Hilbarn Al'Shirasgan: Unterschied zwischen den Versionen

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:::::::::Ich würde dies durchaus als nicht unproblematisch einstufen, immerhin dient die Anrufung der Zwölfe der Besiegelung des Eides; das kann durchaus so verstanden werden, dass eine Ersetzung der 12e auf diesem Feld eine Ersetzung auf einem anderen Feld rechtfertigen könnte. Ein Ersatz dieser Formel durch eine Anrufung Rastullahs würde bedeuten, dass Seine Allerzwölfgöttlichste Majestät der Kaiser des Raulschen Reiches vom Greifenthron zu Gareth die Anrufung Rastullahs mit derjenigen der Zwölfe als gewissermaßen gleichwertig auf eine Stufe stellt. Woher weiß man denn, dass ein Eid geschlossen auf einen dubiosen Wüstengötzen, Waldgeist, Erzdämon, den Namenlosen oder wer-weiß-was-sonst-noch-alles auch wirklich den Eid bekräftigt und nicht das Gegenteil bewirkt?  
:::::::::Ich würde dies durchaus als nicht unproblematisch einstufen, immerhin dient die Anrufung der Zwölfe der Besiegelung des Eides; das kann durchaus so verstanden werden, dass eine Ersetzung der 12e auf diesem Feld eine Ersetzung auf einem anderen Feld rechtfertigen könnte. Ein Ersatz dieser Formel durch eine Anrufung Rastullahs würde bedeuten, dass Seine Allerzwölfgöttlichste Majestät der Kaiser des Raulschen Reiches vom Greifenthron zu Gareth die Anrufung Rastullahs mit derjenigen der Zwölfe als gewissermaßen gleichwertig auf eine Stufe stellt. Woher weiß man denn, dass ein Eid geschlossen auf einen dubiosen Wüstengötzen, Waldgeist, Erzdämon, den Namenlosen oder wer-weiß-was-sonst-noch-alles auch wirklich den Eid bekräftigt und nicht das Gegenteil bewirkt?  
:::::::::Sicherlich muss dies nicht zwingend die Legitimation des Herrschers - oder die eigene Wahrnehmung seiner Legitimation - in Frage stellen; dies kann aber durchaus geschehen. Warum sollte man das Risiko eingehen wollen? Was die anderen Bspe. angeht: die Paligans und Herdin waren/sind doch wohl 12e-gläubig - dann wäre auch der Eid eines streng Phexgläubigen vor einem Praiosgeweihten ein Problem -, Elfen gehen schon mal gern ein paar Jahrzehnte auf die Jagd, um sich um einen Eid zu drücken, und was Hagen den Dunklen (war der nicht Thorwalo-Nivese?) und die Mohabarone angeht, weiß ich nicht zu sagen, zu wem oder was die gebetet haben - aber warum sollten sie nicht 12e-gläubig gewesen sein? --[[Benutzer:Dom Gualdo|Dom Gualdo]] 09:16, 26. Nov. 2009 (UTC)
:::::::::Sicherlich muss dies nicht zwingend die Legitimation des Herrschers - oder die eigene Wahrnehmung seiner Legitimation - in Frage stellen; dies kann aber durchaus geschehen. Warum sollte man das Risiko eingehen wollen? Was die anderen Bspe. angeht: die Paligans und Herdin waren/sind doch wohl 12e-gläubig - dann wäre auch der Eid eines streng Phexgläubigen vor einem Praiosgeweihten ein Problem -, Elfen gehen schon mal gern ein paar Jahrzehnte auf die Jagd, um sich um einen Eid zu drücken, und was Hagen den Dunklen (war der nicht Thorwalo-Nivese?) und die Mohabarone angeht, weiß ich nicht zu sagen, zu wem oder was die gebetet haben - aber warum sollten sie nicht 12e-gläubig gewesen sein? --[[Benutzer:Dom Gualdo|Dom Gualdo]] 09:16, 26. Nov. 2009 (UTC)
::::::::::Ich finde Andreas' Idee sehr gut und eigentlich auch sehr stimmungsvoll - wenn die Al'Shirasgans auf Teufel-komm-raus zu Andersgläubigen gemacht werden müssen (was aus ihrer Geschichte in keinster Weise hervorgeht), dann soll Hilbarn in der Tat ein Konvertit zum zwölfgöttlichen Glauben gewesen sein, um damit seine Karriere-Chancen bei Hofe zu erhöhen. Da Quantamera gebürtig aus dem ehemaligen Yaquirtaler Grafengeschlecht Eschgeier stammt (ebenfalls Zwölfgöttergläubige), ist klar, daß auch ihre Kinder Anklam und Rahjada in diesem Glauben aufwuchsen. --[[Benutzer:SteveT|SteveT]] 10:59, 26. Nov. 2009 (UTC)
::::::::::Kommt jetzt wohl auf die Definition von '''anrufen'''' an, aber meiner Auffassung nach, schwört man lediglich '''auf''' sie. Wirklich ''anrufen'' tut sie allenfalls der segnende Praiosgeweihte. Der ist aber ja glücklicherweise laut Passage nicht immer zugegen, sodass dann bei andersgläubigen Vasallen die Komponente aller Wahrscheinlichkeit nach wegfiele. Formulierungstechnisch lassen sich ''die Zwölfe'' jedenfalls durch so ziemlich alles denkbare ersetzen, ohne dass die Eidformel an Bedeutung verliert. Letztlich zählt für den Herrscher ja die Treue des Vasallen, sein Seelenheil ist sein Problem.  
