León Dhachmani de Vivar
Familie: Vivar
Titel: Junker von Vivar, Caballero von Alhimaham
Tsatag: 27. Phex 1007 BF
Boronstag: -
Größe: 1,84 Schritt
Gewicht: 79 Stein
Haare: schwarz
Augenfarbe: schwarz
Kurzcharakteristik: meisterlicher Fechter und Verführer, durchschnittlicher Politiker
Herausragende Eigenschaften: MU 15, CH 14, GE 15
Herausragende Talente: Fechtwaffen (Degen) 15 [17], Raufen 11, Ringen 7, Säbel 11, Körperbeherrschung 7, Singen 5 [10], Reiten 12, Betören 10 [15], Etikette 10 [13], Galanterie 7 [11], Lehren 2 [7], Menschenkenntnis 8 [11], Überreden 7 [12], Geographie 10, Philosophie 9, Staatskunst 7, L/S [Kusliker Zeichen] 8, L/S [Tulamidya] 7, Sprachen Kennen [Bosparano] 9, Sprachen Kennen [Garethi] 13, Sprachen Kennen [Khôm-Novadisch] 11
Vorteile: Adlige Abstammung, Begabung [Fechtwaffen], Herausragendes Aussehen, Wohlklang
Nachteile Angst vor Ratten 11, Arroganz 5, Eitelkeit 6, Gesucht I (Almada, erloschen), Krankhaftes Ehrgefühl 8, NG 8, Niedrige MR, Prinzipientreue (Wahrung rahjanischer Harmonie)
Beziehungen: ansehnlich
Finanzkraft: hinlänglich
Eltern: Richeza de Vivar y Sangrín, Djerid ibn Dhachmani
Geschwister: Amando Dhachmani de Vivar, Rahiada Dhachmani de Vivar, Delilah Dhachmani de Vivar
Travienstand: ledig
Nachkommen: keine bekannten
Verwandte und Schwager: {{{Verwandte und Schwager}}}
Freunde und Verbündete: Madalena Galandi, Amando von Viryamun
Feinde und Konkurrenten: Familia di Rastino (Hader seit 582 BF), Vesijo de Fuente (Blutsfehde seid 1028 BF)
Wappen: silberne, gebundene Lilie auf blauem Grund
Wahlspruch: "Feuer und Blut!" (Schlachtruf seit 466 BF)
Verwendung im Spiel: Briefspieler
Zitate: „Aber nicht doch, mein Herz! Ich bin dir nicht untreu geworden. Ist es etwa Untreue, eine andere zu küssen, dabei aber an dich zu denken?“

„Hässlich? Meine Schwester? Meine Schwester ist schön wie Rahja selbst, du Sohn eines blinden Esels! Für diese Beleidigung werde ich dir deinen fetten Wanst aufspießen!“
„Was ich im Bett Eurer verehrten Frau Gemahlin getrieben habe? Welch einfältige Frage! Ich habe natürlich Eure ehelichen Pflichten erfüllt!“
„Carpe noctem.“

Dom León VI. Cariñoso Djerid Saíd Dhachmani de Vivar, genannt El Seductor [vulg.-bosp.: der Verführer], ist der Junker von Vivar, das in den Waldwachter Baronien Braast und Taubental liegt.

Äußeres

 
El Seductor

Dom León ist 1,84 Schritt groß und 79 Stein schwer. Sein Körper ist athletisch gebaut, die Haut tulamidisch braun. Er hat ein edles, sehr schönes Gesicht, schulterlanges, zu einem Zopf gebundenes schwarzes Haar und einen feinen Bart von der Oberlippe bis zum Kinn. Die Augen unterhalb der dichten Brauen sind ebenfalls schwarz. Zu offiziellem Anlass trägt er meist unter einem Rock aus schwarzem Samtbrokat ein Seidenhemd mit Spitzen an Ärmeln und Kragen, dazu weite schwarze Samthosen, die in hohen Stulpenstiefeln aus Wildleder enden und Handschuhe, die ebenfalls aus Wildleder sind. Dazu trägt er eine blaue Seidenschärpe und einen königsblauen Umhang mit einer Silberspange, welche die Madascheibe darstellt. Auf dem Kopf trägt er den obligatorischen schwarzen Caldabreser mit einer blauen und einer weißen Feder. Ansonsten ist er weit weniger edel und entsprechend seiner Börse gekleidet.

Als erstes wirkt der hervorragend aussehende Halbtulamide auf andere anziehend und begehrenswert. Er hat einen sicheren, aber leichten Gang, der zusammen mit dem fortwährenden Lächeln sein Auftreten stets lässig wirken lässt. Seine schwarzen Augen können Gegenüber leicht verwirren, da der Unterschied zwischen Iris und Pupille nur schwer erkennbar ist. Den Almadaner Caballero sieht man ihm meilenweit an und man fühlt sofort, dass an ihm etwas Besonderes ist – und wenn man seine sanfte Stimme hört, ist man sogar felsenfest überzeigt davon.

