Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 24: Unterschied zwischen den Versionen

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Aureolus zuckte hilflos mit den Schultern, dann setzte er ein Lächeln auf. "Nein, hoher Herr, ich habe eine bessere Idee: Ihr reitet zurück und behauptet einfach, die Comtessa sei zu dem Stelldichein nicht erschienen und rechnet selbst mit der Harmamund ab, und ich sehe zu, was ich für Euch bei den Gräflichen herausfinden kann. Seht meine Kleider, diesen alten Bauernumhang, sie kennen mich nicht und werden keinen Verdacht schöpfen, da sie mich nie mit Euch gesehen haben. Ich gebe mich einfach als einfacher Wanderer aus, der sich verlaufen hat." Aureolus nickte eifrig.
Aureolus zuckte hilflos mit den Schultern, dann setzte er ein Lächeln auf. "Nein, hoher Herr, ich habe eine bessere Idee: Ihr reitet zurück und behauptet einfach, die Comtessa sei zu dem Stelldichein nicht erschienen und rechnet selbst mit der Harmamund ab, und ich sehe zu, was ich für Euch bei den Gräflichen herausfinden kann. Seht meine Kleider, diesen alten Bauernumhang, sie kennen mich nicht und werden keinen Verdacht schöpfen, da sie mich nie mit Euch gesehen haben. Ich gebe mich einfach als einfacher Wanderer aus, der sich verlaufen hat." Aureolus nickte eifrig.


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'''Autor:''' [[Benutzer:von Scheffelstein|von Scheffelstein]]
Azzato bedachte Aureolus mit einem kritischen Blick, dann nickte er ebenfalls. Offensichtlich hatte Aureolus seine militärische Unfähigkeit glaubwürdig genug dargestellt und der Caballero wollte kein Risiko eingehen.
Der junge Zauberer ließ ein paar weitere Ermahnungen über sich ergehen und wartete, bis Azzato sich verabschiedet hatte und im Dunkel der heraufziehenden Nacht verschwunden war, ehe er sich selbst auf sein Pferd schwang und es in gemächlichem Schritttempo näher an das Dorf Carano heranführte.
Selbstverständlich hatte er nicht vor, die Gräflichen für den Caballero auszuhorchen. Selbst wenn er Bauernkleider trug, war es doch viel zu riskant, der schönen Romina unter diesen Umständen unter die Augen zu treten. Außerdem war ihm gleichgültig, welche Motive Morena von Harmamund gehabt haben mochte, um für Azzato von San Owilmar die Kupplerin zu spielen. Schlimm genug, dass sie es getan hatte! Oder war an seiner Lügengeschichte mehr dran, als er und Azzato vermuteten?
Es schien allerdings, als wäre zumindest das Lager der Gräflichen nirgendwo in der Nähe des Dorfes. Nach einiger Zeit jedoch entdeckte Aureolus tatsächlich drei Linden, die im Schatten einer großen Scheune eng beieinander standen. Ein Hofhund schlug an, als er sich den Bäumen näherte, aber er war zu weit weg, als dass Aureolus sich Sorgen machte.
Tatsächlich: Dort zwischen den Linden waren Reste einer größeren Feuerstelle, und der Unrat, der im trockenen Gras herumlag – Essensreste, rostige Klingen, schmutzige Leintücher, Tonscherben und ein Hufnagel – deutete darauf hin, dass hier eine größere Gruppe gelagert hatte. Aureolus stieg ab und prüfte die Feuerstelle. Die Glut war erloschen, aber in den tieferen Schichten war die Asche noch warm. Es konnte höchstens ein paar Stunden her sein, seit die Reiter aufgebrochen waren.
Aureolus blickte sich um, konnte aber keine Menschenseele entdecken. "Romina!", rief er halblaut in die Dunkelheit. Keine Antwort. Selbst der Hund war verstummt.
Aureolus stieg wieder auf und ritt weiter. Er musste es spätestens bis zum Morgengrauen in die Nähe des Castillos schaffen. Erst in den Gemächern seines Vaters würde er rasten können. Und, bei allen Niederhöllen: Er brauchte dringend Schlaf!