Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 33: Unterschied zwischen den Versionen
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Sie wandte sich Moritatio zu. "Hol welche von den Tüchern oder Leinen aus der Waschküche, und dann fesselt sie." Sie nickte verächtlich in Richtung der Elenterin. | Sie wandte sich Moritatio zu. "Hol welche von den Tüchern oder Leinen aus der Waschküche, und dann fesselt sie." Sie nickte verächtlich in Richtung der Elenterin. | ||
Plötzlich fiel ihr etwas ein und ihr Gesicht verdüsterte sich noch weiter, als sie sich wieder zu dem Streitzig umdrehte. "Wo ist Praiodor? Habt Ihr ihn etwa hierher gebracht? Ihr habt versprochen, ihn in Sicherheit zu bringen! Wo ist der Junge?" | Plötzlich fiel ihr etwas ein und ihr Gesicht verdüsterte sich noch weiter, als sie sich wieder zu dem Streitzig umdrehte. "Wo ist Praiodor? Habt Ihr ihn etwa hierher gebracht? Ihr habt versprochen, ihn in Sicherheit zu bringen! Wo ist der Junge?" | ||
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Er winkte noch einen Burschen hinzu. "Geh dem jungen Herrn da Vanya zur Hand, wenn er diese Dame hier einsperrt." | Er winkte noch einen Burschen hinzu. "Geh dem jungen Herrn da Vanya zur Hand, wenn er diese Dame hier einsperrt." | ||
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Noch immer drang das Geräusch des Regens von oben herunter, leiser inzwischen. Menschen riefen auf dem Hof durcheinander. Richeza vermochte keinen klaren Gedanken zu fassen. Sie wusste nicht, ob sie nun sicher war oder nicht, ob das Kämpfen ein Ende hatte oder weiterginge. Sie war unfähig, eine Entscheidung zu treffen, und so lehnte sie wortlos an der kalten Mauer der Kammer, hielt sich an dem Säbel fest wie eine Ertrinkende an einem brüchigen Ast und starrte den Streitzig an, stumpf, aus blutunterlaufenen Augen. | Noch immer drang das Geräusch des Regens von oben herunter, leiser inzwischen. Menschen riefen auf dem Hof durcheinander. Richeza vermochte keinen klaren Gedanken zu fassen. Sie wusste nicht, ob sie nun sicher war oder nicht, ob das Kämpfen ein Ende hatte oder weiterginge. Sie war unfähig, eine Entscheidung zu treffen, und so lehnte sie wortlos an der kalten Mauer der Kammer, hielt sich an dem Säbel fest wie eine Ertrinkende an einem brüchigen Ast und starrte den Streitzig an, stumpf, aus blutunterlaufenen Augen. | ||
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'Bei allen Höllen, hast du keine andere Sorgen, Richeza?', fragte sie sich und senkte verdrossen den Blick. | 'Bei allen Höllen, hast du keine andere Sorgen, Richeza?', fragte sie sich und senkte verdrossen den Blick. | ||
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'''Autor:''' [[Benutzer:Ancuiras|Ancuiras]] | |||
Gendahar betrachtete die zerzauste kleine Gestalt vor ihm, die einmal Richeza von Scheffelstein gewesen sein musste. Irgendwie sah sie selbst in diesem Aufzug noch... anziehender aus. Schutzbedürftiger. Jedenfalls interessanter als die ganzen herausgeputzten Domnatellas bei Hofe. | |||
Er riss sich aus seinen Gedanken. Er sollte sich diesen Unsinn aus dem Kopf schlagen. Sie bedurfte keines Schutzes, verlangte erst recht nicht danach. Und wenn sie sich gefreut hatte, ihn wiederzusehen, hatte sie es wohl verborgen. Das Einzige, was sie beide verband, war der kleine Praiodor, und den hatte er in ihren Augen allein gelassen. | |||
Er blickte in die Runde. "Es wird Zeit, der Besatzung klarzumachen, dass diese Frau hier nichts mehr zu sagen hat. Moritatio, du bist jetzt in der Tat der Befehlshaber der Burg. Die Gardisten loszuwerden wird indes nicht so einfach sein", ergänzte er in Richezas Richtung. "Nicht, solange dort draußen noch die Oger wüten. Aber wollen wir doch mal sehen, ob wir die Männer und Frauen nicht unter unseren Befehl stellen können." | |||
Er hieß ihre beiden Begleiter aus dem Dorf, die Kommandantin nicht nur zu fesseln, sondern auch zu knebeln. Dann marschierte er geradewegs auf den Burghof und bedeutete seine Leuten, die Kommandantin hinter ihm herzuführen. Im Hof angekommen erkannte er, dass die Löscharbeiten fast abgeschlossen waren. Er blickte an sich herab: In eine Rüstung gekleidet hatte er eigentlich immer eine hinreichend beeindruckende Erscheinung abgegeben. Er wartete noch einen Augenblick, bis ihm die Aufmerksamkeit der meisten Burgwachen sicher war, bevor er sich auf die Mitte des Burghofs stellte und mit lauter, über den ganzen Hof schallender Stimme auszurufen begann. | |||
"Höret! Ich, Gendahar von Streitzig, Vogt von Gräflich Thangolforst und Ritter seiner Kaiserlichen Majestät, Hal Secundo von Gareth und Almada, gebe Folgendes kund: Im Namen Ihrer Kaiserlichen Majestät und Seiner Hochwohlgeboren, Graf Brandil von Ehrenstein und Streitzig zu Ragath erkläre ich, dass jene Person hier", er zeigte auf Yegua von Elenta, "nicht mehr befugt ist, das Kommando über dieses Castillo zu führen. Sie wird nach Punin verbracht und muss dort sich dort für ihr eigenmächtiges Handeln verantworten und mit ihr jede Person, die von nun an für ihre Sache streitet und ihren Befehlen Folge leistet. Wer aber bislang ihr aus Unwissenheit Gefolgschaft leistet, soll pardonniert werden, so er oder sie fortan wieder dem Kaiserhaus Gefolgschaft leistet. Das Kommando über das Castillo iegt von nun an wieder in den Händen des Hauses da Vanya. In Abwesenheit der Junkerin hat ihr Sohn Moritatio die Befehlsgewalt." Er hoffte, dass Moritatio ihm gefolgt war, wandte sich aber nicht nach ihm um. Er streckte das Schwert in die Höhe. "Nur gemeinsam können wir der Gefahr durch Oger und Ferkinas wiederstehen. Vivat Almada, Vivat Hal Secundo! VIVAT!" | |||