Curriculum Vitae

León Dhachmani de Vivar wurde am 27. Phex 1007 BF als drittes Kind von Richeza Amanda de Vivar y Sangrín, einer Caballera aus altem Waldwachter Adel und des reichen Fernhändlers Djerid ibn Dhachmani in Punin geboren. Zusammen mit seiner um ein Jahr jüngeren Schwester Delilah genoss er das, was der moderne Aventurier eine „fürnehme Erziehung“ nennt. Bis zu seinem zwölften Tsatag gelang es ihm immer wieder, seinem ältlichen Erzieher Corallio Jenuiras zu entfliehen und sich aus dem Palacio auf die viel interessanteren Straßen Punins zu stehlen. Dann jedoch erhielten er und seine Schwester eine strengere Hauslehrerin, die sie darin unterrichtete, was ein Caballero/eine Caballera zu tun und was er/sie gefälligst zu lassen habe (oder wie Domñito León es einmal vor seinem Vater ausdrückte: „Alles, was langweilig ist, darf man tun, alles was Freude macht, ist verboten“).

Immerhin ergab sich der aufgeweckte Knabe irgendwann in sein Schicksal, und als Domñatella Delilah das süße Alter von 13 erreicht hatte und ihre Weiblichkeit zu erblühen begann, lieferte er sich regelrechte Prügelduelle mit diversen „Schändern der schwesterlichen Ehre“, bis ihn seine Mutter über Bedeutung von Verehrung und Liebe aufklärte. Von da an war er selbst Feuer und Flamme für die Minne und die Galanterie. Er schrieb (gar nicht einmal so schlechte) Liebesgedichte an die Señoras und Señoritas in seinem näheren und weiterem Umfeld. Auch an Baronin Yanis di Rastino, die Gattin des damaligen Kronverwesers, schrieb er eine Ode. Durch seine Erfahrungen wurde der Jüngling immer klüger, was die Beziehung zwischen Mann und Frau betrifft, und lernte vor allem, dass Frauen umworben werden wollen. Gleichzeitig „übte“ er sich im Wettkampf mit den Galanen seiner Schwester, mit denen er nur selten Erbarmen hatte: sie wollten ihm seine Delilah wegnehmen! Am 14. Phex 1021 BF hatte er sein erstes Duell aufs erste Blut – und gewann gegen einen erwachsenen Mann, der sich bis dahin immer für einen respektablen Fechter gehalten hatte.

Aufgrund seiner außerordentlichen Begabung für die Fechtkunst und um ihn von seinen ewigen Affären mit verschiedenen Patriziertöchtern und andauernden Plänkeleien mit Patriziersöhnen (und bisweilen auch ergrimmten Vätern, die des Domñitos Einfluss auf ihre Töchter nicht guthießen) fernzuhalten, sandten Domñito Leóns Eltern ihn im Rahja 1021 BF in das Haus des Dom Ludovigo von Rebenthal-Blaustein, einem entfernten Oheim, Caballero alter Schule und Meister der Fechtkunst, der bereits Domña Richeza zur Caballera geschlagen hatte. Der Filius murrte nur so lange, bis er erkannte, dass neben seinem Zimmerfenster im zweiten Stock eine Regenrinne angebracht war…

Allerdings begeisterte er sich bald auch für den Fechtsport, das Reiten und die Dichtung. Seine Kontakte zu adligen Domñatellas gab er deshalb zwar nicht auf, doch da er schnell und begierig lernte, gab es für seinen Lehrer keinen Grund zur Ärgernis. Im Gegenteil, Dom Ludovigos Schüler erhielt bereits nach vier Jahren der Knappenzeit, am 25. Peraine 1025 BF, den Ritterschlag. Dom Ludovigo, der die besondere Befähigung für den Umgang mit der Klinge sofort erkannt hatte, hatte ihn besonders gefördert und trainiert. Er hatte ihn sogar ein Manöver gelehrt, dass er sonst keinem seiner Schüler beibringen würde: die Espada Doble. Diesen schwierigen Fechtertrick, bei dem der Kämpfer im Ausweichen hinter dem Rücken die Waffenhand wechselt und so seinen Gegner mit einer Attacke von links überrumpelt, dürfte wohl außer Dom Ludovigo und Dom León kaum jemand anwenden können.

