Chronik.Ereignis1046 Die Rochade 03: Unterschied zwischen den Versionen

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==[[Ratzingen]], Mitte Rondra [[Annalen:1046|1046]] BF==
==[[Junkergut Tyras]], Rondramond [[Annalen:1046|1046]]==
===Im [[Palacio Amaros]]===


'''Autor:''' [[Benutzer:Sindelsaum|Sindelsaum]]
'''Autor:''' [[Benutzer:Jan|Jan]]


Baron [[Nicetos von Lindholz]] hatte es sich im Empfangsraum des Palacio Amaros gemütlich gemacht. Ihm gegenüber saßen seine Tochter [[Lianna von Lindholz|Lianna]] und ihr koscherer Ehemann [[Ambros von Sindelsaum|Ambros]].
"Tee und Gebäck?", [[Rasdan di Vascara]] stand da und hatte den verständnislosen Blick eines Mannes, der sich in seinem Leben mit gänzlich anderen Sachen beschäftigte. "Weine, Brände, Pferde und gutes Vieh hätte ich ihm preisverdächtiges präsentieren können. Aber Tee und Gebäck? TEE? Sind wir denn in einem Tulamidenzelt oder einer maraskanischen Stube?"


„Du hast uns wirklich wegen Gebäck rufen lassen?“, fragte Lianna ungläubig.
"Beruhige dich doch, Bruder, es ist ja nicht das Hauptanliegen des Kanzlers, anscheinend ist sein Aufruf von hintergründiger, großer Wichtigkeit, immerhin ruft er die almadanische Nobleza zu sich. Es wird nicht nur um Kuchen gehen. Und die gute Draviana macht doch ganz passable [[avwik:Cresso|Cressos]]." [[Rashida di Vascara|Rasdans Schwester]] versuchte die Wogen zu glätten.


Nicetos nickte ernst. „Ja, aber es geht um mehr. [[Rafik von Taladur ä. H.|Kanzler Rafik]] hat zu einem großen Empfang geladen und möchte Gebäck aus ganz [[Königreich Almada|Almada]] begutachten. Vermutlich geht es jedoch auch um etwas anderes. Ich will auf jeden Fall eine gute Figur machen. Und ich bin überzeugt, dass dein Ehemann mit seiner feinen Zunge das örtliche Gebäck besser beurteilen und erklären kann als ich.“
Junker Rasdans Gesichtsausdruck allerdings verriet was er von Dravianas Cressos hielt, da schaltete sich schnell sein Perricumer Freund [[Kaseymir von Blutauge|Kaseymir]], mit seinem eigentümlichen Akzent, ein: "Sharu*, Freund, überlasst dies doch mir, ein Kund'wani** bin ich nicht, aber wie der Zufall es so will, habe ich als Kind Gebäck verschlungen und unserer Karhaya*** stets ungeduldig bereits beim Backen der süßen Hattashen zu gesehen, die könnte ich im Schlaf anrühren. Wenn ihr Draviana anweisst mir dabei zu helfen, werdet Ihr seiner Exzellenz eine exotische Backware überreichen können, Ihr könnt Euch derweil dem widmen, was Eure Schwester hinter der Gebäck-Oferta vermutet."


Ambros lachte. „Du meinst, der verfressene [[kos:Kosch|Koscher]] kennt sich am besten aus. Aber du hast recht, ich habe meine drei Favoriten mitgebracht.“
Einige Tage später durften Dom Rasdan und seine Schwester die ersten dreieckigen, süßen und mit Mohn und Pflaumenmuß gefüllten [[Hattaschen|Hattashen]] - oder Hattah-Taschen - probieren.


Er öffnete den Korb und zog ein längliches Gebäckstück hervor. „Auf Platz drei würde ich die [[Mandelzauberstange]] setzen. Wie du weißt, kommt sie aus [[Perain]], ist aber auch in anderen Regionen sehr beliebt. Eine Blätterteigstange, gefüllt mit Mandelblättchen und mit Zucker bestreut. Eine wahre Gaumenfreude.“
---


Nicetos nickte nachdenklich. „Ja, die Mandelzauberstange ist gut, aber könnte sie für den feinen Gaumen des Kanzlers nicht etwas zu ordinär sein?“
(*)nebachotisch für Junker
(**)nebachotisch für Zuckerbäcker
(***)nebachotisch für Köchin/Küchenhilfe


