Chronik.Ereignis1033 Feldzug Ferkinalager 10: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 108: | Zeile 108: | ||
---- | ---- | ||
'''Autor''': [[Benutzer:Romina Alba|Romina Alba]] | |||
Es tat so gut, das kalte Wasser auf den wunden Füßen. Die Ferkina kam ihr nach, besah sich die Füße, erzählte wieder etwas und begann am Wasserlauf Blätter zu zupfen. Romina seufzte, ließ es aber müde zu, dass die Frau ihre Füße mit zerriebenen Blättern und Lehm umwickelte, wärend sie ihr alles Mögliche in dieser eigenartigen Sprache erzählte. Immer mal wieder sah sie sich um - warum, bei Hesinde!, verstand diese Eingeborenen nicht, dass es sinnlos war, so viel zu reden? Besonders wenn man sich versteckt halten wollte. Wie so oft, versuchte sie mit dem Finger zu deuten, sie solle leiser oder gar nicht reden, wie so oft half es erst einmal und die Frau verband sie wortlos weiter. | |||
Dann hörte sie es krachen, und ein Licht flackerte in der Spalte auf. Verdammt, Richeza hatte doch wirklich Feuer gemacht. Wie war das mit: Ferkinas sind in der Nähe und wir dürfen nicht auffallen? Dass ein Feuer weit zu sehen und noch weiter zu riechen war, wusste selbst sie. | |||
Sie fluchte deftig, zog die Beine an und wollte aufstehen. Die Ferkina protestierte und drückte sie zurück. Sie begann zu schimpfen, zog wieder einen ihrer Füße an sich und machte sich daran, den bröckelten Lehm neu zu benässen. Romina ließ sich zurücksinken, tastete kurz nach dem Heft des Schwertes und beschloss, allen Zwölfen zu opfern, wenn sie aus dieser Sache unbeschadet herauskäme. | |||
Eine schöne goldene Sonne für Praios, eine Queste für Rondra, eine Pilgerfahrt ans Meer für Effert, eine gute Heirat für Travia, aber eigendlich wollte sie momentan nichts vom Heiraten wissen. Was dann für Travia ...? Vielleicht könnte sie Schirmherrin einer der Suppenküchen in Ragath oder Punin werden. Nein, nicht Punin... Ragath wäre besser. Boron? Sie würde fünf Tage schweigen. Das würde ihr besonders, nachdem sie die Ferkina kennengerlernt hatte, nicht schwer fallen. Hesinde? Sie würde der Ferkina Garethi beibringen und selbst deren Sprache lernen. Firun? Eine gute Jagd organisieren, oh ja, wäre das schön: sauber, gut angezogen, auf ihrem Orgullo reitend ... Ja, sie würde Firun eine Jagd schenken und es genießen. Tsa? Sie schluckte kurz und musste über sich selbst schmunzeln: keine Heirat, keine Kinder. Tsa würde sich mit einem Schauspiel begnügen müssen, an irgendeinem kleinen Schauspielhaus, das keiner kannte, sie würde es fördern. Für die Jüngste. Phex? | |||
Ein leises Stöhnen kam über ihre Lippen, sofort begann die Ferkina entschuldigend zu plappern. Phex. Sie achtete nicht weiter darauf, sondern hielt einfach nur still. Phex ... Ihr fiel nichts anderes ein, als eine Spende. Handel lag ihr nicht und - sie würde garantiert nichts stehlen. Aber vielleicht nochmal darüber nachdenken. Denn gerade sein Wohlwollen wäre hier vonnöten. Bitte, Phex, edler Fuchs der Nacht, verbirg uns vor den Ungläubigen, lass sie uns nicht sehen und nicht hören! | |||
Sie kam hoch und drückte der Ferkina wiedermal energisch den Finger auf den Mund. Die Frau verstummte verlegen und sah sie mit großen Augen an. Romina lächelte beruhigend und strich ihr leicht über die Wange. Sie hatte viel riskiert und war jetzt von ihr abhängig. Sie würde sich um sie kümmern. Wo war sie stehengeblieben ... achja, Phex. Sie schnaufte durch. ''Verzeih, Nachtschatten, ich denke an dich und ehre dich, ich werde wissen, was ich für dich tun muss, wenn es soweit ist!'' | |||
Peraine? Sie lächelte. Das war leicht, sie würde einem kleinen Perainetempel auf dem Land einen Apfelhain schenken, ja, einem Tempel hier in der Gegend. Ingrimm. Oh je ... Feuer und Stahl, Waffen ... Das lief wieder auf eine Spende hinaus oder vielleicht auf eine weitere Queste. Vielleicht in der Waldwacht. Und ... Rahja ... Sie schluckte, schon so lange wollte sie mal einen der Tempel besuchen. Hatte es nie getan. ''Rahja, schöne Göttin'' - sie wollte gar nicht daran denken, was ihr beinah widerfahren wäre. Rahja war bei ihr gewesen, der dreckige Ferkina hatte immer wieder fluchend von ihr ablassen müssen. Rahja - was könnte sie ihr dafür geben? | |||
Plötzlich stand Richeza neben ihnen, ging auf die Knie und wusch sich energisch, ja verzweifelt wirkend das Gesicht. Sagte etwas leise vor sich hin, wärend sie ins Wasser starrte. Die Ferkina war, wie so oft in Richezas Nähe, sehr still. Sie schien die Edle zu fürchten. | |||
Romina legte ihre Hand auf die Schulter von Richeza. | |||
"Es wäre gut, wenn Ihr heute als Erste schlafen würdet, ich bin hier eh noch zur Heilung verdonnert worden und werde aufpassen. Ich wecke Euch zur Hälfte der Nacht." Sie sprach leise, noch immer schien es ihr ungewohnt und nicht richtig, laut zu sprechen. | |||
{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Ferkinalager 09|Teil 09]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 10|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Ferkinalager 11|Teil 11]]}} | {{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Ferkinalager 09|Teil 09]]|Chronik:Jahr=Chronik:1033|Ereignisname=Der Ferkina-Feldzug|Teil=Teil 10|Weiter=[[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Ferkinalager 11|Teil 11]]}} | ||
[[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]] | [[Kategorie:Chronik.Ereignis1033]] | ||