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Amrit (Diskussion | Beiträge)
Die Seite wurde neu angelegt: „==Pendulum, Efferd 1040 BF== '''Autoren:''' Tsayano V. Taubentanz und Amrit Das dem Königlichen Kriegerseminar angegliederte Gestüt lag ein Stück westlich vom Hauptkomplex, im ländlichen Pendulum, vor den Stadttoren. Hier hatten sie sich verabredet, und hier fand sich Emilio also ein, schon am Rücken seines Schec…“
 
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Hier. Sie waren sich einig.
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Während sie die Pferde noch etwas weiden ließen, begann Emilio schon mit ersten Skizzen von Tsayano, einfach wie er im Gras saß. Zum Aufwärmen, wie er meinte.
Während sie die Pferde noch etwas weiden ließen, begann Emilio schon mit ersten Zeichnungen von Tsayano, einfach wie er im Gras saß. Zum Aufwärmen, wie er meinte.
Dann ging es an das eigentliche Bild - Pferd, Säbel, alles - und er warf die ersten Skizzen mit wenigen Strichen aufs Papier. Während Tsayano sein Pferd steigen ließ, die Klinge hob, meinte Emilio langsam zu sehen, was der Schwertschüler zuvor gemeint hatte. Die falsche Haltung.
Dann ging es an das eigentliche Bild - Pferd, Säbel, alles - und er warf Skizzen mit wenigen Strichen aufs Papier. Während Tsayano sein Pferd steigen ließ, die Klinge hob, meinte Emilio langsam zu sehen, was der Schwertschüler zuvor gemeint hatte. Die falsche Haltung.


"Tsayano, wäre es wohl in Ordnung, wenn ich deine Waffe kurz ausleihe?" fragte er in einer Pause.
[[Datei:Reiter-tsayano-SW.jpg|left|thumb|320px|]]"Tsayano, wäre es wohl in Ordnung, wenn ich deine Waffe kurz ausleihe?" fragte er in einer Pause.
Er nahm sie vorsichtig entgegen, wog sie prüfend, hielt sie etwas mit durchgestrecktem Arm. Dann reichte er den Griff höflich zurück. "Ja gut, sie ist deutlich schwerer, als was ich bei Hadjinsunni verwendet habe. Das war eine Theaterwaffe."  
Er nahm sie vorsichtig entgegen, wog sie prüfend, hielt sie etwas mit durchgestrecktem Arm. Dann reichte er den Griff höflich zurück. "Ja gut, sie ist deutlich schwerer, als was ich bei Hadjinsunni verwendet habe. Das war eine Theaterwaffe."  
Er sah vertraulich zu Tsayano: "Ich will das ja gar nicht zugeben, wo du so nett über das Bild gesprochen hast. Aber das Modell saß nicht mal wirklich auf einem Pferd. Ich habe Möbel zusammengeschoben." Er grinste leicht bei dem Geständnis. "Das hier ist besser. Ein wirkliches Pferd, eine echte Waffe...und du verstehst so sichtbar was von der Sache! Wie lange lernst du das eigentlich schon?"
Er sah vertraulich zu Tsayano: "Ich will das ja gar nicht zugeben, wo du so nett über das Bild gesprochen hast. Aber das Modell saß nicht mal wirklich auf einem Pferd. Ich habe Möbel zusammengeschoben." Er grinste leicht bei dem Geständnis. "Das hier ist besser. Ein wirkliches Pferd, eine echte Waffe...und du verstehst so sichtbar was von der Sache! Wie lange lernst du das eigentlich schon?"
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Emilio überschlug die Zeit im Kopf und stellte fest: Er und Tsayano hätten gemeinsam angefangen, wenn die Dinge anders gelaufen wären. Das Kriegerseminar war stark im Gespräch gewesen, wie er sich erinnerte. Sein Großvater [[Nazir di Rueda]], auch [[Ranarion di Rueda|sein Vater]], hätten es gewünscht. Dann war die  Ausbildung Thema von Streitgesprächen geworden, die mehr an der Oberfläche waren, die hinausgingen über das, was zwischen den Ruedas und Lampérez damals üblich war. Emilio war vor allem deswegen erleichtert gewesen, als das Thema dann irgendwann ''ad acta'' gelegt wurde. Seine Entscheidung für die Malerei drei Jahre später hatte Nazir jedoch durchaus noch als persönlichen Schlag empfunden. Emilio sann innerlich nach. Wie es gewesen wäre, Tsayanos Schulgefährte zu sein? Es wäre wohl alles anders.
Emilio überschlug die Zeit im Kopf und stellte fest: Er und Tsayano hätten gemeinsam angefangen, wenn die Dinge anders gelaufen wären. Das Kriegerseminar war stark im Gespräch gewesen, wie er sich erinnerte. Sein Großvater [[Nazir di Rueda]], auch [[Ranarion di Rueda|sein Vater]], hätten es gewünscht. Dann war die  Ausbildung Thema von Streitgesprächen geworden, die mehr an der Oberfläche waren, die hinausgingen über das, was zwischen den Ruedas und Lampérez damals üblich war. Emilio war vor allem deswegen erleichtert gewesen, als das Thema dann irgendwann ''ad acta'' gelegt wurde. Seine Entscheidung für die Malerei drei Jahre später hatte Nazir jedoch durchaus noch als persönlichen Schlag empfunden. Emilio sann innerlich nach. Wie es gewesen wäre, Tsayanos Schulgefährte zu sein? Es wäre wohl alles anders.


