Ludovigo von Scheffelstein
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Dom Ludovigo von Scheffelstein wurde am 1. Rahja 1027 BF unter dem Namen Ludovigo Esidio von Rebenthal als Kind des Offiziers Girolamo von Rebenthal und der Ragather Hofdame Shahane Sforigan y Scheffelstein in Punin geboren.
Sein Vater fiel als Capitano der Puniner Rabenschnäbler am 28. Rondra 1029 bei der Schlacht von Morte Folnor. Aus Angst vor der Großen Yaquirtaler Blutfehde führte seine Mutter ihn fortan unter dem Geschlechternamen der Familia von Scheffelstein in die Gesellschaft ein.
Ludovigos Mutter heiratete im Hesinde 1031 den horasischen Comto Erlan Sirensteen von Irendor. Der Ehe entsprangen bisher zwei weitere Kinder, Ludovigos Halbgeschwister Amando und Elissa.
Inzwischen wird er vor allem unter dem Namen Ludovigo Sirensteen geführt, nur in Almada nutzt er den Familiennamen seiner von dort stammenden Mutter.
Äußeres
Aus dem kleinen Domnito ist inzwischen ein junger Mann geworden. Oftmals wirkt er nachdenklich, fast schon melancholisch. Schon als Kind gelang es ihm mit einem Blick aus seinen tiefen dunkelbraunen Augen den Ärger bei seinen Eltern, den Erziehern und dergleichen schnell wieder fallen zu lassen.
Er hat braunes, dichtes Haar, welches in natürlichen Locken über Stirn und Nacken fällt und kaum zu bändigen ist.
Ludovigo trägt gerne Gewandungen, wie sie auch von Botenreitern genutzt werden. Nur bei einem genauen Blick erkennt man anhand der doch sehr kunstvollen Stickerei und aufgrund des genutzten Materials den Wert davon. Von der Statur her wirkt er wie jemand, der eher mit dem Verstand als mit dem Schwert kämpft – wer ihn aber beispielsweise im Rahmen seiner Knappschaft bei Schwertkämpfen gesehen hat weiß, dass er sich zu verteidigen weiß. Der eine oder andere Strolch und Taugenichts, der sich dachte, er könne den auf den ersten Blick eher schmächtig wirkenden jungen Mann berauben, sah sich eines besseren belehrt.
Curriculum Vitae
Nach der Vermählung seiner Eltern und dem Umzug ins Horasreich war das Leben erst einmal etwas unstet, da doch die Grafenfrage zu Bomed noch nicht endgültig geklärt war. Inzwischen ist die Familie am meisten in der am Yaquir gelegenen Stadt Unterfels, wo der Palazzo Arindello als Zuhause dient. Ludovigo ist Unterfels - genau wie auch seiner Mutter - dabei deutlich lieber als die Residenzstadt Oberfels mit dem Palazzo Yaquirbruch der gleichnamigen Baronie ist.
Status von Ludovigo
Erlan nahm als Gemahl von Ludovigos Mutter ihn wie seinen eigenen Sohn an und duldet - gemäß der Gebote Travias - keine Unterschiede bei der Behandlung seiner Kinder, auch wenn dies nicht unter allen Aspekten der zwölfgöttlichen Lehre so gesehen wird.
Siehe auch:
Knappe im Mittelreich
Im Rahmen einer diplomatischen Mission im Mittelreich sorgte Erlan Sirensteen dafür, dass sich Alarich Ruhmrath von Gareth-Sighelmsmark, der Reichserzkanzler des Raul'schen Reiches, bereit erklärte, Schwertvater von Ludovigo zu werden.
Im Rahmen seiner Knappschaft zeigte sich, dass er ein formidabler Reiter ist. Dies liegt sicherlich auch an dem langjährigen Umgang mit Pferden, worauf sein Vater Erlan Sirensteen viel Wert legte. Durch dessen Beziehungen über den Süden des Yaquirbruchs hinaus ist es kein Geheimnis, dass das Haus Sirensteen exzellente Pferde zu besitzen.
Charakter
Auf den ersten Blick wirkt er wie ein typischer Höfling aus gutem Hause. Doch wer ihn länger erlebt, weiß, dass sich dahinter mehr verbirgt als höfische Etikette. Er ist aufgeschlossen und wissbegierig - ein Lehrmeister nannte es aber auch mal „fast schon penetrant neugierig“. Hinter der höflichen Fassade verbirgt sich gelegentlich ein schelmenhaftes Gemüt, denn im geeigneten Augenblick kommentiert er das Geschehen gewitzt. Mal charmant, mal frech, aber nie verletzend.
Stimmen der Nobleza über Ludovigo von Scheffelstein
"Er kann ja nichts für seinen ... eh ... neuen Vater. Aber dass dieser ihm ausgerechnet einen Schwertvater aus Haferyaquirien ausgesucht hat?!" - "Aber das ist der Reichserzkanzler!" - "Ja wenn es denn Dom Dom Rafik mal wäre! Dennoch, er hat sich wohl gut gemacht - trotz seines ‚Vaters‘. Das hat das Rennen in Selkethal gezeigt."
- aus einem Gespräch zweier Magnaten in der Weinstube Schwarzer Schwan
"Ein interessanter, wohlerzogener junger Mann. Man sieht sowohl das almadanische Blut als auch den Einfluss seines Vaters in seinen Manieren - ich denke, wir werden noch von ihm hören. Es würde mich nicht wundern, wäre er für Größeres bestimmt, als nur dafür ein provinzielles Pferderennen zu Ehren Rahjas für sich zu entscheiden."
- Dom Algerio da Selaque von Culming
"Seine Familie wurzelt in zwei Gegenden Aventuriens, wo die Menschen für ihre Hitzkö... eh ihren großen Stolz bekannt sind. Zwischen diesen Temperamenten so geschickt zu lavieren – das will erst einmal gekonnt sein."
- aus einem Gespräch in Gareth
Geschichten und Artikel über Ludovigo von Scheffelstein
- 1038 BF: Der Horas ruft (über die Berufung als Knappe)
- Im Rahja 1045 BF nimmt er am Selkethaler Pferderennen zu Ehren der schönen Göttin teil (mehr oder weniger freiwillig) und gerät dabei in einen Strudel von Siegesfreude, magischen Manipulationen, menschlichen Missverständnissen und charmanten Chancen.
- Nach dem Jahreswechsel 1045/1046 BF verweilt er in Punin: Von Möpsen, Thermen und Korkenten
- 1046 BF wird er im Efferd zum Domicello ernannt: Ein neuer Domicello und ein neuer Esquiro des Yaquirbruchs

