Chronik.Ereignis1036 Wider die Taifas - Epilog I: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Eroberung von Dâl – oder zumindest eines Teils – war dabei reichlich wertlos. Denn der [[Alcazar von Dâlblick|Alcazar]] beherrschte den Hafen und das eine wie das andere beherrschte noch immer Chabun ben Nafiref. Und ohne Hafen war Dâl eher Klotz am Bein als Trumpfkarte bei der weiteren Befriedung der Südpforte, musste doch nicht nur Nachschub und Verstärkungen aus Punin und [[Ragath]] bereits in [[Brig-Lo]] angelandet werden, sondern darüber hinaus auch die Bevölkerung der eroberten Stadt umständlich von dort versorgt werden. Gleichzeitig hatten die [[avwik:Novadi|Novadis]] nicht nur weiterhin einen Brückenkopf auf dem rechten Yaquirufer, sondern es war damit auch ein Leichtes den Yaquir zu sperren. Sofern [[avwik:Malkillah III.|Kalif]] und [[Dschelafan Al'Tergaui ibn Thurschim|Emir]] es darauf anlegten. Für den Moment zwar sicherte die Vereinbarung den weiteren Feldzug dahingehend ab, dass man im Rücken Ruhe hatte. Jedoch nur solange der Bey sich an die Vereinbarung hielt, dass seine Streiter die Stadt nicht verlassen durften. Nichts hielt ihn davon ab weitere Verstärkungen über den Fluss zu holen und zu gegebener Zeit ein im Norden oder Westen von Dâl operierendes Heer von der Versorgung abzuschneiden. Doch derlei Gedanken behielt er für sich, geziemte es sich doch nicht die frischgebackene [[Marschall Almadas|Marschallin Almadas]] vor Gemeinen in Frage zu stellen. Doch war es kaum verwunderlich, dass die Niederwerfung der [[Taifado]]s nur langsam voran ging. „Es heißt, der Novadi sei auf einem Ohre taub. Womöglich hat er Domna Gerones Heer nicht kommen hören“, scherzte er stattdessen und Matrosen und [[Mercenario]]s quittierten mit Gelächter. | Die Eroberung von Dâl – oder zumindest eines Teils – war dabei reichlich wertlos. Denn der [[Alcazar von Dâlblick|Alcazar]] beherrschte den Hafen und das eine wie das andere beherrschte noch immer Chabun ben Nafiref. Und ohne Hafen war Dâl eher Klotz am Bein als Trumpfkarte bei der weiteren Befriedung der Südpforte, musste doch nicht nur Nachschub und Verstärkungen aus Punin und [[Ragath]] bereits in [[Brig-Lo]] angelandet werden, sondern darüber hinaus auch die Bevölkerung der eroberten Stadt umständlich von dort versorgt werden. Gleichzeitig hatten die [[avwik:Novadi|Novadis]] nicht nur weiterhin einen Brückenkopf auf dem rechten Yaquirufer, sondern es war damit auch ein Leichtes den Yaquir zu sperren. Sofern [[avwik:Malkillah III.|Kalif]] und [[Dschelafan Al'Tergaui ibn Thurschim|Emir]] es darauf anlegten. Für den Moment zwar sicherte die Vereinbarung den weiteren Feldzug dahingehend ab, dass man im Rücken Ruhe hatte. Jedoch nur solange der Bey sich an die Vereinbarung hielt, dass seine Streiter die Stadt nicht verlassen durften. Nichts hielt ihn davon ab weitere Verstärkungen über den Fluss zu holen und zu gegebener Zeit ein im Norden oder Westen von Dâl operierendes Heer von der Versorgung abzuschneiden. Doch derlei Gedanken behielt er für sich, geziemte es sich doch nicht die frischgebackene [[Marschall Almadas|Marschallin Almadas]] vor Gemeinen in Frage zu stellen. Doch war es kaum verwunderlich, dass die Niederwerfung der [[Taifado]]s nur langsam voran ging. „Es heißt, der Novadi sei auf einem Ohre taub. Womöglich hat er Domna Gerones Heer nicht kommen hören“, scherzte er stattdessen und Matrosen und [[Mercenario]]s quittierten mit Gelächter. | ||
Zweifellos hielt sich der [[Baronie Dubios|Baron]] und [[Junkergut Aranjuez|Junker]] für den geeigneteren Kandidaten die [[Almadaner Heerbann|Wehr Almadas]] anzuführen. Und wusste gleichzeitig, dass er mit seiner [[Answinkrise|answinistischen Vergangenheit]] kein Kandidat auf ein solches Amt sein konnte. Nicht ohne wiederum die Autorität Fürst [[Gwain von Harmamund|Gwains]] zu untergraben, dem man nachsagen würde, dass er einen seiner alten Spießgesellen aus Verrätertagen bedacht hätte. Umgekehrt hatte sein Fürst nicht von ihm verlangt – ja, nicht einmal: erbeten – unter einer geringeren Befehlshaberin zu dienen. | Zweifellos hielt sich der [[Baronie Dubios|Baron]] und [[Junkergut Aranjuez|Junker]] für den geeigneteren Kandidaten die [[Almadaner Heerbann|Wehr Almadas]] anzuführen. Und wusste gleichzeitig, dass er mit seiner [[Answinkrise|answinistischen Vergangenheit]] kein Kandidat auf ein solches Amt sein konnte. Nicht ohne wiederum die Autorität Fürst [[Gwain von Harmamund|Gwains]] zu untergraben, dem man nachsagen würde, dass er einen seiner alten