Junkergut Alina: Unterschied zwischen den Versionen
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Dom [[Ordonyo di Alina]] samt seiner Tochter [[Dulcinea]] konnten fliehen. Bei Ordonyos Rückkehr ließ Domna Praiosmin den unliebsamen Mitwisser erst in ihrem Kerker und später auf dem Boronanger verschwinden. | Dom [[Ordonyo di Alina]] samt seiner Tochter [[Dulcinea]] konnten fliehen. Bei Ordonyos Rückkehr ließ Domna Praiosmin den unliebsamen Mitwisser erst in ihrem Kerker und später auf dem Boronanger verschwinden. | ||
Hernán von Aranjuez äußerte schon 1033 BF das Bedauern, bei der Zerstörung des Guthofes kein Salz in die umliegenden Äcker und Pferdeweiden gestreut zu haben, weshalb er 1035 BF nochmals zur (seit 1033 verlassenen) Stätte zurückzukehren, um das nachzuholen. [[Hernán von Aranjuez|Dom von Aranjuez]] vermeinte, von den versetzten Grenzsteinen getäuscht, sein Zerstörungswerk im Gebiet des Eigengutes der Kaiserin Rohaja von Gareth zu verrichten. Tatsächlich liegen die nun auf Jahrzehnte schwer geschädigten Landteile jedoch in der Baronie Schrotenstein und unterstehen damit Graf Brandil von Ehrenstein und den Schrotensteiner Baronen. | Hernán von Aranjuez äußerte schon 1033 BF das Bedauern, bei der Zerstörung des Guthofes kein Salz in die umliegenden Äcker und Pferdeweiden gestreut zu haben, weshalb er 1035 BF nochmals zur (seit 1033 verlassenen) Stätte zurückzukehren, um das nachzuholen. [[Hernán von Aranjuez|Dom von Aranjuez]] vermeinte, von den versetzten Grenzsteinen getäuscht, sein Zerstörungswerk im Gebiet des Eigengutes der Kaiserin Rohaja von Gareth zu verrichten. Tatsächlich liegen die nun auf Jahrzehnte schwer geschädigten Landteile jedoch in der Baronie Schrotenstein und unterstehen damit Graf Brandil von Ehrenstein und den Schrotensteiner Baronen. | ||
Die Grenzsteine wurden mittlerweile wieder berichtigt und die Lage der Grenze geklärt. | |||
===Verlassenes Junkergut und Neubelehnung=== | ===Verlassenes Junkergut und Neubelehnung=== | ||
Version vom 2. Juni 2026, 09:13 Uhr
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Das Junkergut Alina ist ein Afterlehen in der bosquirischen Baronie Schrotenstein.
Wie die umgebende Baronie ist auch das Lehen weitläufig aber karg und fährnisreich. Die ärmlichen Bewohner leben in Angst vor den in dieser niederschlagsreichen Region oft gefährlichen Unwettern und vor einfallenden Ferkinahorden aus dem Raschtulswall, der nur 20 Meilen praioswärts hinter dem wildströmenden Bosquir liegt.
Derographie
Lage
Etwas über einen halben Tagesritt von Ragath entfernt liegt das Junkergut Alina im nordöstlichen Teil der Baronie Schrotenstein. Nördlich grenzt es an die Straße von Ragath nach Selaque. Hinter seiner Ostgrenze und durch die Aliner Kuppen abgetrennt liegt das kaiserliche Eigengut Selaque, die Westgrenze verläuft teilweise entlang des Schwarzen Sees.

Landschaft
Firunwärts öffnet sich die Landschaft zum Ragatischen Kessel hin, während sie gen Praios, Richtung Raschtulswall, aus unwegsameren, bewaldeten Gebirgsausläufern besteht. Der im Rahja liegende Schwarze See und die ihm vorgelagerten berüchtigten Trauerklippen sind vom dunklen Briesacher Forst umgeben. Praioswärts davon erstreckt sich das Briesacher Moor.
