Chronik.Ereignis1033 Feldzug Raschtulswall 08: Unterschied zwischen den Versionen
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"Ich weiß noch viel weniger als Ihr. Domna Fenia ward ja schon seit Wochen nicht mehr gesehen. Zuletzt sah man sie im östlichen Ragath reisen, vermutlich auf dem Weg zur Eurem Großvater. Da lag eine Verschleppung durch die Ferkinas nahe. Dom Hernan erwähnte einen kranken Sohn und eine Edeldame, da kamen mir natürlich sogleich Fenia und Praiodor in den Sinn. Tut mir leid, mehr weiß ich auch nicht." | "Ich weiß noch viel weniger als Ihr. Domna Fenia ward ja schon seit Wochen nicht mehr gesehen. Zuletzt sah man sie im östlichen Ragath reisen, vermutlich auf dem Weg zur Eurem Großvater. Da lag eine Verschleppung durch die Ferkinas nahe. Dom Hernan erwähnte einen kranken Sohn und eine Edeldame, da kamen mir natürlich sogleich Fenia und Praiodor in den Sinn. Tut mir leid, mehr weiß ich auch nicht." | ||
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'''Autor:''' [[Benutzer: Von Scheffelstein|von Scheffelstein]] | |||
Noch einen Moment sah Domna Richeza den verletzten Mann an. Die Enttäuschung stand ihr ins Gesicht geschrieben. Dann wandte sie sich der Alten zu, die noch immer nicht ganz von den friedlichen Absichten der ungebetenen Gäste überzeugt schien. | |||
„Gute Frau“, sagte die Edle, „entschuldige, dass wir dich hier so überfallen. Aber unser Anliegen ist von höchster Dringlichkeit. Der Junge, den wir suchen - mein Vetter - ist schwer erkrankt. Seine Mutter ist den weiten Weg von Ragath hierher gekommen, um deinen Bruder zu finden, der offenbar ein versierter Heilkundiger ist. Da draußen laufen Horden von Ferkinas herum, die halb Elenta ausgemordet haben. Auch deine Verwandten, wie es scheint, tut mir leid. Wir sind hier, um den Jungen zu finden, ehe ihm ein Leid geschieht. Und um deinen Bruder zu finden, damit er ihm helfe. Wenn du also weißt, wie wir ihn suchen müssen, sag es uns! Es geht um das Leben eines unschuldigen Knaben.“ Sie stockte, presste die Lippen aufeinander und warf ihrer Tante einen kurzen Blick zu. „Und ... äh ... er ist kein da Vanya“, fügte sie hinzu. | |||
Die Alte sah Richeza eindringlich an, während diese ungeduldig und auch ein wenig verzweifelt an dem Siegelring an ihrer Linken herumspielte. | |||
„Also schön“, sagte die Frau schließlich. „Vielleicht kann ich Euch helfen. Aber erstmal sorgt dafür, dass Eure Leute nicht meine Kräuter zertrampeln. Und das Wasser vergiften, mit dem ich die Leiden dieses Herrn behandle. Also, raus aus der Hütte, ich muss ihm die Wunde verbinden! Wartet draußen, dann sollt Ihr auch etwas zu Essen erhalten. Zaida, Schätzchen, wir müssen noch ein weiteres Brot backen, dies wird nicht reichen für so viele hungrige Mäuler.“ Mit sanftem Druck schob sie das Mädchen von sich. „Geh und setze einen Teig an, und ihr anderen: Raus hier, ehe der Herr sich noch einen Dumpfschädel fängt von Eurem Geplapper!“ | |||
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