Ambros holte das nächste Stück aus dem Korb. „Der [[Ratzinger Karamellknusper]] wäre vielleicht passender. Wieder Blätterteig, aber mit sehr viel gesalzener Butter und Zucker. Beim Backen durchdringen diese Zutaten die Teigschichten und sorgen für eine zart schmelzende Textur. Der Zucker und die Butter, die sich am Boden sammeln, karamellisieren und bilden eine wunderbare Kruste.“
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==In der [[Caldaia]], Rondramond [[Annalen:1046|1046]] BF==


Nicetos dachte kurz nach. Der Ratzinger Karamellknusper weckte viele schöne Kindheitserinnerungen, doch war er sich nicht sicher, ob er beim Kanzler den gewünschten Eindruck hinterlassen würde.
'''Autor:''' [[Benutzer:Jan|Jan]]


Ambros zog schließlich das letzte Gebäckstück aus dem Korb. „Mein persönlicher Favorit ist aber das [[Cremella]]. Zylindrisch aus Blätterteig geformt, mit einer wunderbaren Dessertcreme gefüllt, wird es dann kurz in kochendes Öl getunkt, wodurch der Teig wunderbar knusprig wird und karamellisiert. Das Ganze wird noch mit Zucker bestäubt, und fertig ist das perfekte Gebäck.“
''Bei einem kleinen Treffen von Caldaisten, bei dem nur wenige anwesend sind''


Nicetos‘ Augen weiteten sich, und ihm lief das Wasser im Mund zusammen. „Du hast vollkommen recht, Ambros. Bei einem Cremella kann man selbst in [[Punin]] nicht nein sagen.“
"Der Listige und die Allweise sind unserer Sache hold, meine caldaistischen Schwestern und Brüder, erst jüngst, war es einem der unsrigen vergönnt, ein wahres, eine echtes und beinahe vergessenes Prunkstück caldaischer Tischkultur wiederzuentdecken in den hinterletzten Dörfern Jurios', wo das Land, die Leute und die Necessitates noch so sind wie unter den letzten Landgrafen unserer noblen Caldaia."


Lianna, Nicetos und Ambros ließen sich daraufhin die mitgebrachten Leckereien schmecken. Doch während sie genüsslich das Gebäck verspeisten, rätselten sie alle, was der Kanzler wirklich vorhatte. Denn dass es bei diesem Empfang nur um kulinarische Genüsse ging, daran glaubte keiner von ihnen.
Die wenigen Anwesenden nickten bedächtig, mind. einer war nicht gänzlich überzeugt.
 
"Echte caldaische [[Calxu-Rolle|Calxu-Rollen]], meine treuen caldaïschen Geschwister." Ein solches Exemplar wurde rumgereicht, wieder bedächtiges Nicken, die fritierte, mit Zucker bestreute Teigtasche mit Crema Caldaia gefüllt beeindruckte auch den letzten. Ein "Vivat Caldaia!" wurde inbrünstig ausgerufen, damit war es beschlossen. Außerdem würde man geschlossen mit einer caldaisch-caldaistischen Fraccio vor den Kanzler ziehen um ihn zu beeindrucken und ihrer Nachdruck zu verleihen. Vielleicht konnte man dafür gar eines bis zwei garetischen echten "Glaubensgeschwister" dafür gewinnen.
 
==[[Taladur]], Rondramond [[Annalen:1046|1046]]==
===Im Streitturm der [[Familia Xetarro]]===
 
'''Autor:''' [[Benutzer:Jan|Jan]]
 
"Natürlich gilt dieses Schreiben nicht uns, es trifft sich die Nobleza, da sind wir nicht erwünscht und wollen dort auch nicht sein. Wir haben unsere Pfründe hier, hier liegt die Zukunft. Gebäck sendet ihm dennoch, irgendetwas trockenes mit Blütennote. Dazu ein prächtiges Gewand, gefertigt aus den besten Stoffen unser vorletzten blauen Colleccion, als kleiner und kostspieliger Gruß aus der Stadt der Türme. Daran soll er sich laben, lasst es aber etwas weiter machen, nach dem vielen Gebäck wird dies wohl nötig sein."





