Junkergut Valdecorneja

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Junkergut Valdecorneja
Wappen:
Silberne Krähe in schwarzem Schluchtkeil auf silbernem Grund
Grafschaft: Ragath
Baronie: Franfeld
Herrschaft: Caldaña de Valdecorneja
Einwohner: 800
Anteil an Unfreien: ca. 90 %
Geltende Rechtsordnung: Ragatisches Grafenrecht
Siedlungen: Marbenval, Klein-Turo, einige weitere kleine Weiler und Höfe
Castillos: Castillo Valdecorneja
Bewaffnete: Waffenvolk der Junkerin
Landschaften: Caldaia, hügelige Heidelandschaft, die für die Viehzucht, den Obst- und Weinanbau genutzt wird
Gewässer: Rinnval
Besonderheiten: die Marbenkluft, die Nebelheide, Boron-Kloster Metjaroeda

Das Junkergut Valdecorneja ist ein Afterlehen des caldaïschen Kronguts Franfeld. Es ist Erbland der urcaldaïschen und gleichnamigen Familia de Valdecorneja.


Derographie

Das Lehen liegt im Nordwesten der Baronie an der Grenze hin zum in Garetien liegenden Fremmelsfelde. Die Lande zeigen die für Caldaïa so typische liebliche Hügellandschaft, gesäumt von blühenden Heiden und vereinzelten Obsthainen und Weinbergen. Geteilt wird das Land durch die düstere Marbenkluft, die sich gleich einer Wunde durch die sonst so bezaubernde Landschaft zieht.

Wichtige Örtlichkeiten

„Als die Urmutter Sumu sich im Überlebenskampf gegen den Allvater Los befand, schlug er ihr manch Wunde, die ihren makellosen Leib verletzte. Die bekannteste und größte mag in diesem Zusammenhang die leblose Gor sein. Doch auch kleinere Landmarken kann man auf dem Kontinent finden; eine eben solche vermuten meine Collegae im lieblichen Hochland Caldaïas mit dem sogenannten Marbenval ... oder garetisiert auch Marbenkluft genannt. Nicht nur finden sich hier Vorkommen von Blutstein, dem geronnenen Blutes der Urmutter, sondern auch die Totengötter scheinen Interesse an diesem Ort gefunden zu haben, sieht man doch beständig ihre Diener über der Kluft kreisen. Auch zeigten Berichte aus der Zeit der Magierkriege, dass die Grenze zwischen den Sphären hier eine nur sehr dünne sein mag.“
- aus den Aufzeichnungen des Draconiters Nikanor dylli Thenos, neuzeitlich

Die eindeutig bekannteste Örtlichkeit des Junkerguts ist die Marbenkluft (auch Marbenval geheißen), die die sanften Hügel des Lehens wie eine ins makellose Land geschlagene Wunde durchzieht. Die Kluft wird von vielen abergläubisch gemieden, meinen doch nicht wenige einfältige Bewohner der Gegend, dass es sich bei diesem Ort um einen Übertritt ins Totenreich handelt. Eine Ausnahme hiervon stellt die Junkersfamilie, die ihre Stammburg ebenso an der Klamm errichtet hat, wie die Boron-Kirche das kleine Kloster Metjaroeda.

In der Kluft hausen auffällig viele Krähenvögel und in früheren, dunkleren Tagen diente sie als Hinrichtungsort oder Stelle, an der nicht wenige den Freitod suchten. Seit dem Beginn des Sternenfalls gesellen sich nicht selten kleinere Geiervögel zu den Schwarzgefiederten und es gibt hin und wieder Geistererscheinungen in der Nähe der Kluft, welche die Geweihten des Klosters untersuchen und versuchen einzudämmen.

Jener Teil des caldaïschen Heidelandes, das in unmittelbarer Nähe zur Marbenkluft liegt, wird im Volksmund gerne die Nebelheide genannt, scheinen die Schwaden hier doch besonders häufig zu erscheinen und sich in weiterer Folge auch lange zu halten.

Entlang der Kluft und wechseln sich hügeliges und ebenes Gelände schwungvoll ab, was einfachen Wein- und Obstanbau erlaubt, deren sanfte Hänge und Haine sich mit Wiesen, Weiden und Wäldchen abwechseln, welche einen hinlänglichen bis ansehnlichen Ertrag haben. Größte Siedlung ist das Dorf Marbenval mit dem dortigen Weingut Cosecha Dulce, dessen Umfeld von den Bewohnern auch liebevoll Campos de Oro (Goldene Felder) genannt wird. In der Bergbausiedlung Klein-Turo nahe der Klamm baut man im bescheidenen Maße Erze ab, darunter den seltenen Blutstein, der als geronnenes Blut Sumus verstanden wird. Darüber hinaus verteilen sich die Einwohner des Junkerguts auf kleine Weiler und wenige Groß- und Freihöfe.


Land und Leute

Das Weingut Cosecha Dulce im lieblichen Hochland Caldaïas

Die Bewohner des Lehens sind fleißig, arbeitsam und gelten nicht unbedingt als weltoffen. Man lebt fern ab der Ballungsräume im Hochland Caldaïas und kommt mangels wichtiger Straßen und Handelswege nur sehr selten in die Verlegenheit fremde Menschen kennenzulernen. Da neun von zehn Menschen im Junkergut Valdecorneja unfrei sind, kennt die große Mehrheit sowieso nicht viel mehr als die eigene Scholle.

Das Leben in diesen Breiten ist aber dennoch ein annehmliches; die Felder und Obstbäume sorgen für einen schönen Überschuss und ein anständiges Auskommen, die Herden sind groß und die Bauern können von Weide zu Weide ziehen ohne Überfälle zu fürchten. Wichtigste Handelswaren stellen neben Wolle und Fleisch vor allem Obstweine dar. Hierbei wären vor allem die Sorten Sidra Dorada (goldener Apfel), Pera Blanca (weiße Birne) oder Rubí de Cereza (Kirschrubin) zu nennen.