Gualterio Colonna

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Dieser Artikel wurde vor Kurzem aktualisiert und ist damit auf dem Stand zu Beginn des Jahres 1046 BF.
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Gualterio Colonna
Wappen:
Silberner Rabenschnabel auf schwarzem Grund mit rotem Bastardbalken
Familia: Aranjuez
Titel: Caballero de Torre Nuevo
Tsatag: &20000010160510 10. BOR 1016 BF
Alter: etwa 33 Jahre
Spezies: Mensch
Größe: 185 Halbfinger
Gewicht: 78 Stein
Haare: schwarz
Augenfarbe: braun
Kurzcharakteristik: Immer jugendlicher Lebemann und Söldnerführer
Herausragende Eigenschaften: IN, GE
Herausragende Talente: Anderthalbhänder, Tanzen, Zechen
Vorteile: Beidhändig, Gutaussehend
Nachteile: Arroganz, Eitelkeit, Impulsiv, Rachsucht
Beziehungen: Ansehnlich
Finanzkraft: Ansehnlich
Eltern: Tego Gonzago Colonna, Asmodena di Côntris
Geschwister: Ralman di Côntris, Tassilo di Côntris, Mondino von Calven, Leophex von Calven, Carolan von Calven, Ucurian di Côntris, Yaquirio von Sarcomella, Rahjalina Carinia (allesamt Halbgeschwister)
Travienstand: ledig
Freunde und Verbündete: Contessina Amazetti
Feinde und Konkurrenten: der Unterfelser Siberian Fubini
Zitate: "Wein für alle!"
"Kleidung wird in Eurem Falle überbewertet, Madame.“
"Quicquid Rahja imperat, labor est suavis. Was Rahja befiehlt, das ist angenehmer Dienst.“
"Wenn Ihr also der Meinung seid, Eure Gemahlin käme ihren ehelichen Pflichten nur ungenügend nach, so liegt die Schuld eindeutig bei mir, Messer Fubini."
"Bedaure, Zutritt nur mit persönlicher Einladung oder unbestreitbarer Schönheit. Euch ermangelt es an beidem. Guten Tag.“
Spielstatus (Ansprechpartner): SC (aranjuez)

Gualterio Diago Colonna, mitunter abschätzig El Mozalbete [vulg. bosp.: Das Bürschchen] genannt, ist der uneheliche Sohn von Tego Gonzago Colonna und Asmodena di Côntris, hervorgegangen aus einer Affäre, als dieser als Söldner im Horasreich diente. Nominell bekleidet er den Rang eines Teniente im Terzio Viejo de Ragatia in Unterfels und gilt ob seiner vielversprechenden Anlagen noch vor seinem Vater als eigentlicher Nachfolger des Dom Hernáns als Condottiere.

Darüber hinaus führt er den weitestgehend bedeutungslosen Titel eines Caballero de Torre Nuevo, auf den er freilich durchaus wert legt, ist doch seine Abkunft ("Der Bastard eines Bastards.") hin und wieder ein wunder Punkt. Ansonsten hat er gleichwohl keinerlei Berührungsängste mit dem einfachen Volk und ist bevorzugt dort zu finden wo es alten Wein und junge Amoretten gibt, wobei der Bonvivant dabei nicht auf ein Geschlecht alleine festgelegt ist.

Durch sein einnehmendes Äußeres, seine charmante Art und nicht zuletzt auch die Großzügigkeit im Umgang mit Geld - sei es eigenes oder das der Familia - ist Dom Gualterio bei zahlreichen Gelegenheiten ein gerngesehener Gast. Seit er jüngst im Nachlass seines Urgroßvaters ein Tuzakmesser aus dessen Dienstzeit auf Maraskan gefunden hat, erkennt man seine Schritte an dem kleinen Glöckchen, welches manche mittelreichischen Offiziere seinerzeit provokant an ihren Klingen befestigt trugen - ein Maß von an Arroganz grenzende Selbstsicherheit, welches auch gut zum jungen Colonna zu passen scheint.


