Dulcinea di Alina: Unterschied zwischen den Versionen

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==Curriculum Vitae==
==Curriculum Vitae==
Dulcineas Vater war Junker [[Ordonyo di Alina]]. Ihre Mutter Ilanora war eine Freie aus dem Bergdorf Grezzano.  
Dulcineas Vater war Junker [[Ordonyo di Alina]]. Ihre Mutter Ilanora war eine Freie aus dem Bergdorf Grezzano.


Dulcineas größtes 'Talent' ihrer Jugendjahre war, sich selbst ein schönes Leben zu machen (und dabei das ihrer Mitmenschen zu erschweren). Sie hatte kein Interesse daran, ihren Status als verwöhntes Einzelkind jemals aufzugeben - es sei denn, um eines Tages selbst Herrin über die Junkerschaft Alina zu werden, so lange dies nicht mit allzu vielen Mühen verbunden war.  
Dulcineas größtes "Talent" während ihrer Jugendjahre war es, sich selbst ein schönes Leben zu machen – und dabei das ihrer Mitmenschen zu erschweren. Sie hatte keinerlei Interesse daran, ihren Status als verwöhntes Einzelkind jemals aufzugeben, es sei denn, um eines Tages selbst Herrin über die [[Junkergut Alina|Junkerschaft Alina]] zu werden. Allzu viele Mühen durfte dieses Vorhaben allerdings nicht mit sich bringen.


Was den Umgang mit Untergebenen im Allgemeinen und mit den Aliner Leibeigenen im Speziellen anbelangt, so hielt sie sich treu an die Maxime und das Weltbild ihres Vaters, der die Menschheit in 'Familia' und in 'Dreck' unterteilt. Erstere Gruppe war naturgemäß sehr klein, die zweite dafür umso größer, und wann immer Dom Ordonyo unterwegs war (was recht häufig vorkam), führte Domnatella Dulcinea auf dem familieneigenen Landgut Rigoroso und im Dorfe [[Alina]] ein strenges Regiment. Niemand blieb dann von ihren Befehlen und Arbeitsaufträgen verschont, die sie selbst am liebsten mit einem Weinschlauch in der Hand und hochgelegten Füßen von einem bequemen Sessel aus überwachte.  
Was den Umgang mit Untergebenen im Allgemeinen und mit den Aliner Leibeigenen im Speziellen anbelangte, hielt sie sich treu an die Maxime ihres Vaters, der die Menschheit in "Familia" und "Dreck" unterteilte. Erstere Gruppe war naturgemäß sehr klein, die zweite dafür umso größer. Wann immer Dom Ordonyo unterwegs war, was recht häufig vorkam, führte Domnatella Dulcinea auf dem familieneigenen [[Gut Rigoroso|Landgut Rigoroso]]  und im [[Alina (Ort)|Dorfe Alina]] ein strenges Regiment. Niemand blieb von ihren Befehlen und Arbeitsaufträgen verschont, die sie selbst am liebsten mit einem Weinschlauch in der Hand und hochgelegten Füßen von einem bequemen Sessel aus überwachte.