::::::::::Kommt jetzt wohl auf die Definition von '''anrufen'''' an, aber meiner Auffassung nach, schwört man lediglich '''auf''' sie. Wirklich ''anrufen'' tut sie allenfalls der segnende Praiosgeweihte. Der ist aber ja glücklicherweise laut Passage nicht immer zugegen, sodass dann bei andersgläubigen Vasallen die Komponente aller Wahrscheinlichkeit nach wegfiele. Formulierungstechnisch lassen sich ''die Zwölfe'' jedenfalls durch so ziemlich alles denkbare ersetzen, ohne dass die Eidformel an Bedeutung verliert. Letztlich zählt für den Herrscher ja die Treue des Vasallen, sein Seelenheil ist sein Problem.  
::::::::::Eine so restriktive Auslegung der Eidformel würde mMn auch das neue ''Grau'' in Aventurien ziemlich schwierig machen. Das Mittelreich oder zumindest sein Adel werden nicht mehr als selbstlose Gutmenschen dargestellt, Schwarz-Weiß-Geschichten von früher werden im Nachhinein relativiert (Answinkrise), und somit müssten auch solche Dinge, zumindest von den Protagonisten, deutlich pragmatischer gesehen werden. Mal abgesehen davon, dass ansonsten die Mehrheit des Adels mit dem Mal des Frevlers herumlaufen müsste...
::::::::::Eine so restriktive Auslegung der Eidformel würde mMn auch das neue ''Grau'' in Aventurien ziemlich schwierig machen. Das Mittelreich oder zumindest sein Adel werden nicht mehr als selbstlose Gutmenschen dargestellt, Schwarz-Weiß-Geschichten von früher werden im Nachhinein relativiert (Answinkrise), und somit müssten auch solche Dinge, zumindest von den Protagonisten, deutlich pragmatischer gesehen werden. Mal abgesehen davon, dass ansonsten die Mehrheit des Adels mit dem Mal des Frevlers herumlaufen müsste...
::::::::::Und ob jetzt Herdin an die Zwölfe oder an R&G glaubte, weiß ich zugegebenermaßen nicht, die Paligans aber hängen dem alanfanischen Boronkult an, der bekanntlich Boron an die Stelle von Praios als Götterfürsten setzt. Das müsste dann bei entsprechend restriktiver Auslegung der Eidformel aber auch ganz schnell ein Legitimationsproblem geben.--[[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker von Aranjuez]] 14:25, 26. Nov. 2009 (UTC)
::::::::::Und ob jetzt Herdin an die Zwölfe oder an R&G glaubte, weiß ich zugegebenermaßen nicht, die Paligans aber hängen dem alanfanischen Boronkult an, der bekanntlich Boron an die Stelle von Praios als Götterfürsten setzt. Das müsste dann bei entsprechend restriktiver Auslegung der Eidformel aber auch ganz schnell ein Legitimationsproblem geben.--[[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker von Aranjuez]] 14:25, 26. Nov. 2009 (UTC)
:::::::::::Mit der Ehe Al'Shirasgan - Eschgeier hast Du, Steve, ein anderes Problem angesprochen: Da die Ehen von zwölfgöttergläubigen almadanischen Magnaten doch wohl vor Praios, Rondra, Travia oder Rahja geschlossen werden, dürften die aramyischen Al'Shirasgan ein ernsthaftes Problem haben, eine standesgemäße, almadanische Partie zu finden. Die Ehen werden dann wohl meist mit Herren oder Damen von jenseits des Yaquirs geschlossen werden müssen, was diese Magnaten in den Augen mancher noch suspekter machen dürfte. Oder dies stellt sogar ein reales Einfallstor amhallahischer Interessen dar.
