihrer alten Alma Mater zu lehern, nahm sie voller Stolz an und kehrte nach Hause zurück.
Seither lebt und lehrt sie am Pentagrammaton Magica Clarobservantia. Erst in den letzten Jahren hat sie das Reisen wieder aufgenommen, wenngleich sie nicht mehr dauerhaft unterwegs ist, sondern stets wieder in ihre Kammern im Pentagrammaton zurückkehrt, die sie schon lange als ihr Zuhause ansieht.