Caldaïsten
Caldaïsten (auch Caldaïsta) sind ein (bisher) loser Verbund von caldaischen (Nieder-)Adeligen aus der (nördlichen) Grafschaft Ragath und dem garetischen Eslamsgrund. Einen tut sie dabei der Bezug auf eine irgendwie geartete, nicht immer gleich interpretierte caldaische Kultur und der Wunsch bzw. das Verlangen nach einer wiedervereinten Caldaia. Darüber in welcher Form und unter welcher Provinz dies geschehen soll, herrscht teils große Uneinigkeit. Eine Uneinigkeit welche aber derzeitig (seit ca. 1044 BF) ignoriert oder totgeschwiegen wird oder als nachrangig gilt, da das Hauptaugenmerk der Bewegung zurzeit auf Aufmerksamkeit, Größe und politischer Relevanz selbiger liegt, um dereinst daraus Kapital zu schlagen und den Traum von der restaurierten Caldaia wahr werden zu lassen. Ein großer Teil von ihnen versteht dabei die Caldaia in den landläufig sowie in Gelehrtenkreisen diskutierten Grenzen der ehemaligen Landgrafschaft Caldaia, welche die heutige gesamte garetische Grafschaft Eslamsgrund und einige almadanische bzw. nord-ragatische Baronien ((Nord-)Falado, Franfeld, Jurios, Khahirios, Molay (historisch), Raschtulsrück (Nord-Kornhammer), Tolshidur (historisch & umstritten), sowie Yasamir) umfasste. Einige gehen dabei aber noch ein Stück weiter und zählen auch weitere ragathische (seltener garetische) Landstriche und Baronien dazu, da es teilweise gegensätzliche, historische Dokumente gibt – auch wenn es sich dabei, wie in manchen Fällen, nur um ein gegensätzliches Dokument handelt…
Zeichen und Symbole
Das Einhorn und die Weinrebe gelten den Caldaïsten als besondere Symbole. Aber auch der Apfel, der Hahn, das Lamm und der Esel sind beliebt. Seltener der Fuchs, der jurisch Bock, der Geier, der Hirschkäfer und der Lavendel.
Als weitere Standes- bzw. Kultursymbole werden der caldaistische Hut, die schmucke Txai-Weste (Txaiamarilla) aus Lammwolle und -leder sowie der Makhila, ein der Hirtentradition entlehnter, verzierter Stock, der tradiationell für Stockkämpfe genutzt wurde/wird.
Ihre Farben sind Rot und Silber sowie Gold und Blau.
Derzeit sind die Caldaïsten noch auf der Suche nach dem tatsächlichen Wappen der ehemaligen Landgrafschaft.
Jurios gilt vielen von ihnen erneut als Hauptstadt eines wiedervereinten Caldaias, weniger häufig fallen Namen wie Eslamsgrund (dann Caldaia), Franfeld (Campofran) oder Rior.
Selbstverständnis
Jeder almadanische Caldaist ein stolzer Caldaier, aber nicht jede stolze almadanische Caldaierin ist eine Caldaistin. Nicht wenige Caldaier sind gar zufrieden damit caldaische Ragathier zu sein und sehen die Caldaisten kristisch. Mit solchen haben garetische und almadanische Caldaisten dann ganz andere Hühnchen zu rupfen. In Eslamsgrund (der nördlichen Caldaia) fühlt sich wiederum nichtmal unbedingt jeder als Caldaier und schon gar nicht als Caldaist, selbst wenn er urcaldaische Wurzeln hat.
Und nur weil ein Mitglied einer Familie ein Caldaist ist, heisst das noch nicht, dass eine ganze Familie der Bewegung folgt.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Letztlich lassen sich die sehr divers aufgestellten Caldaisten grob in fünf Denkweisen pressen – welche aber derzeit als dem großen Ziel nachrangig gelten (Mischformen können auftreten):
- - Die Idealistinnen: Für diese steht die Wiedervereinigung der ehemaligen caldaischen Ländereien im Vordergrund, Form und Provinzzugehörigkeit ist für sie maximal nachrangig, wenn nicht sogar egal. Caldaia als (fast nicht zu erreichendes) Ideal und Kulturgut steht über allem. So sind (fabulierte) caldaische Tugenden, Landschaft und kulturelle Errungenschaften/Eigenheiten ihnen wichtiger als jede politische Zugehörigkeit. Man kann sie in Almada und Garetien antreffen, aber durchaus etwas mehr in Garetien.