Im Hochsommer [[Annalen:1033|1033]] BF wurde Dulcinea plötzlich und unerwartet auf eine harte Probe gestellt, als Feinde ihres Vaters mit einem Landsknechtsheer vor Alina auftauchten, während sich Junker Ordonyo noch auf der Rückreise vom [[Castillo da Vanya]] befand. Hernan von Aranjuez ließ den Junkergutshof plündern und niederbrennen.
Im Hochsommer [[Annalen:1033|1033]] wurde Dulcinea plötzlich und unerwartet auf eine harte Probe gestellt. Feinde ihres Vaters tauchten mit einem Landsknechtsheer vor Alina auf, während sich Junker Ordonyo noch auf der Rückreise vom [[Castillo da Vanya]] befand. Hernan von Aranjuez ließ den Junkergutshof plündern und niederbrennen.
Dulcineas aufgebrachter Vater Ordonyo, der Rache an Aranjuez nehmen wollte, schloß mit einem Ferkina-Schamanen ein fragwürdiges Abkommen, welches zum Einfall von Ogern in Selaque führte.
Ordonyos Verbündete, Vogtin [[Praiosmin von Elenta]], war über dieses Vorgehen so aufgebracht, dass sie ihn vor den Augen seiner Tochter festnehmen und in den Kerker werfen ließ, wo er kurz darauf zu Tode kam.
Dulcinea entschied sich, Familia und Gut erst einmal den Rücken zu kehren. Es verschlug sie nach mehreren Umwegen nach Punin, in die Unterwelt, wo sie ihr selbstbewusstes Ich, in Form der Verkörperung von Dulcineo di Alina, entdeckte und sich einen Namen im Zwielicht machte. In diesem Zuge erfuhr sie auch von den stierkultistischen Umtrieben ihres Großvaters, worin sich mehr und mehr verlor und es mit ihren Untergrundaktivitäten vermischte. Als Dulcineo Astardo machte sie bzw. er sich einen immer größeren Namen und mit dem Einfluss kam das Selbstbewusst sein und mit dem Selbstbewusstsein auch Dulcinea zurück, die nun gleichberechtigt neben Dulcineo existieren durfte. Das geschickte Zwiegesicht, die betrunken-hinterhältige Dulcinea und der nüchtern-interagierende Dulcineo, verwirren ihre Gegner in Punin ebenso, wie der kleine Kult der sich um Dulcineo/a bildete, welcher nicht nur einfach aus monetären Gründen zu ihr/ihm hält.  


[[Bild:Dulcineo.png|right|thumb|300px|Dulcineo Astardo di Alina]]Und letztlich kam mit diesem neuen doppeltem Selbstbewusstsein auch der Anspruch auf das alte Familienlehen zurück. Doch dies gestaltet sich bis heute schwierig. Und so entschloss sich Dulcinea/Dulcineo den Einfluss auszuweiten und traf so letztlich (in den 1040er) auf den Kultistenkreis um [[Rasdan di Vascara]], um über diese Brücke auch über Punin hinaus Einfluss und letztendlich auch ihr familiäres Lehen zurück zu bekommen.
Dulcineas aufgebrachter Vater wollte daraufhin Rache an Aranjuez nehmen. Er schloss mit einem Ferkina-Schamanen ein fragwürdiges Abkommen, welches schließlich zum Einfall von Ogern in [[Kaiserlich Selaque]] führte. Ordonyos Verbündete, Vogtin [[Praiosmin von Elenta]], war über dieses Vorgehen derart aufgebracht, dass sie ihn vor den Augen seiner Tochter festnehmen und in den Kerker werfen ließ, wo er kurz darauf zu Tode kam.
[[Bild:Dulcineo.png|right|thumb|300px|Dulcineo Astardo di Alina]]
Dulcinea entschied sich daraufhin, Familia und Gut zunächst den Rücken zu kehren. Sie entdeckte ihr selbstbewusstes zweites Ich in Gestalt von Dulcineo di Alina und begann, sich im Zwielicht der Unterwelt einen wachsenden Namen zu machen, erst in [[avwik:Gareth|Gareth]] und ab 1039 BF in [[Punin]].  Mit dem Einfluss kam das Selbstbewusstsein – und mit dem Selbstbewusstsein kehrte auch Dulcinea zurück. Nun durfte sie gleichberechtigt neben Dulcineo existieren.