:::::::::::Lieber Dom von Aranjuez, versteht mich nicht falsch. Ich bin (irdisch) kein Gegner des aramyischen Elements in Almada, ganz im Gegenteil. Die Quote, dass 10% der Bevölkerung Almadas Aramyas sind, habe ich in meiner Dominie mit ca. 20-30% sogar gerne übererfüllt. Ich finde die Mischung (oder auch Segregation, je nach Lage) verschiedener religiöser Gruppen für das Spiel ausgesprochen spannend. Und genau um das weitere Schüren dieser Spannung geht es mir. Vor dem geistigen Hintergrund der Reconquista der letzten Jahre sehe ich durchaus, dass ein Eid, der dem Kaiser-König auf Rastullah geleistet wird, durchaus eine Relativierung der legitimatorischen Grundlage einer Herrschaft darstellen kann, die sich im Namen des Reiches oder in der Titulatur seines Kaisers explizit auf die Zwölfgötter beruft und sich darüber definiert (was auch der Lehenseid in HdR ausdrückt). Überdies gerade jetzt in einer Situation der ausgesprochenen Anspannung: Das Gegenkaisertum im Norden des Reiches zwingt Selindian Hal doch geradezu auf strikt zwölfgöttlichen und raulschen Kurs - demgegenüber muss er den Ausgleich mit ca. 20.000 bis 30.000 Almadanis aramyischen Glaubens suchen: Ein gewagter Spagat. Mag sein, dass früher zu Zeiten der Convivencia das Bewusstsein für diese Probleme der Aramyas (oder anderer Andersgläubiger) in einer mehrheitlich zwölfgöttergläubigen Gesellschaft noch nicht so geschärft war: Aber jetzt könnten Fragen nach der religiösen Beliebigkeit des Herrschers, einem aramyischen Präzedenzfall (wie sieht es dann vor Gericht aus?, wie bei Verträgen, die gewöhnlich in Phextempeln geschlossen werden?) und nach der Gültigkeit dieses speziellen Eides aufkommen. Das sind spannende Fragen, von denen ich nicht weiß, inwiefern die geklärt sind. --[[Benutzer:Dom Gualdo|Dom Gualdo]] 14:44, 26. Nov. 2009 (UTC)
::::::::::::Gesetzt den Fall, wir haben dahingehend in Almada tatsächlich ein Problem, so hätten wir das aber schon seit über 100 Jahren, sodass man mMn schon eine nachträgliche Lösung auch für die Vergangenheit bräuchte, denn es ist doch eher unwahrscheinlich, dass so eine bedeutende Thematik vorher niemandem aufgefallen ist. Aber wie wäre es mit folgender Hintertür:
::::::::::::''"...auf die Zwölfe, die Ehre und alles, was wir lieben und das uns heilig ist."'' Auf die Zwölfe kann ein Aramya durchaus schwören, schließlich erkennt er ja die Existenz von zwölf dienstbaren Geistern an, wiewohl dieser Schwur alleine für ihn keine sonderliche Bindungskraft haben dürfte. Mit ''"[und alles]...was uns heilig ist."'' aber schwört er auf Rastullah, womit der Eid in seiner Gesamtheit durchaus Bindungskraft für ihn hat, umgekehrt aber der zwölfgötterliche Lehnsherr nicht durch die explizite Erwähnung von etwas anderem als den Zwölfen brüskiert wird. Das funktionierte dann zwar nur bei dem Sonderfall Aramya, und nicht bei anderen Glaubensrichtungen, die mit den Zwölfen gar nix am Hut haben, aber immerhin.
::::::::::::Übrigens würde zumindest die Rahjakirche mMn sehr wohl einen Ehebund zwischen einem Aramya und einem Docenyo schließen. ''All you need is love!'' ;-)--[[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker von Aranjuez]] 15:32, 26. Nov. 2009 (UTC)
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