Aktuelle Version vom 19. Juli 2025, 23:44 Uhr

Junkergut Tyras, Rondramond 1046

Autor: Jan

"Tee und Gebäck?", Rasdan di Vascara stand da und hatte den verständnislosen Blick eines Mannes, der sich in seinem Leben mit gänzlich anderen Sachen beschäftigte. "Weine, Brände, Pferde und gutes Vieh hätte ich ihm preisverdächtiges präsentieren können. Aber Tee und Gebäck? TEE? Sind wir denn in einem Tulamidenzelt oder einer maraskanischen Stube?"

"Beruhige dich doch, Bruder, es ist ja nicht das Hauptanliegen des Kanzlers, anscheinend ist sein Aufruf von hintergründiger, großer Wichtigkeit, immerhin ruft er die almadanische Nobleza zu sich. Es wird nicht nur um Kuchen gehen. Und die gute Draviana macht doch ganz passable Cressos." Rasdans Schwester versuchte die Wogen zu glätten.

Junker Rasdans Gesichtsausdruck allerdings verriet was er von Dravianas Cressos hielt, da schaltete sich schnell sein Perricumer Freund Kaseymir, mit seinem eigentümlichen Akzent, ein: "Sharu*, Freund, überlasst dies doch mir, ein Kund'wani** bin ich nicht, aber wie der Zufall es so will, habe ich als Kind Gebäck verschlungen und unserer Karhaya*** stets ungeduldig bereits beim Backen der süßen Hattashen zu gesehen, die könnte ich im Schlaf anrühren. Wenn ihr Draviana anweisst mir dabei zu helfen, werdet Ihr seiner Exzellenz eine exotische Backware überreichen können, Ihr könnt Euch derweil dem widmen, was Eure Schwester hinter der Gebäck-Oferta vermutet."

Einige Tage später durften Dom Rasdan und seine Schwester die ersten dreieckigen, süßen und mit Mohn und Pflaumenmuß gefüllten Hattashen - oder Hattah-Taschen - probieren.

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(*)nebachotisch für Junker (**)nebachotisch für Zuckerbäcker (***)nebachotisch für Köchin/Küchenhilfe


In der Caldaia, Rondramond 1046 BF

Autor: Jan

Bei einem kleinen Treffen von Caldaisten, bei dem nur wenige anwesend sind

"Der Listige und die Allweise sind unserer Sache hold, meine caldaistischen Schwestern und Brüder, erst jüngst, war es einem der unsrigen vergönnt, ein wahres, eine echtes und beinahe vergessenes Prunkstück caldaischer Tischkultur wiederzuentdecken in den hinterletzten Dörfern Jurios', wo das Land, die Leute und die Necessitates noch so sind wie unter den letzten Landgrafen unserer noblen Caldaia."

Die wenigen Anwesenden nickten bedächtig, mind. einer war nicht gänzlich überzeugt.

"Echte caldaische Calxu-Rollen, meine treuen caldaïschen Geschwister." Ein solches Exemplar wurde rumgereicht, wieder bedächtiges Nicken, die fritierte, mit Zucker bestreute Teigtasche mit Crema Caldaia gefüllt beeindruckte auch den letzten. Ein "Vivat Caldaia!" wurde inbrünstig ausgerufen, damit war es beschlossen. Außerdem würde man geschlossen mit einer caldaisch-caldaistischen Fraccio vor den Kanzler ziehen um ihn zu beeindrucken und ihrer Nachdruck zu verleihen. Vielleicht konnte man dafür gar eines bis zwei garetischen echten "Glaubensgeschwister" dafür gewinnen.

Taladur, Rondramond 1046

Im Streitturm der Familia Xetarro

Autor: Jan

"Natürlich gilt dieses Schreiben nicht uns, es trifft sich die Nobleza, da sind wir nicht erwünscht und wollen dort auch nicht sein. Wir haben unsere Pfründe hier, hier liegt die Zukunft. Gebäck sendet ihm dennoch, irgendetwas trockenes mit Blütennote. Dazu ein prächtiges Gewand, gefertigt aus den besten Stoffen unser vorletzten blauen Colleccion, als kleiner und kostspieliger Gruß aus der Stadt der Türme. Daran soll er sich laben, lasst es aber etwas weiter machen, nach dem vielen Gebäck wird dies wohl nötig sein."