“Hier, ich zeige es dir noch einmal.” Die Worte seines neuen Freundes rissen Emilio aus seinen Gedanken. Normalerweise halte ich den Säbel so.” Tsayano demonstrierte drei klassische Positionen und Griffe. “Vom Pferd führst du Hiebe nach unten durch. Auf so einen gottlosen Novadi zum Beispiel.” Tsayano hob Arm und Säbel nach oben, drehte die Schulter ein Stück nach hinten. “Und meine Hand liegt dann so hinter dem Korb, Siehst du?”.  
“Hier, ich zeige es dir noch einmal.” Die Worte seines neuen Freundes rissen Emilio aus seinen Gedanken. “Normalerweise halte ich den Säbel so.” Tsayano demonstrierte drei klassische Positionen und Griffe. “Vom Pferd führst du Hiebe nach unten durch. Auf so einen gottlosen Novadi zum Beispiel.” Tsayano hob Arm und Säbel nach oben, drehte die Schulter ein Stück nach hinten. “Und meine Hand liegt dann so hinter dem Korb, Siehst du?”.  
Emilio sah die Ausführungen von unten, aus dem Blickwinkel des fiktiven Feindes, und er spürte leisen Schwindel. Das Gefühl, wenn man spielerisch nahe an eine Kante tritt, hinter der es tief hinabgeht.  
Emilio sah die Ausführungen von unten, aus dem Blickwinkel des fiktiven Feindes, und er spürte leisen Schwindel. Das Gefühl, wenn man spielerisch nahe an eine Kante tritt, hinter der es tief hinabgeht.  
Das Pferd, das auf kleinste Bewegungen reagierte, die Klinge, die Tsayano formvollendet schwang, beide wirkten,  als wären sie eins mit ihm.  
Das Pferd, das auf kleinste Bewegungen reagierte, die Klinge, die Tsayano formvollendet schwang, beide wirkten,  als wären sie eins mit ihm.  
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Für einen Moment trug Tsayano die Fantasie davon: Er stellte sich vor, wie er Seite an Seite mit Emilios gemalter Frau gegen die Söhne der Wüste kämpfte. In der Ferne donnerte es. Kündigte sich ein Gewitter an? Oder entsandte die gutgelaunte Rondra ihren Gruß an diese beiden jungen Männer, die sich auf so eigenwillige Art mit Kriegskunst befassten?
Für einen Moment trug Tsayano die Fantasie davon: Er stellte sich vor, wie er Seite an Seite mit Emilios gemalter Frau gegen die Söhne der Wüste kämpfte. In der Ferne donnerte es. Kündigte sich ein Gewitter an? Oder entsandte die gutgelaunte Rondra ihren Gruß an diese beiden jungen Männer, die sich auf so eigenwillige Art mit Kriegskunst befassten?


Erst als ein schwerer Tropfen das Papier tränkte wurde Emilio, der versunken gezeichnet hatte, wieder der Umgebung gewahr. Er verpackte die Skizzen sorgfältig, ehe auch er sich auf das Pferd schwang. Diesmal spornten sie die Tiere nicht im spielerischen Wettkampf an, sondern im Versuch, dem Wolkenbruch davonzureiten - ein Wetter, das dann aber doch über sie hinwegging. Einigen Meilen ritten sie tief über die Pferde gebeugt, dann bot eine Scheune Unterstand, bis der Himmel aufklärte. An der Pforte des Seminargestüts trennten sich schließlich die Weg in einem ungeachtet des Regenwetters herzlichen Abschied.
Erst als ein schwerer Tropfen das Papier tränkte wurde Emilio, der versunken gezeichnet hatte, wieder der Umgebung gewahr. Er verpackte die Skizzen sorgfältig, ehe auch er sich auf das Pferd schwang. Diesmal spornten sie die Tiere nicht im spielerischen Wettkampf an, sondern im Versuch, dem Wolkenbruch davonzureiten - ein Wetter, das dann aber doch über sie hinwegging. Einigen Meilen ritten sie tief über die Pferde gebeugt, dann bot eine Scheune Unterstand, bis der Himmel aufklärte. An der Pforte des Seminargestüts trennten sich schließlich die Wege in einem ungeachtet des Regenwetters herzlichen Abschied.