Chronik.Ereignis1036 Besuch im Vanyadâl 23: Unterschied zwischen den Versionen
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==[[Königlich Kornhammer]], 5. Tsa 1036 BF== | ==[[Königlich Kornhammer]], 5. und 6. Tsa 1036 BF== | ||
===[[Burg Scheffelstein]] | ===nahe [[Aventis]] und auf [[Burg Scheffelstein]]=== | ||
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"Die Zwölfe zum Gruße!" hielt sie Rifada mit ausgestreckter Hand auf. "Ist das hier der Weg zum Castillo Scheffelstein?" | "Die Zwölfe zum Gruße!" hielt sie Rifada mit ausgestreckter Hand auf. "Ist das hier der Weg zum Castillo Scheffelstein?" | ||
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'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]] | |||
Die Reiter hatten Rifada den Weg gewiesen, ihr aber zugleich deutlich gemacht, dass es trotz der nahe scheinenden Berge noch ein guter Tagesritt bis zum Ort [[Kornhammer (Ort)|Kornhammer]] war, zumal bei den Witterungsverhältnissen und der hereinbrechenden Dunkelheit. | |||
Rifada war zunächst weitergeritten – die Angelegenheit duldete keinen Aufschub! –, doch schließlich war der Karrenweg in der Dunkelheit kaum noch auszumachen gewesen, und in den Schneeverwehungen war sie kaum noch voran gekommen. | |||
Die Nacht hatte sie in einem absonderlichen kleinen [[Aventis|Ort]] verbracht, auf einem Hof, der von einer resoluten Vierzigjährigen und einem Greis bewohnt wurde, die ihr Heim stolz ''Gasthaus'' nannten und ihm sogar einen Namen gegeben hatten: "Wandervogel". Immerhin, eines hatte man den beiden lassen müssen: Das Mahl, das sie Rifada aufgetischt hatten, hätte vielleicht sogar ihren verfressenen Vetter zufrieden gestellt. | |||
Früh war Rifada wieder aufgebrochen und hatte mittags die Garnison [[Tolaks Turm]] passiert und noch vor dem Dunkelwerden den Ort Kornhammer erreicht, dem man noch immer die Verwüstungen ansah, welche die Bergwilden vor drei Jahren verursacht hatten. | |||
Jetzt stand Rifada im Rittersaal des Palacios der [[Burg Scheffelstein]] unter dem Porträt der lang verstorbenen Gemahlin des greisen Vogtes, der anderen Großmutter von Rifadas Nichte [[Richeza Aldonaza von Scheffelstein]], und wartete auf das Erscheinen des alten Hesindian. | |||
Endlich öffnete sich die Tür des Saales, und [[Hesindian von Kornhammer-Scheffelstein]] trat ein, groß und noch immer aufrecht, aber seit Jahren schon auf einen Stock gestützt. Haar und Rohalsbart des Alten waren weiß, die Wangen eingefallen, das hoch geschlossene blaue Wams ein wenig zu weit über dem schwindenden Körper, aber der Blick der blauen Augen war klar und wach und die dünne Haut des Greises schimmerte rosig. Von den schweren Krankheiten, die ihn vor – wann? zehn? – Jahren heimgesucht hatten, war Dom Hesindian nichts anzumerken. | |||
Lächelnd schritt Hesindian auf seine Besucherin zu, klemmte den Stock kurz unter dem Arm ein, um der Frau beide Hände auf deren muskelbepackte Schultern zu legen und ihr links und rechts einen Kuss auf die Wangen zu drücken. | |||
"Meine liebe Rifada, wie lange ist es her, seit ich Euch hier willkommen heißen durfte?" | |||