Chronik.Ereignis1033 LSV 47: Unterschied zwischen den Versionen

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==[[Ragath]], 14. Rondra 1033 BF==
==[[Ragath]], 14. Rondra 1033 BF==
===Im Rittersaal des [[Castillo Ragath]]===
===Im Rittersaal des [[Castillo Ragath]]===
'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|Von Scheffelstein]]
'''Autor:''' Andreas
 
 
 
[[Richeza Aldonaza von Scheffelstein|Domna Richeza]] seufzte und zuckte mit den Schultern. "Natürlich beansprucht der Kaiser das ganze Mittelreich für sich, [[Ansvin Ferbras von Al'Muktur|Dom Ansvin]]. Und wir Almadaner haben uns hinter den Kaiser gestellt, da wir diesen seinen Anspruch anerkennen. Zumindest war dies bislang der Fall." Finster blickte sie in die Runde, und einen Moment verweilte ihr Blick auf [[Boraccio D'Altea|Dom Boraccio]]. "Aber in den Augen unserer Feinde steht Almada quasi allein da - losgelöst vom Mittelreich. Denn unsere Feinde sehen Seine Kaiserliche Majestät nicht als rechtmäßigen Herrscher des Mittelreiches, sondern als Abtrünnigen in der einzigen ihm treu folgenden Provinz Almada."
 
Sie hob die Hände, als sie fortfuhr. "Almada. Mit mehr als dem, was unser Land uns bietet, können wir den Anspruch des Kaisers auf den Thron des Mittelreiches de facto nicht verteidigen. Das ist nicht viel im Angesicht derer, die Gareth folgen, ja, wenig sogar, wenn Gareth sich mit den Feinden im Süden und den geifernden Nachbarn im Westen verbündet. Sicher ist: Was auch immer wir tun, ob wir wieder einmal unser Blut für jene geben, die sich gegen die düsteren Horden zu erwehren haben, oder ob wir Gareth die Stirn bieten oder mit der Kaiserin zu verhandeln versuchen - wir müssen es einig tun."
 
Ihr Blick wanderte erneut über die Gesichter der Magnaten. "Geschlossenheit ist das einzige, was wir zu bieten haben.'Auch vielen gewachsen', heißt es stolz in unserem könglichen Wappen. Nun wird sich zeigen, ob sich der Wahlspruch bewahrheiten mag. Doch nur, wenn wir geschlossen auftreten, bereit, füreinander einzustehen und alten Zwist zu vergessen, mag uns Erfolg beschieden sein. Wenn wir in diesen Stunden nicht einig sind, dann werden wir Schaden nehmen, was wir auch entscheiden."   
 


"Oh ja!", stimmte Trutz zu. "Das mit der Unabhängigkeit wundert mich wirklich!
Ich hatte immer den Eindruck, der Kaiser stände für das ganze Mittelreich -
er hätte den Anspruch erhoben mehr zu sein, als der Herr eines unabhängigen
Almada. Es gibt doch sicher einen gewissen Unterschied zwischen Seiner
Majestät - und seiner Tante Invher, die vor dem Herzog der Nordmarken so
tut, als ginge es ihr um das Reich - um dann klammheimlich nach dem ersten
Erfolg im Feld die Unabhängigkeit auszurufen. Sollten wir auf die gleiche Finte
hereingefallen sein wie die Albernier?" Er lachte. "Ausgerechnet der Adel
Almadas? Will jemand behaupten, er wäre so leichtgläubig gewesen? Wenn
es aber so ist, dass dies auch das Mittelreich ist, frage ich: 'Sollten wir nicht
für einen kleinen Moment über Almada hinausblicken und uns fragen, was
gut für das Mittelreich ist?' Und da kommen wir zurück: Haffax ist ein
gemeinsames Problem. Wo wären wir vor elf Jahren gewesen, wenn nicht
selbst die Horasier alten Streit über Bord geworfen und gemeinsam mit
dem Reich an der Trollpforte gestanden hätten? Wie sagt man so schön:
'Vernünftige Menschen haben immer viel gemeinsam.'"
Er winkte ab.
"Nur so ein Gedanke!"


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