Chronik.Ereignis1048 Dem Haus einen Erben/Diskrete Depeschen dazu 04
Autor: Erlan
Zur Mitte des Rondramondes 1048 BF
Nach den Festivitäten
Zur Mitte des Rondramondes
im Jahre 1048 nach Bosparans Fall
Euch zu gefälliger Kenntnis sei kundgetan:
Ich habe das Ziel wohlbehalten erreicht und auch wieder verlassen können. Dies gilt ebenso für alle anderen Gäste, gleich, ob sie von dieser oder von jener Seite des Stromes gekommen waren.
Ein Geschenk - in diesem Fall das Geschenk Tsas - kommt selten allein. Denn es hat selbst viele Geschenke erhalten. Das von Euch vorgesehene Geschenk konnte überreicht werden und einige waren sehr beeindruckt.
Vom Goldenen Strome sprachen wir bei dieser Gelegenheit zunächst nicht. Es waren zu viele Füchse, Greifen und Raben zugegen, als dass seine Worte nur die dafür bestimmten Ohren erreicht hätten. Später konnten wir dieses Gespräch jedoch in ruhigerer Umgebung nachholen. Nach allem, was ich dabei vernahm, wäre es gewiss sinnvoll, wenn der Igel und die Rose einen Weg fänden, miteinander zu sprechen.
Der Blick vom Yaquir war an diesen Tagen bisweilen etwas einseitig getrübt. Umso besser war es, dass es dort auch einen Boten vom Yaquirgab, der sich im Namen Hesindes um eine vernünftige Unterrichtung bemühte. Hierzu wird Euch sicherlich noch ein gesondertes Schreiben erreichen.
Doch nicht alles stand im Zeichen Tsas. Ein frühes Opfer des Krieges wurde unter dem Beistand Borons zur letzten Ruhe geleitet. Selbst diese Ruhe sollte jedoch nicht unangetastet bleiben, denn dunkles Wirken ließ den Toten noch einmal aufstehen – und das, obwohl so viele Geweihte Borons anwesend waren.
Mitten in der Nacht schien jemand den roten Hahn an die Unterkunft gesetzt zu haben. Auch das Geschenk Tsas geriet dadurch in Gefahr. Doch konnte dieser Brand schnell gelöscht und einer der vermuteten Täter gefasst werden. Niemandem geschah etwas, außer dem gefassten Täter, denn ihm wurde der Prozess gemacht und ein finales Urteil über ihn gesprochen.
Auch an Auszeichnungen fehlte es nicht. Fünf Anwesende sollten für ihre Verdienste zu Caballeros beziehungsweise Caballeras erhoben werden. Eine der Erwählten lehnte die Ernennung ab. Die übrigen vier nahmen sie an und erfuhren erst danach, dass die bereits vorbereiteten Urkunden zugleich ihren Ruf an die Front enthielten. Mancher neue Sporn dürfte sich dadurch schwerer angefühlt haben, als es bei seiner Verleihung den Anschein hatte.
Viele weitere Dinge geschahen hier, die jedoch zumindest in diesem Brief keine Erwähnung finden müssen.
Schließlich gibt es noch eine weitere familiäre Angelegenheit, die es zu besprechen gälte. Dies jetzt und auf diesem Wege zu tun, würde ich jedoch nicht empfehlen. Warten wir zunächst auf neue Kunde. Ihr wisst ja, wie es ist, wenn Vater und Base oder Bruder und Schwester miteinander streiten und dabei augenscheinlich nicht einmal mehr den eigenen Oheim kennen.
Jeder Moment, in dem man hier miteinander sprechen konnte, war ein guter Moment, denn in solchen Momenten wird gesprochen und kein Blut vergossen.
-Brief von an , Mitte Rondra 1048 BF