Die Anbauflächen des Lehens sind für almadanische Verhältnisse karg und fährnisreich. Dies gilt besonders für den Landstrich östlich des Dorfes Alina: Dort hat maßlose Holzschlägerung, ähnlich wie auch in der Elentischen Ebene, den Boden veröden lassen. Das Gebiet des zerstörten Gutshofes Rigoroso zeigt dort auch noch Folgen der Verheerungen und das Ausbringen von Salz im Zuge der Unruhen des Ferkinafeldzuges um 1033 BF.
Örtlichkeiten
Wirtschaft
Wichtiger Wirtschaftszweig ist die Marmorverarbeitung in Alina. Die Bauern und Eigenhörigen leben weiters von Ackerbau, Holzschlägerung in den Forsten im Westen und Süden des Junkergutes, Torfstecherei im Briesacher Moor und von Fischfang auf dem Schwarzen See.
Historie
Das Junkergut blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück.
Jahre des Rosenkrieges
Im Jahr 986 BF erlangte Belisetha da Vanya den Stand einer Baronin von [[Baronie Schrotenstein|Schrotenstein] und im selben Jahr wurde der berüchtigte Radmon von Elenta zu Vogt des benachbarten Kaiserlich Selaque eingesetzt. Von Anfang an warf Seine Gnaden Radmon einen sehr begehrlichen Blick auf die Ortschaft Alina im gleichnamigen Schrotenstein'schen Junkergut.
Domna Belisetha da Vanya und ihre Baronie durchlebten zugleich unruhige Zeiten: Der sogenannte Ragather Rosenkrieges, ein Erbbfolgekrieg zwischen Familia da Vanya und Familia Harmamund schwelte schon sein 972 und führte immer wieder zu verheerenden Kriegshandlungen, auch in der Baronie Schrotenstein
Rigoroso, ein dortiger Viehzüchter und Großbauer, nutzte die prekäre Lage seiner Lehensherrin Belisetha da Vanya und verweigerte ihr sämtliche Abgaben. Als sie schließlich gegen ihn vorging wurde er zum vogelfreien Aufrührer und Wegelagerer, der sich den politischen Feinden seiner Herrin andiente, obwohl er in Wirklichkeit allein für das eigene Säckel raubte.
Die vormalige Junkersfamilie von Alina wurde im Zuge der Kampfhandlungen ausgelöscht.
996 trat aus dem Ragather Rosenkrieg die Familia von Harmamund erfolgreich hervor. Der neue Graf Ragaths, Tolak von Harmamund, erhob sodann seinen Kriegsbüttel Rigoroso zum Junker von Alina. Die Einsetzung Dom Rigoros war somit auch eine gezielte Demütigung der Rosenkriegsverlierer Familia da Vanya.
Dom Rigorosos Abmachung mit Seiner Gnaden Radmon von Elenta
Radmon von Elenta sah mit dem neuen und moralisch sehr fragwürdigen Junker von Alina seine Stunde gekommen, das lange begehrte Alina in seinen Einflußbereich zu holen.
Nach einigen geheimen Unterredungen wurde 1000 BF folgendes vereinbart: Rigoroso di Alina würde bei Nacht und Nebel die Grenzsteine zwischen Baronie Schrotenstein und Kaiserlich Selaque ausgraben und in westlicher Richtung versetzen, so dass Dorf und Junkergutshof auf vorgeblich Selaquer Seite zu liegen kamen. Im Gegenzug dürfe er mit Billigung des Vogtes von Kaiserlich Selaque das von ihm verwaltete Lehen in den Osten ausdehnen bis zum tief in Kaiserlich Selaque gelegenen Dorf Elenta - welches eigentlich Teil des Junkergut Vanyadâl der Familia da Vanya ist.
Wechsel der Herrschaftsverhältnisse 1005-1022 BF
Radmon von Elenta verstarb 1005 BF und wurde als Vogt von Kaiserlich Selaque von seiner Nichte Praiosmin von Elenta abgelöst.
Auch in der Baronie Schrotenstein gab es einen Führungswechsel: 1009-1020 herrschte an Stelle der da Vanyas der von Kaiser Hal I. eingesetzte Rakolus von Schrotenstein über die Baronie.