Erscheinung

Gualterio Colonna in seiner Jugend

Schlank und gutaussehend, scheint der junge Offizier auf den ersten Blick eher nach seiner liebfeldschen Mutter geraten zu sein, wenngleich er von seinem bulligen Vater zumindest die für aranjuezer Verhältnisse überdurchnittliche Größe geerbt hat. Und obgleich er die 30 mittlerweile überschritten hat, will ihm noch immer nicht recht ein Bart stehen, sodass er, sofern es sich einrichten lässt, zumeist sorgfältig glattrasiert auftritt, was sein immer noch jugendliches Erscheinungsbild noch mehr unterstreicht.

Dagegen folgt er Sachen Kleidung ganz dem Vorbild der Familia und bevorzugt schwarze Stoffe mit Silber über Drôler Spitze. Statt der im Terzio verbreiteten weiten Hosen trägt er allerdings, wie man es den protzigen Mercenarios gerne nachsagt, lieber enganliegende, konturbetonende Beinkleider. Auch die ihn als Offizier kennzeichnende Schärpe ist eher blutrot denn eigentlich übliches Purpur Ragatiens. Die geschwärzte, sündhaft teure Rüstung im Felde hingegen ist ein Geschenk seines Onkels Hernáns anlässlich der Beförderung zum Teniente.


Curriculum Vitae

Wohl nicht viele können von sich behaupten, das genaue Datum ihrer Zeugung zu kennen. Gualterio hingegen ist das Ergebnis des Zusammentreffens Domna Asmodenas und seines damals in Drôl dienenden Vaters am 19. Tsa 1014 BF, anlässlich der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstages des Lieblichen Feldes. Die ersten Jahre seines Lebens verbrachte der Junge auf dem Tempelgestüt Rahjensgart unweit von Pertakis wo auch seine Mutter als gräfliche Vogtin zu Sarcomella residiert.

Tego Colonna hingegen erfuhr nur zufällig von der Existenz seines Sohnes, als ihn die Kampfhandlungen während der Shumir-Krise 1020 in diese Gegend führten. Kurzerhand nahm er den kleinen Jungen an sich, und zog ihn fortan im Feldlager auf. So war der weitere Lebensweg scheinbar vorgezeichnet: zunächst diente er seinem Vater als Bursche, dann als Trommler und schließlich als Fähnrich im Terzio seines Onkels.

Von sich Reden machte er unter anderem als es in Unterfels im Zuge der Wahlen von 1031 zu Unstimmigkeiten zwischen seinem das Almadinquartier vertretenden Onkel und der gleichfalls in der Signoria sitzenden Tsageweihte Quilia Fubini kam. Sein Beitrag zum anschließenden Rachefeldzug gegen die Fubinis war die Verführung der Gattin des Oberhauptes der Familie, Siberian Fubini, hinter den Kulissen einer Theatervorführung. Besonders pikant war dies, da die Fubinis nicht nur bekannte Mäzene sind, sondern auch als bedeutendste Förderer eben jenes Theaters gelten.

Mehr und mehr wurde ihm zuförderst im Yaquirbruch trotz seiner Jugend von seinem Onkel Verantwortung übertragen, wobei er es bislang abgelehnt hat, eine Funktion auch in Unterfels zu übernehmen. Der Posten eines Leutnants der Miliz für das Almadinquartier war eigentlich bereits arrangiert worden, jedoch weigerte sich der Teniente standhaft, das Kommando über 'ungelenke Krämer und Handwerkerinnen' zu übernehmen. So focht er 1034 die Schlacht auf den Feldern von Arindon auf ausdrücklichen Wunsch in den Reihen des Terzios, statt womöglich eine verantwortungsvollere Position im Gesamtheer zu übernehmen.

