Caballerogut Dos Puentes

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Caballerogut Dos Puentes
Grafschaft: Yaquirtal
Baronie: Nemento
PRA.png Herrschaft: Caballera Caneya von Gurnabán
TSA.png Einwohner: 200
PER.png Landschaften: Bargenta
EFF.png Gewässer: Brandenau
Besonderheiten: kleines Gestüt

Das Caballerogut Dos Puentes ist ein Afterlehen in der Baronie Nemento, an der Grenze zur Baronie Nordhain gelegen. Besagte Dominie ist seit den Tagen Kaiser Pervals im Besitz der Familia Gurnabán. Nach dem Erlöschen eines Seitenzweiges der Familia fiel dieses Gut an Caneya von Gurnabán, die ihre Eigenhörigen mit eiserner Hand regiert.

Derographie

Lage

Das Caballerogut Dos Puentes(rot) in der Baronie Nemento (grau).

Das Landgut Dos Puentes liegt etwas abseits der Handelsstraße, zwischen sanften Hügeln, Olivenhainen und den letzten Reihen verdorrender Rebstöcke. Einst war es ein Anwesen von Würde und Stolz.

Örtlichkeiten

Das Haupthaus ist ein rechteckiger Bau aus hellem, inzwischen von Wind und Regen grau gewaschenem Kalkstein. Unter dem Bogen des Torhauses hängt noch immer das verblasste Wappen der Familie – Auf silbernem Grund drei silberne Sporen auf schrägrechtem roten Balken. –, doch der Putz blättert, und Rost hat das eiserne Tor orange gefärbt. Im Innenhof steht ein alter Brunnen. Unkraut wächst zwischen den Pflastersteinen, und der Duft von Lavendel und Stall mischt sich in der Luft. Ein paar Hühner scharren zwischen den Wurzeln eines Feigenbaums, während eine Magd in grobem Leinen Wasser schöpft.

Im Herrenhaus sind die Räume kühl und schattig. Die Decken tragen noch Reste von Fresken – allegorische Szenen, einst in lebhaften Farben, nun verblasst zu Ocker und Grau. Der große Saal mit dem Kamin ist fast leer. Staub tanzt im Licht, das durch bleiverglaste Fenster fällt.

Doch hinter dem Haus, abseits der Blicke von Reisenden und Besuchern, liegt das Gestüt – das Herzstück des verbliebenen Reichtums der Familie. Die Stallungen sind aus festem Holz errichtet, das regelmäßig geölt wird; die Balken sind dunkel vom Rauch, aber sauber, und der Geruch von Heu und Pferd liegt kräftig, doch angenehm in der Luft. Hier arbeiten zwei Stallknechte und ein alter Stallmeister, ein Mann mit wettergegerbtem Gesicht und stiller Würde, der schon dem Vater der jetzigen Gutsherrin diente.

In den Boxen stehen rund ein halbes Dutzend Pferde – hervorragende Tiere: kräftige Schimmel und schlanke Falben, Nachfahren jener Rösser, die einst für Turniere und Kriegszüge gezüchtet wurden. Sie werden gut gepflegt, gebürstet und bewegt; ihre Mähnen glänzen im Licht, und ihre Hufe hallen wie Trommeln auf dem gepflasterten Hof. Das Gestüt ist der letzte Stolz der Familia, die letzte Einnahmequelle. Einmal im Jahr kommt ein Händler aus Nemento oder Soroban, um junge Tiere zu kaufen. Mit dem Erlös werden Dachziegel ersetzt, Saatgut bezahlt, der Wein nachgefüllt. Die Caballera betrachtet die Pferde oft vom Zaun aus – still, mit jener Mischung aus Wehmut und Stolz, die ihr ganzer Besitz in ihr weckt.

Hinter den Ställen liegt eine Übungswiese, auf der Domna Caneya selbst reitet. Dort, zwischen Holzpfosten und wilden Margeriten, trainiert sie die Tiere im Schritt und Galopp. Die Luft riecht nach Staub und Sommergras, das Klirren der Trensen mischt sich mit dem Gesang der Zikaden.