Briesacher Moor

Südöstlich des Schwarzen Sees im Junkergut Alina der Baronie Schrotenstein erstreckt sich das Briesacher Moor, eine Wildnis aus dunklen Wasserflächen, Torfinseln und verwachsenen Moorbirken. Selbst an hellen Tagen hängt oft Nebel über dem Land, der Geräusche verschluckt und Entfernungen täuschend erscheinen lässt.
Ein schmaler Pfad verbindet hier das südlich gelegene Briesach mit den Siedlungen am Ostufer des Sees. Wo der Boden zu weich wird, führt er über hölzerne Bohlenstege, die stellenweise morsch und im Morast bereits halb eingesunken sind. Wer den Weg verlässt, riskiert, in trügerischen Sumpflöchern zu enden.
Besonders nach Einbruch der Dunkelheit hat das Briesacher Moor einen üblen Ruf. Dann erscheinen zwischen Schilf und Nebelschwaden häufig Irrlichter, welche Wanderer vom Pfad locken und ins Verderben führen können. Fischer und Torfstecher berichten zudem von seltsamen Lauten, die aus dem Dunst dringen - ob Wind, Tierlaute oder etwas anderes dahintersteckt, vermag niemand mit Sicherheit zu sagen.
Trotz der Fährnisse wird das Moor regelmäßig durchquert, ist doch die Torfstecherei eine wichtige Einnahmequelle, und der Pfad hindurch die kürzeste Verbindung zwischen den umliegenden Ortschaften.