Doch in der Nacht nach seinem Ritterschlag sollte sich sein bisher so beschauliches Leben schlagartig ändern. Durch unglückliche Umstände, die hier nicht weiter ausgeführt werden sollen, wurde er Zeuge eines nächtlichen Treffens der Hüter des Almadin, eines gerüchteumwitterten Geheimbundes von traditionalistischen Almadanern. Von einer Intrige, die den Kronverweser zu Fall bringen sollte, und weiteren sinistren Plänen war da die Rede. Doch bevor der junge Mann mehr herausfinden konnte, wurde er entdeckt und musste fliehen. Wenn auch die Pläne der Hüter im Dunkeln liegen, so sind sie doch bekannt dafür, ganze Arbeit zu leisten. Ein Mord an der Geliebten Dom Leóns, Madalena de Fuente y Beiras (zufälligerweise die Gemahlin des Hüters Dom Felipe di Lacara), ein blutiger Degen und ein hinterlegter Caldabreser mit blauer Pfauenfeder zerstörten sein bisheriges Leben vollständig.

Er floh aus der Domña, und als in Windeseile Steckbriefe im ganzen Königreich verteilt wurden, auf denen dazu aufgerufen wurde, León de Vivar festzunehmen und nach Punin zu bringen, rettete er sich mit Müh’ und Not über Landstraßen und Karrenwege nach Norden außer Landes. Erst zwei Jahre später, am 17. Ingerimm 1027 BF, sollte er nach langer, fährnisvoller Reise in Omlad wieder den Boden seiner Heimat betreten dürfen. Durch List gelangte er in die Stadt, durch den Heldenmut seiner Schwester zu einem Freispruch vor dem Decimo Criminale Punins und durch Erbfall (er selbst würde es als Unglück bezeichnen) an das Amt des Soberans der Vivar. Seither hat er auf mannigfaltige Weise seine Ehre wieder erringen, seinen sozialen Rang ausbauen und seine Position durch die Gewinnung so mancher neuer Freunde, wie Dom Gendahars von Streitzig, ausbauen können.

Seit 1029 BF ist León Dhachmani de Vivar mit Ihrer Eminenz Madalena Galandi, der Weinkönigin Almadas und Hüterin der Kunstreitschule Rahjas liiert.

Charakter

Dom León vereint viele Gegensätze in sich: er ist beherrscht und launisch, von lässiger, selten auch arroganter Freundlichkeit, lebenslustig, eitel, spontan veranlagt und meist mehr nach Gefühl und Gewissen denn nach reiflicher und kühler Überlegung handelnd, ein betörender und wilder Aufreißer, mal sanftmütig, gleich danach aufbrausend, spöttisch, manchmal sarkastisch, humorvoll, nachdenklich, klug – kurz: ein echter Almadaner Caballero und Lebemann. Bezeichnend sind seine angenehme und vorurteilsfreie, nie unhöfliche Art, sein ausgeprägter Sinn für das Schöne sowie seine stets eloquente, bisweilen überfreundliche Redeweise, die ihn gleichermaßen zu einem angenehmen Gesprächspartner wie zu einem schwärmenden Verführer macht. Dabei versucht Dom León, es Phex und Praios gleichzeitig recht zu machen, indem er, anstatt zu lügen, die Ein- bis Neundeutigkeit, die Halb- und die Viertellüge, benutzt. Der junge Mann legt sich ungern fest und lässt sich ungern festlegen, hält seiner Familie jedoch unverbrüchlich die Treue.

Die Göttin, welche der junge Mann am meisten verehrt, ist – wie könnte es für einen Schwerenöter und Frauenheld, wie er im Buche steht, auch anders möglich sein – Rahja, die Herrin der Liebe. Wo immer er es vermag, versucht Dom León (vermutlich auch noch unbewusst) dem Erbe seines Urahns Juan gerecht zu werden und seinen betörenden Charme spielen zu lassen. Ob er jemals einer Frau treu sein kann, ist fraglich, denn seine Liebe gehört immer noch der der lieblichen Madalena de Beiras y Lacara – und die ist tot. Während er frohgemut behauptet, er sei auf der Suche nach der Frau seines Lebens und müsse eben probieren, welche die Richtige sei (es gebe so viele schöne Frauen), ist in Wirklichkeit seine immer noch andauernde Liebe zu seiner toten Angebeteten der Grund für seine ständigen, nur kurz dauernden Amoretten. Und nicht nur seine Familie ist darauf aus, ihn endlich einmal standesgemäß zu verheiraten.

Eine sichere Methode, sich den jungen Mann gewogen zu machen, ist übrigens, ihm Rebenblattröllchen mit hausgemachtem Salinaro und dazu Yaquirtaler Madawein aus Rebenthal vorzusetzen…[[Kategorie:Puniner]