Junkergut Tyras: Unterschied zwischen den Versionen
Jan (Diskussion | Beiträge) |
Jan (Diskussion | Beiträge) |
||
| Zeile 90: | Zeile 90: | ||
In Tyras sind einige Feiertage, die im gesamten Mittelreich und Horasien begangen werden, immer noch mit (ur-)tulmidischen Einflüssen verwoben, die wohl nicht zuletzt auch der Heimat der Vascara in Thalusien entstammen. | In Tyras sind einige Feiertage, die im gesamten Mittelreich und Horasien begangen werden, immer noch mit (ur-)tulmidischen Einflüssen verwoben, die wohl nicht zuletzt auch der Heimat der Vascara in Thalusien entstammen. | ||
Den 1. Praios (Sommermond) begeht man hauptsächlich als '''Sommersonnenwende''' und mit Treuebezeugungen der Untertanen zu ihren Herrschern. Höhepunkt des Festes ist die Schlachtung eines | Den 1. Praios (Sommermond) begeht man hauptsächlich als '''Sommersonnenwende''' und mit Treuebezeugungen der Untertanen zu ihren Herrschern. Höhepunkt des Festes ist die Schlachtung eines Opferkuh auf dem ''Campo del Toro'' in Tyras, der anschließend auf einem entsprechenden Gestell über offenem Feuer gebraten und an das Volk verteilt wird. | ||
Am ersten Erdstag im Praios begeht man auch hier den '''Madatag''' oder '''Mondtag''' mit meist symbolischen Opferungen an den Mond. Besonders unter den Jugendlichen hat sich das 'Einfangen des Mondlichts' etabliert, die in allen nur erdenklichen Gefäßen das Licht Madas gefangen nehmen, was ihnen im künftigen Zwölfgötterlauf Glück und Erfolg bescheiden soll. Es gilt als ein Zeichen besonderer Wertschätzung, wenn ein:e Liebste:r dem Gegenüber ein solches Gefäß mit gefangenem Mondlicht zum Geschenk macht, was nicht selten den Auftakt für den künftigen Lebensbund bedeutet. | Am ersten Erdstag im Praios begeht man auch hier den '''Madatag''' oder '''Mondtag''' mit meist symbolischen Opferungen an den Mond. Besonders unter den Jugendlichen hat sich das 'Einfangen des Mondlichts' etabliert, die in allen nur erdenklichen Gefäßen das Licht Madas gefangen nehmen, was ihnen im künftigen Zwölfgötterlauf Glück und Erfolg bescheiden soll. Es gilt als ein Zeichen besonderer Wertschätzung, wenn ein:e Liebste:r dem Gegenüber ein solches Gefäß mit gefangenem Mondlicht zum Geschenk macht, was nicht selten den Auftakt für den künftigen Lebensbund bedeutet. | ||
| Zeile 116: | Zeile 116: | ||
Einige begehen am 30. Phex wiederum einen '''Mondtag''' und versenken sich in Abkehr von der Welt in Meditation und der Besinnung auf sich Selbst. | Einige begehen am 30. Phex wiederum einen '''Mondtag''' und versenken sich in Abkehr von der Welt in Meditation und der Besinnung auf sich Selbst. | ||
Ein weiterer, hoher Feiertag ist am 1. Peraine (Saatmond) die '''Frühlings-Tagundnachtgleiche''', auch ''Saatfest'' genannt, an dem die Felder gesegnet werden und die rituelle Weihe und Aussaat des Saatgutes stattfindet. Dach dem Göttinnendienst im Rahja-Schrein zu Tyras findet die "Fruchtbarkeits-Prozession" statt, die vom gekrönten "König der Rinder" und der rot geschmückten "Weißen Kuh" angeführt wird. | Ein weiterer, hoher Feiertag ist am 1. Peraine (Saatmond) die '''Frühlings-Tagundnachtgleiche''', auch ''Saatfest'' oder ''Asiembrata" genannt, an dem die Felder gesegnet werden und die rituelle Weihe und Aussaat des Saatgutes stattfindet. Dach dem Göttinnendienst im Rahja-Schrein zu Tyras findet die "Fruchtbarkeits-Prozession" statt, die vom gekrönten "König der Rinder" und der rot geschmückten "Weißen Kuh" angeführt wird. | ||
Seit einigen Jahren gibt es (wieder?) den Brauch der '''Amadarija''', einem nächtlichen Stierkampf, der am ersten Vollmond im Ingerimm stattfindet. Dabei beweisen junge Tyranis ihren Mut und ihre Geschicklichkeit, setzen aber auch ihr Leben aufs Spiel, denn diese Toreroquesta wird so lange ausgetragen, bis entweder der Bulle oder sein Herausforderer tot am Boden liegt. | Seit einigen Jahren gibt es (wieder?) den Brauch der '''Amadarija''', einem nächtlichen Stierkampf, der am ersten Vollmond im Ingerimm stattfindet. Dabei beweisen junge Tyranis ihren Mut und ihre Geschicklichkeit, setzen aber auch ihr Leben aufs Spiel, denn diese Toreroquesta wird so lange ausgetragen, bis entweder der Bulle oder sein Herausforderer tot am Boden liegt. | ||