Chronik.Ereignis1036 Besuch im Vanyadâl 23: Unterschied zwischen den Versionen

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"Lindholz?", fragte der Vogt. "Das Haus von Lindholz ist mir wohlbekannt. Mein Neffe, Dom [[Nicetos von Lindholz|Nicetos]], wurde vor einigen Jahren zum Baron von [[Baronie Artésa|Artésa]] ernannt. Und ja, eines seiner Kinder, der Erstgeborene wohl, gehört der Magischen Zunft an. Aber was hat er mit Richeza zu schaffen?" Er runzelte leicht die Stirn, als die weiteren Worte Rifadas in sein Bewusstsein drangen. "Von welchem Kind sprecht Ihr?" Dann aber weiteten sich seine Augen. "Ihr meint Richeza? Von was für einer Liebschaft wisst Ihr? Nicht, dass sie je mit mir über so etwas wie Liebe gesprochen hätte, sie schien mir sich weder für Mann noch Weib erwärmen zu können. Und was heißt hier: geschwängert? Was ist Euch bekannt, was mir, zu meiner Schande muss ich es sagen, bislang unbekannt ist?"  
"Lindholz?", fragte der Vogt. "Das Haus von Lindholz ist mir wohlbekannt. Mein Neffe, Dom [[Nicetos von Lindholz|Nicetos]], wurde vor einigen Jahren zum Baron von [[Baronie Artésa|Artésa]] ernannt. Und ja, eines seiner Kinder, der Erstgeborene wohl, gehört der Magischen Zunft an. Aber was hat er mit Richeza zu schaffen?" Er runzelte leicht die Stirn, als die weiteren Worte Rifadas in sein Bewusstsein drangen. "Von welchem Kind sprecht Ihr?" Dann aber weiteten sich seine Augen. "Ihr meint Richeza? Von was für einer Liebschaft wisst Ihr? Nicht, dass sie je mit mir über so etwas wie Liebe gesprochen hätte, sie schien mir sich weder für Mann noch Weib erwärmen zu können. Und was heißt hier: geschwängert? Was ist Euch bekannt, was mir, zu meiner Schande muss ich es sagen, bislang unbekannt ist?"  
    
    
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'''Autor:'''[[Benutzer:SteveT|SteveT]]
Rifada blickte zur Decke und wiegte den Kopf hin und her. Das hatte ihr noch gefehlt, dass Hesindian offenbar nicht den blassesten Schimmer von Richezas Schwangerschaft hatte, obwohl er sonst ihre nächste Bezugsperson war, noch weit näher als sie selbst. Aber vielleicht war der unbekannte Mistkerl, dem sich das Kind an den Hals geworfen hatte, längst an ihrer beider Stelle getreten? Sie überlegte, ob sie dem alten Mann reinen Wein einschenken sollte. Aber jetzt hatte sie eh schon zu viel gesagt, und wenn Richeza tot war, so hatte er wohl das Recht zu erfahren, dass er Urgroßvater geworden wäre und dass der Fortbestand seiner Familia plötzlich auf neugeborenen Schultern geruht hätte - all dies würde seinen Zorn auf Morena nur weiter anstacheln, die ihm vielleicht eben diese Hoffnung zerstört hatte.
"Ich weiß selber nichts Genaues - deshalb frage ich Euch ja, Schwagervater!", antwortete sie schließlich heiß und kalt - "aber es ist Belisetha wie auch mir aufgefallen, dass Richeza sowohl körperlich wie auch von ihrem Verhalten her verändert war, seit ihren letzten Besuchen bei uns. Und als Weiber, die selber Kinder zur Welt gebracht haben, konnten wir eins und eins zusammenzählen. Nur wer der Schuldige an diesem Umstand ist, in dem sie sich befand, das blieb uns leider unbekannt."
Sie tigerte unruhig ein paar Schritte im Raum auf und ab, auch wenn sie dabei ein Bein leicht nachzog. Offenbar bereitete ihr das Stillsitzen - in jeder Hinsicht - größeres Unbehagen. "Wie also gehen wir vor? Ihr beginnt, Eure Kämpfer zu benachrichtigen, und ich selbst werde wohl auf dem Rückweg nach Bosquiria noch ein paar befreundete Häuser visitieren und sie auf die kommenden Wochen einschwören. Jeder soll sofort all seine Säbel parat haben, wenn aus den Funken ein Brand wird!"
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'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]
Doch der Vogt von Königlich Kornhammer schien weder an Funken noch Kämpfern wesentlich interessiert. Stattdessen streckte er die Hand aus und beendete Rifadas Umherschreiten, indem er mit festem Knochengriff ihr Handgelenk umfasste.
"Seid Ihr Euch sicher diesmal? Oder habt Ihr sie wieder nur aus größerer Entfernung gesehen? Und wollt Ihr damit sagen, dass die Frau, die man vom Harmamunder Torturm stieß, ebenfalls ein Kind erwartete?" Die klaren Augen hielten Rifadas Blick so fest wie seine Hand die ihre. "Wenn wahr ist, was Ihr sagt, und falls Richeza lebt, dann eilt es um so mehr, sie zu finden und zu befreien, nicht allein wegen der Gerüchte, sondern vor allem, weil mit ihr dann mehr als nur ein Leben in Gefahr ist! Wir brauchen einen Magier, und das rasch, oder meinethalben auch einen fähigen Einbrecher, der ebenso unsichtbar bleibt in Harmamund."