- - Die Historiker oder Restauraten: Diesen gilt der historische Zusammenhang am höchsten. Sie beziehen sich stets auf die historische Landgrafschaft Caldaia unter almadanischer Herrschaft. So kann es für sie eigentlich nur eine wiedervereinte Caldaia innerhalb des Fürstentums Almada geben. Diese besonders stolzen Caldaier sind dementsprechend auch fast ausschließlich in Almada zu finden. Aber auch in Garetien finden sich, meist sehr alte caldaische Familien oder solche mit Wurzeln auf almadanischer Seite, die sich nach all den Jahrhunderten doch immernoch Almada zugehörig fühlen. Gerade auf almadanischer Seite fühlte man sich schon immer als Caldaier und brauchte hierfür keine „Renarketa“ (Rück- oder Wiederbesinnung) auf caldaische Tugenden. (Der Unterschied zu ihren „normalen“ caldaischen Geschwistern ist das Streben nach Wiedervereinigung Caldaias und gleichzeitiger Unabhängigkeit von Ragath)
- - Die Modernistinnen oder Saneratinnen: Diese träumen ebenfalls von einer geeinten Caldaia, haben aber einen deutlich größeren Bezug zum Königreich Garetien, als zu Almada, und würden diese Garetien zuordnen. Sie empfinden die nunmehrige, über 400-jährige Zugehörigkeit zum „weitaus mächtigeren“ Garetien vorteilhafter, ausschlaggebender und aktueller als die historische Zugehörigkeit zu Almada. Nicht wenige haben erst mit der sogenannten Groß-Garetischen Bewegung wieder vermehrt auf ihre caldaischen Wurzeln geschaut und die Bewegung hat im Fahrwasser der Großgaretier einen großen Aufschwung erfahren. Sie sind in Garetien am präsentesten und größten, in Almada hingegen sind sie so gut wie gar nicht vertreten bzw. stehen Vertreter dieser Denkrichtung teils sogar (unterschwellig) im Widerspruch mit vielen der almadanisch-caldaischen Geschwistern. Allerdings gibt es auch in Almada einige wenige, die einen größeren Vorteil darin sehen, dass von den Almadanis/Ragatiern „stets vernachlässigte/unterdrückte Caldaia“ gänzlich dem nördlichen Nachbarn zu überlassen.
- - Die Unabhängigen: Es gibt auch solche, die in den Querelen um die Provinzzugehörigkeit eines der größten Ärgernisse und Hürden für eine Wiedervereinigung sehen und deshalb gar eine Unabhängigkeit bzw. Eigenständigkeit gegenüber Garetien und Almada fordern. Anders als die Idealistinnen ist ihnen politische Zugehörigkeit nicht egal oder nachrangig, sondern ein absolut eigenständiges „(Kaiserliches) Protektorat Caldaia“ o.ä. ausschlaggebend, fern von der Kontrolle Ragaths oder Eslamsgrunds.
- - Die Moderaten: Diese stehen quasi den Idealistinnen am nächsten, aber versuchen stets zwischen allen anderen zu vermitteln, um somit den gemeinsamen Traum überhaupt in denkbare Nähe rücken zu lassen. Auch treten sie gegenüber Nicht-Caldaisten am moderatesten auf, ihnen gehören dementsprechend auch die am wenigsten störrischen Persönlichkeiten an. Vertreten sind sie hauptsächlich in Garetien, aber auch in Almada gibt es seltene Vertreterinnen.
Allen Denkrichtungen ist dabei gemein, dass die Caldaia an erster Stelle steht, weshalb die jeweiligen Denkrichtungen noch kaum eine Rolle spielen.
Seit der Teilung der historischen Landgrafschaft gehen die Caldaier in Eslamsgrund und Ragathien getrennte Wege. Zwar blieb man sich in Teilen verbunden, jedoch entwickelten sich die beiden Teile unweigerlich auseinander. In Garetien/Eslamsgrund geriet dabei die caldaische Kultur weiter in den Hintergrund. In Almada hingegen war die caldaische Kultur allzeit präsent, wenn auch nicht zu jeder Epoche gleich stark ausgeprägt und stets politisch Ragath nachgeordnet.
Die (garetischen) Caldaier und vielmehr die kleine und bisher unbedeutende caldaistische Bewegung bekommen (in Garetien/Eslamsgrund) seit Wiedererscheinen Korgonds 1040 BF und der damit einhergehenden "Großgaretischen Idee" einen wirklichen Aufwind, der sich mit der Einsetzung Calderina von Gareths (ihrer Caldairina) als Kronvögtin in Eslamsgrund bündelt und verstärkt.
Das Wiedererstarken des „Caldaischen Gedankens“ in Eslamsgrund führt zu einer sich anbandelnden Liäson mit stolzen almadanischen Caldaiern und dortigen Caldaisten in den Jahren ab ca. 1044 BF und keimt danach – ab ca. 1045 BF – immer stärker auf. Die oben erwähnten Untergruppen und Denkrichtungen spielen dabei derzeit noch keine Rolle, weil sie der Gesamtidee hintan gestellt oder gar ignoriert werden.
Dass der Gatte widerwilligen, nordcaldaischen Teil-Gallionsfigur Calderina von Gareth ein Jurios ist und somit aus dem letzten Landgrafengeschlecht stammt, wodurch die Kinder Calderinas und Eslamos von Jurios‘ somit auch legitimes Landgrafblut besitzen, ist das I-Tüpfelchen des Ganzen.
Allem aktuellen Aktivimus der Caldaisten zum Trotz besteht die Gruppe bisher größtenteils nur aus Adligen der 2. und 3. Reihe und hat (bis dato) kaum Einfluß. So werden die Mitglieder teilweise gar belächelt, was sie in den meisten Fällen nur noch stolzer und trotziger agieren lässt.