Mit den Kultisten und ihren bzw. Dulcineos Unterwelt-Kontakten im Rücken versuchte sie alsbald das ihr nominell zustehende Lehen Alina auch tatsächlich zu erlangen. Dies scheiterte aber an den nicht vorhandenen Beweisen ihrer Identität, zwielichtigen Gerüchten um ihre Person und nicht zuletzt einem unwilligen Lehnsgeber, dem die Familia di Alina ohnehin ein Dorn im Auge gewesen war. Dieser Lehnsherr, [[Lucrann da Vanya]], der das Lehen nicht an eine solche Personalie vergeben wollte, verzögerte etwaige Prozesse schließlich, bis ein Anspruch nach 12 Jahren (im Jahre 1045 BF) ohnehin verloren war. Desweiteren führte er Argumente wie Felonie gegen die Familia an.
Dieses geschickte Zwiegesicht – die betrunken-hinterhältige Dulcinea und der nüchtern-interagierende Dulcineo – verwirrt ihre Gegner in Punin und fasziniert die kleine Anhängerschaft, der sich um Dulcineo/a bildete und die nicht allein aus monetären Gründen zu ihr bzw. ihm hält.
 
In dieser Zeit fiel auch die ideologische Rückbesinnung auf die stierkultistischen Umtrieben ihres Großvaters. Sie verlor sich zunehmend darin und vermischte diese Aktivitäten mit ihren eigenen Untergrundgeschäften.
 
Mit diesem neugewonnenen Selbstbewusstsein kehrte auch das Anspruchdenken auf das [[Junkergut Alina| alte Familienlehen]]  zurück. Aus strategischen wie ideologischen Gründen schloß sich Dulcinea/Dulcineo daher in den 1040er Jahren dem [[Kult des Dios Cornudo|Stierkultistenkreis]] um [[Rasdan di Vascara]] an. Über diese Verbindung hoffte er/sie, auch über Punin hinaus Einfluss zu gewinnen und letztlich das familiäre Lehen zurückzuerlangen.
 
Mit den Kultisten und den eigenen Unterweltkontakten im Rücken versuchte sie alsbald, das ihr nominell zustehende Lehen Alina auch tatsächlich zu erlangen. Dies scheiterte jedoch an den fehlenden Beweisen für ihre Identität, den zwielichtigen Gerüchten um ihre Person und nicht zuletzt an einem unwilligen Lehnsgeber, dem die Familia di Alina ohnehin ein Dorn im Auge gewesen war. Dieser Lehnsherr, [[Lucrann da Vanya]], wollte das Lehen nicht an eine solche Personalie vergeben und verzögerte etwaige Verfahren schließlich so lange, bis ein Anspruch nach zwölf Jahren, im Jahre 1045 BF, ohnehin erloschen war. Darüber hinaus führte er Argumente wie Felonie gegen die [[Familia di Alina]] ins Feld.


Statt an Dulcinea vergab der [[Lucrann da Vanya|Baron von Schrotenstein]] das Lehen im Jahr 1047 BF an den Adeligen [[Emilio Lampérez di Rueda]], der Dulcinea/Dulcineo seitdem als Feind gilt. Gegen Hernan von Aranjuez, welcher die Vernichtung von Dulcineas Heimatgut, und in Folge auch den Tod ihres Vaters und den Verlust ihres Lehen ausgelöst hat, kann Dulcinea ihre Rachewünsche nicht ausleben, weshalb sie sich in zunehmend fanatischer Weise gegen den [[Emilio Lampérez di Rueda|Junker di Rueda]] richten.
Statt an Dulcinea vergab der [[Lucrann da Vanya|Baron von Schrotenstein]] das Lehen im Jahr 1047 BF an den Adeligen [[Emilio Lampérez di Rueda]], der Dulcinea/Dulcineo seitdem als Feind gilt. Gegen Hernan von Aranjuez, welcher die Vernichtung von Dulcineas Heimatgut, und in Folge auch den Tod ihres Vaters und den Verlust ihres Lehen ausgelöst hat, kann Dulcinea ihre Rachewünsche nicht ausleben, weshalb sie sich in zunehmend fanatischer Weise gegen den [[Emilio Lampérez di Rueda|Junker di Rueda]] richten.