Weder der Schrotensteiner Baron noch die Selaquer Vogtin wussten von dem "Kuhhandel" zwischen Radmon von Elenta und Rigoroso di Alina mit den versetzten Grenzsteinen und dem ausgeweitetem Lehen. So betrachteten nun beide Seiten das Junkergut Alina als Teil ihrer Domäne. Rigoroso di Alina entschied, einen Schlingerkurs zu fahren und beiden Seiten seine Treue vorzuheucheln.
Dom Rakolus von Schrotestein entpuppte sich als borbaradtreuer Schwarzmagier, woraufhin seine ehemaligen loyalistischen Kampfgefährten ganz Schrotenstein besetzten.
1022 erlangte Lucrann da Vanya, Sohn Domna Belisethas, die Baronswürde über Schrotenstein. Im selben Jahr verstarb Junker Rigoroso di Alina, sein Nachfolger und Sohn Ordonyo di Alina verweigerte dem neuen Baron den Gefolgseid.
Ferkinafeldzug und Verwüstung 1033 BF
1033 wurde das Junkergut erneut Schauplatz schwerer Kämpfe, als im sogenannten Ferkinafeldzug Horden wilder Bergkrieger einfielen. Junker Ordonyo di Alina diente sich dabei der Selaquer Reichsvogtin Praiosmin von Elenta an, die er zwar nicht sonderlich schätzte, mit der er aber zumindest die Todfeindschaft zu Domna Rifada da Vanya teilte. Ordonyo erbot sich, das auf Selaquer Gebiet liegende Castillo da Vanya unter seine Gewalt zu bringen. Ein Vorschlag, der das Gefallen der Reichsvogtin fand.
Dom Hernán von Aranjuez war Teil eines von Graf Brandil gegen die Ferkina ausgeschickten Aufgebots. Der Aranjuez entschied dabei eigenständig (und gegen den Protest anderer Adeliger im Aufgebot), vom eigentlichen Ziel abzuweichen und einen Abstecher ins Junkergut Alina zu machten, um den Junkergutshof von Alina durch seiene Mercenarios plündern zu lassen und samt der Mühle niederzubrennen, weiters alles Vieh abzustechen und die Bäume zu fällen.
Dom Ordonyo di Alina samt seiner Tochter Dulcinea konnten fliehen. Bei Ordonyos Rückkehr ließ Domna Praiosmin den unliebsamen Mitwisser erst in ihrem Kerker und später auf dem Boronanger verschwinden.
Hernán von Aranjuez äußerte schon 1033 BF das Bedauern, bei der Zerstörung des Guthofes kein Salz in die umliegenden Äcker und Pferdeweiden gestreut zu haben, weshalb er 1035 BF nochmals zur (seit 1033 verlassenen) Stätte zurückzukehren, um das nachzuholen. Dom von Aranjuez vermeinte, von den versetzten Grenzsteinen getäuscht, sein Zerstörungswerk im Gebiet des Eigengutes der Kaiserin Rohaja von Gareth zu verrichten. Tatsächlich liegen die nun auf Jahrzehnte schwer geschädigten Landteile jedoch in der Baronie Schrotenstein und unterstehen damit Graf Brandil von Ehrenstein und den Schrotensteiner Baronen.
Die Grenzsteine wurden mittlerweile wieder berichtigt und die Lage der Grenze geklärt.
Verlassenes Junkergut und Neubelehnung
Von 1033 bis 1045 war sodann Dulcinea di Alina nominell die Junkerin von Alina. Sie ließ das Lehen jedoch vakant, während sie in Gareth untergetaucht war. Nach zwölfjähriger Vakanz fiel das Junkergut Alina gemäß herrschendem Recht an Baron Lucrann da Vanya zurück. Dulcinea di Alina hatte kurz zuvor noch Schritte zur Rückgewinnung unternommen, die jedoch versandeten.
Im Winter 1047 belehnte Lucrann da Vanya schließlich etwas überraschend mit Emilio Lampérez di Rueda einen neuen Junker von Alina, nachdem dieser einem der zwei Baronskinder und letzten Stammhalter der Familia auf Castillo da Vanya das Leben gerettet hatte.