Allerdings machen auch – ab ca. Ende 1046 BF - immer wieder Gerüchte die Runde, dass hochrangigere caldaische oder gar caldaistische Adlige derzeit die Situation noch abwarten und sich entwickeln lassen, bevor sie sich hervorwagen sollten. Dennoch sollen sie – ebenso Gerüchten nach – die Bewegung forcieren und anonym unterstützen.
Mitglieder der Bewebung
Bekannte, mehr oder minder offizielle Mitglieder sind (unvollständige Liste):
Almadanische Seite:
- Madaleïa d'Eltzek (Historikerin)
- Matea d'Eltzek (moderate Historikerin mit Hang zur Idealistin)
- Jordi d'Ouvici (Historkier, mit Hang zu Moderatem)
- Caldaña de Valdecorneja (Idealist/Unabhängige)
- Phexare D'Altea (caldaisch-almadanisch gesprochenes X) (Idealist)
- Luciana von Schlehen y Ouvici (Moderate (Historikerin))
- Caladora del Escara (Idealistin, heimliche Modernistin)
- Rahjmon Cavandrago-Valcur (Historiker)
- Albadona di Merón (moderate Historikerin)
- Calzenorá de Caldac (Historikerin)
- weitere ungenannte (zu meist Historikerinnen, wenige Moderate und Idealisten, sehr wenige Modernisten und Unabhängige)
Garetische Seite:
- Ikerhard von Boe (genannt Iker da Boë) (Idealist/Unabhäniger)
- Grodane von Fürchtenforst (Modernistin)
- Bardsam von Garm (teilweise genannt Bardos da Garma) (Moderater)
- Geldana von Caldach (Moderate mit Hang zu Modernistin)
- das Paar Donation von Eltzek (Idealist, heimlicher Historiker) und |Isanold von Corish und von Praill (Opportun ggü Donation)
- Merunolf von Merun (Modernist)
- Seginhardt von Dorst (Idealist, mit Hang zum Historiker) - dabei eher zurückhaltend, tritt er als Caldaist nur selten in Erscheinung)
- Kelnia von Yossenstein (eine noch unentschlossene Caldaistin - irgendwo zwischen Idealistin, Modernistin und Moderat)
- Gerlana von Valhog (Historikerin, allerdings nur so offen wie es eben geht.)
- Alisande von Kamp (Moderinstin, aber noch zurückhaltend.)
- weitere ungenannte (zu meist Modernisten, Moderate und Idealistinnen, wenige Historikerinnnen, sehr wenige Unabhängige)
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Die derzeit größten Zwischenziele der Bewegung sind:
- Wiederentdeckung (oder Erfindung) alter caldaischer Bräuche und Kulturgüter - die caldaische Kultur (und das was man dafür hält) nach Außen tragen. - Aufmerksamkeit für die Sache gewinnen (was immer es dazu benötigt) - An Größe und Relevanz gewinnen - Das echte Wappen der Caldaia finden - den Titel 'Dom Caldaiano' wieder salonfähig machen - Hochadelige Fürsprecher gewinnen - Fürsprecher außerhalb der Bewegung finden - Die Wiedererlangung der caldaischen Fibel und des caldaischen Kronensteins sowie die Restaurierung, Zusammenführung, Unabhängigkeit oder Herauslösung/Überführung der caldaischen, derzeit halbierten Bank in der Landesständeversammlung Almadas (je nach Denkweise)
Ein (vermeintlicher) Ausblick
Die Caldaisten werden sich – ab etwa 1045 BF - zunehmend weiter ausformen und an Größe und Relevanz auf beiden Seiten der trennenden Grenze gewinnen, so dass es bald schwer fallen wird sie zu ignorieren oder einfach nur zu belächeln. Dabei werden sie tunlichst versuchen den Anschein von Aufruhr zu vermeiden oder abzutun. Auf diesem Weg werden sie einige ihrer Zwischenziele erreichen, einige nicht, aber viele werden kontrovers sein oder gar zu Streit (mit anderen) führen. Letztlich wird das große Ziel immer weniger ein Traum und SCHEINT gar auf Dauer in greifbare Nähe zu rücken und da werden Probleme innerhalb der Bewegung auftreten und sie letztlich zum Scheitern bringen. (Die Denkrichtungen werden an Relevanz gewinnen.)
Z.B. aufgrund der vehementen Forderung vieler almadanischer Caldaisten (hauptsächlich Restauraten/Historiker) nach einer durch und durch almadanischen Caldaia. Denn diese Vehemenz wird nicht wenige der garetischen Caldaisten (hauptsächlich Saneratinnen/Modernisten) verschrecken bzw. aufbringen, so dass hier besonders die Untergruppe der „Modernisten“ Zuspruch gewinnt.
Die Moderaten und Idealisten werden sich für eine Seite entscheiden oder einen vergeblichen Versuch führen die Bewegung wieder zu einen. Die Unabhängigen werden mit ihrer Forderung von einer eigenständigen Caldaia der Bewegung den Rest geben.
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Die Caldaisten in Garetien: Siehe auch hier. (Garetien-Wiki)