Chronik.Ereignis1045 Puniner Geschichten 03: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Emilio Lampérez di Rueda|Emilio]] sprach ruhig zu [[Jandara Garlischgrötz von Hellenwald|Jandara]], gegen den umgebenden Lärm der Taverne "Es gäbe etwas, was ich schon länger vorhabe, ein Gemälde an einem besonderen Ort. Daher möchte ich Euch fragen, ob ihr Euch vorstellen könntet, Modell zu stehen?"
[[Emilio Lampérez di Rueda|Emilio]] sprach ruhig zu [[Jandara Garlischgrötz von Hellenwald|Jandara]], gegen den umgebenden Lärm der Taverne "Es gäbe etwas, was ich schon länger vorhabe, ein Gemälde an einem besonderen Ort. Daher möchte ich Euch fragen, ob ihr Euch vorstellen könntet, Modell zu stehen?"
Sie lächelte, ließ den Blick noch einmal bewusst langsam über ihn gleiten. „Ihr wollt mich also malen?“ Sie stellte ihren Becher ab, lehnte sich vor und senkte die Stimme gerade so weit, dass er sie trotz des Stimmengewirrs mühelos hören konnte und grinste. „Ich bin neugierig. Es gibt unzählige Männer und einige Frauen, die sich deutlich weniger Mühe gegeben haben, um mich aus meinen Kleidern zu bekommen.“
Sie lächelte, ließ den Blick noch einmal bewusst langsam über ihn gleiten. „Ihr wollt mich also malen?“ Sie stellte ihren Becher ab, lehnte sich vor und senkte die Stimme gerade so weit, dass er sie trotz des Stimmengewirrs mühelos hören konnte und grinste. „Ich bin neugierig. Es gibt unzählige Männer und einige Frauen, die sich deutlich weniger Mühe gegeben haben, um mich aus meinen Kleidern zu bekommen.“


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"Wenn es Euch genehm ist, sollten wir am besten gleich los. Wir müssen nach Yaquirhafen. Ich muss nur kurz am Weg ins Atelier, noch meine Malsachen mitnehmen...hoffe das ist in Ordnung?" sah er sie fragend an.
"Wenn es Euch genehm ist, sollten wir am besten gleich los. Wir müssen nach Yaquirhafen. Ich muss nur kurz am Weg ins Atelier, noch meine Malsachen mitnehmen...hoffe das ist in Ordnung?" sah er sie fragend an.
Sie ergriff die Flasche ‘Strammer Muktur', die noch halbvoll vor ihr auf dem Tisch stand. “Sicher, ich hoffe jedoch der Wegwein wird reichen. Habt ihr Wein im Atelier?”
Sie ergriff die Flasche ‘Strammer Muktur', die noch halbvoll vor ihr auf dem Tisch stand. “Sicher, ich hoffe jedoch der Wegwein wird reichen. Habt ihr Wein im Atelier?” "Es ist nicht weit, liegt am Weg", widerholte er nur. Mit einem Seitenblick musterte er die Flasche.  
"Es ist nicht weit, liegt am Weg", widerholte er nur. Mit einem Seitenblick musterte er die Flasche. Enttäuschte Rufe hallten Jandara hinterher ''Domna! Belleza! verlasst uns nicht…''
 
Enttäuschte Rufe hallten Jandara hinterher ''Domna! Belleza! verlasst uns nicht…''
Jandara winkte ihnen beim Hinausgehen beschwichtigend zu. “Freunde, morgen Abend bin ich wieder hier oder in der Casa Tornillo auf irgendeinem rahjagefälligen Besäufnis.”
Jandara winkte ihnen beim Hinausgehen beschwichtigend zu. “Freunde, morgen Abend bin ich wieder hier oder in der Casa Tornillo auf irgendeinem rahjagefälligen Besäufnis.”


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„Nun gut“, sagte sie, mit diesem schelmischen Unterton, der sowohl Versprechen als auch Warnung war. „Zeigt mir diesen Palazzo.“
„Nun gut“, sagte sie, mit diesem schelmischen Unterton, der sowohl Versprechen als auch Warnung war. „Zeigt mir diesen Palazzo.“


====Nahe der Stadtmauer in [[Yaquirhafen]]====
====Nahe des Flusses in [[Yaquirhafen]]====


Kurz darauf standen die beiden im schwachen Dämmerlicht der nahenden Tages vor dem alten Prachtbau des Palacio Abadessa. Er musste schon seit etlichen Jahrzehnten unbewohnt sein, denn die Fenster des Erdgeschosses waren mit Latten vernagelt, das Eingangstor mit Ketten gesichert. Die reich verzierte Fassade zeigte Zeichen beginnenden Verfalls, und wuchernde Pflanzen hatten bereits angefangen, von dem Gemäuer Besitz zu ergreifen
Kurz darauf standen die beiden im schwachen Dämmerlicht der nahenden Tages vor dem alten Prachtbau des Palacio Abadessa. Er musste schon seit etlichen Jahrzehnten unbewohnt sein, denn die Fenster des Erdgeschosses waren mit Latten vernagelt, das Eingangstor mit Ketten gesichert. Die reich verzierte Fassade zeigte Zeichen beginnenden Verfalls, und wuchernde Pflanzen hatten bereits angefangen, von dem Gemäuer Besitz zu ergreifen
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Endlich hatten sie den Balkon erreicht. Kalte Winterluft schlug ihnen entgegen, der Schnee stob unter den Stiefeln. Mit knirschendem Geräusch verkeilte Emilio seinen Klingenbrecher zwischen den Türgriffen, um die Verfolger zumindest für einen Moment noch zurückzuhalten.  
Endlich hatten sie den Balkon erreicht. Kalte Winterluft schlug ihnen entgegen, der Schnee stob unter den Stiefeln. Mit knirschendem Geräusch verkeilte Emilio seinen Klingenbrecher zwischen den Türgriffen, um die Verfolger zumindest für einen Moment noch zurückzuhalten.  


====Über den Dächern der Stadt====
====Nahe der Stadtmauer in [[Yaquirhafen]]====


Vor ihnen lag nur das Geländer, darüber das Dach des Palazzos – schneebedeckt, steil, aber erreichbar.
Vor ihnen lag nur das Geländer, darüber das Dach des Palazzos – schneebedeckt, steil, aber erreichbar.