Stattdessem ernannte ihn der Condottiere 1035 zum Caballero de Torre Nuevo, ein Titel der mit nicht viel mehr Landbesitz denn einem kleinen Turm verbunden ist, dem aber die durchaus lukrative Zollhoheit auf der Via del Cangrejo untersteht. Ebenso hat sich jüngst eine neue Einnahmequelle für den Lebemann aufgetan, indem er gemeinsam mit seinem Vater verstärkt im unterfelser Rahjaviertel investiert. Seit die Aranjuezer sich in Schloss Tsadanja breit gemacht und ihr Wirken damit auch auf die andere Seite des Yaquirs ausgeweitet haben, lassen sich in Coriolenne auch in diesem Metier glänzende Geschäfte mit den Landsknechten machen.

Ein erwachsener Gualterio Colonna in den Reihen von Aranjuezer Gardisten

Beim Grafenturnier des gleichen Jahres konnte er im Fußkampf zwar in der Vorrunde nach den Stichkämpfen zwar den zweiten Platz belegen, jedoch gelang ihm zuvor nur ein einziger Sieg über Reto von Graytenau, den Baron von Baronie Valpokrug, sodass er recht sang- und klanglos aus|Spezies=Menschschied. Wie es der Zufall wollte, befand sich unter seinen Gegnern dabei auch sein eigener Onkel, Dartan di Côntris. Man munkelte, dass es ihm dieser Tage schlicht an der rechten Motivation ermangelte, nachdem ihm der Start im prestigeträchtigen Buhurt versagt geblieben war.

Ein erheblicher Rückschlag für seine Ambitionen musste er auch im Folgejahr hinnehmen, als sein Onkel Hernán die Grafentochter Rahjada von Ehrenstein-Streitzig ehelichte, und mit Jaime von Aranjuez jüngst der Mundillo das Licht der Welt erblickt hat. Seine Aussichten auf eine lukrative Erbschaft sind damit erheblich gesunken, sodass der junge Heißsporn seine Zukunft wohl doch wieder im Yaquirbruch finden muss.

Unter Familienangelegenheiten fiel auch jene Begebenheit im Jahre 1037, als sich der wegen der Oberfelser Bluttat in Almada gesuchte Mondino von Calven anlässlich des Prozesses gegen Horasio della Pena in Oberfels blicken ließ. Es war der junge Teniente, der seinen Halbbruder um ihrer gemeinsamen Mutter Willen heimlich warnte, sodass Hernán von Aranjuez in den Wäldern nur noch ein eilig verlassenes Lager vorfand, als er eigentlich meinte die Bestia Negra und damit auch den Calven mit seinen Leuten umstellt zu haben.

Etwas erfolgreicher als drei Jahre zuvor gestaltete sich das Grafenturnier zur Ragath im Folgejahr. Nach einem glänzenden ersten Tag jedoch machte Contessina Amazetti am nächsten Tag in der Runde der letzten Sechzehn kurzen Prozess mit dem Caballero. Seither halten sich hartnäckige Gerüchte, dass die beiden bereits am Vorabend in einen gänzlich anderen Nahkampf involviert waren.

Bei der Befriedung des Yaquirbruchs stand er wie sein Onkel in horasischen Diensten. Ansonsten aber pendelt er häufig zwischen seinen Offizierspflichten in Unterfels und überall dort, wo ihn vorgeblich seine Verpflichtungen als almadanischer Caballero unabkömmlich machen.

Beim Drachenfeuerturnier zu Terubis 1045 BF belegte er im Gefecht mit Zweihandwaffen einen achtbaren zehnten Rang. Am ersten Turniertag konnte er dabei Koromar von Liobas Zell und Gwena ya Pirras überwinden, unterlag aber deren Vater Erdano ya Pirras. Weniger erfolgreich gestaltete sich der zweite Turniertag mit Niederlagen gegen Boromir di Aperzonga und Tharguin Florego und einem Sieg gegen Drugon Amarinto.

Geschichten über Gualterio Colonna