Spießgesellen aus Verrätertagen bedacht hätte. Umgekehrt hatte sein Fürst nicht von ihm verlangt – ja, nicht einmal: erbeten – unter einer geringeren Befehlshaberin zu dienen. Zwar war der Heerbann ausgerufen worden, doch hatte er sich davon freigekauft. Nicht zuletzt auch mit einem Teil der klingenden Münzen, welche die [[lfwiki:Horasreich|Horasiern]] ihm und [[Viejo de Ragatia|seinen Leute]] auf der anderen Seite der [[Gugella]] für eine ganz ähnliche Campanya bezahlten. Nun aber, als der Krieg während der ''[[Tristeza]]'' beidseits der Grenze eine kurze Atempause nahm, hatte sein ehemaliger Vorgesetzter ihn doch nach Dâl entsandt, waren doch grausige Gerüchte bis in die [[Residencia]] gedrungen. Von in ihren Häusern verbrannten Bewohnern, von geschlachteten Gefangenen war die Rede, von hingemetzelten Kindern und Alten, Einzelheiten einer ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Hunnenrede Orkenrede]'' machten die Runde. Und ihm war die wenig dankbare Aufgabe übertragen worden seinem Fürsten diesbezüglich Bericht zu erstatten. Nicht, dass sie als alte Soldaten nicht mit den Gräueln des Krieges vertraut waren. Aber in Dâl schienen sie über die Maßen eskaliert zu sein. Dergestalt, dass es schließlich die Heere selbst waren, welche ihre Anführer gezwungen hatten sich zu verständigen. Ein höchst schimpflicher Vorgang, für jeden, der gedachte Soldaten im Feld zu kommandieren. | ||
Vor ihrer Ankunft in Dâl allerdings hatten sie zuvor in [[Weinbergen]] Station gemacht, um Zwiesprache mit [[Shahîm Al'Shirasgan]] zu halten. Der [[Baronie Khabosa|Baron von Khabosa]] hatte sich freilich erst nach der ‚Eroberung‘ der Stadt der Campanya angeschlossen, ehe er nun, während des kurzen Winters, ebenfalls seine Streiter zurück ins [[Grafschaft Yaquirtal|Yaquirtal]] geführt hatte. Das grimmige Schweigen des [[Aramya]]s war indes Antwort genug auf Dom Hernáns Fragen gewesen, sodass sie nur kurz seine großzügige Gastfreundschaft genossen hatten. Die Ruderer steuerten noch vor der Fährinsel gen Ufer. Nachdem der Waffenstillstand Chabun ben Nafiref alle Inseln zugebilligt hatte, blieb nur ein schmaler Uferstreifen im Osten der Stadt um anzulanden. Ein schmaler Uferstreifen ohne Anleger. „Ich weiß gar nicht, was wir hier sollen“, maulte passend zur Aussicht auf nasse Stiefel [[Cusimo Cosseira]], einer seiner Mercenarios. „Womöglich ist das der Grund, weswegen Seine Durchlaucht nicht Euch mit dieser Aufgabe betraut hat, Cosseira. Aber seid versichert, ich werde Fürst Gwain Eure Bedenken bei nächster Gelegenheit vortragen.“ Abermals brandete Gelächter auf, derweil der Angesprochene das Gesicht verzog. Schließlich hoben die Matrosen die Ruder und einige sprangen ins hüfthohe Wasser, um die Barkasse weiter an den Strand zu ziehen. Als dieses noch etwas mehr als knietief war, hatte der Bug Grundberührung, sodass notgedrungen auch Hernán von Aranjuez und seine Leute den Rest bis zum Ufer waten mussten. | Vor ihrer Ankunft in Dâl allerdings hatten sie zuvor in [[Weinbergen]] Station gemacht, um Zwiesprache mit [[Shahîm Al'Shirasgan]] zu halten. Der [[Baronie Khabosa|Baron von Khabosa]] hatte sich freilich erst nach der ‚Eroberung‘ der Stadt der Campanya angeschlossen, ehe er nun, während des kurzen Winters, ebenfalls seine Streiter zurück ins [[Grafschaft Yaquirtal|Yaquirtal]] geführt hatte. Das grimmige Schweigen des [[Aramya]]s war indes Antwort genug auf Dom Hernáns Fragen gewesen, sodass sie nur kurz seine großzügige Gastfreundschaft genossen hatten. Die Ruderer steuerten noch vor der Fährinsel gen Ufer. Nachdem der Waffenstillstand Chabun ben Nafiref alle Inseln zugebilligt hatte, blieb nur ein schmaler Uferstreifen im Osten der Stadt um anzulanden. Ein schmaler Uferstreifen ohne Anleger. „Ich weiß gar nicht, was wir hier sollen“, maulte passend zur Aussicht auf nasse Stiefel [[Cusimo Cosseira]], einer seiner Mercenarios. „Womöglich ist das der Grund, weswegen Seine Durchlaucht nicht Euch mit dieser Aufgabe betraut hat, Cosseira. Aber seid versichert, ich werde Fürst Gwain Eure Bedenken bei nächster Gelegenheit vortragen.“ Abermals brandete Gelächter auf, derweil der Angesprochene das Gesicht verzog. Schließlich hoben die Matrosen die Ruder und einige sprangen ins hüfthohe Wasser, um die Barkasse weiter an den Strand zu ziehen. Als dieses noch etwas mehr als knietief war, hatte der Bug Grundberührung, sodass notgedrungen auch Hernán von Aranjuez und seine Leute den Rest bis zum Ufer waten mussten. | ||
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