Junkergut Melanor: Unterschied zwischen den Versionen
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Im '''Praios''' grenzt das Land entlang einem kleinen Bachlaufs inmitten des Drottenwaldes an die [[kos:Stanniz|Baronie Stanniz]]. Am südlichen Waldrand findet man das verschlafene Holzfällerdorf [[Pletin]]. Folgt man dem Waldstück gen '''Rahja''' , geht dieses irgendwann in die Hügel der '''Nelaja''' über, die das Junkergut von denen der [[Junkergut Schrotenhof|Schrotenhofs]] trennt. Zwei Passstraßen führen durch die Hügel, wobei der nördliche Stieg, der [[Pletin]] und [[Südnach]] miteinander verbindet, nur etwa acht Monate im Jahr befahrbar ist. Die südliche Route über die [[Siedlung Melanor]] ist hingegen ganzjährig befahrbar und wird auch regelmäßig von den Wachen des Junkers patroulliert. Somit ist auf dieser Route auch kaum mit Goblinangriffen zu rechnen, was sich der Junker allerdings mit einem Wegzoll bezahlen lässt. | Im '''Praios''' grenzt das Land entlang einem kleinen Bachlaufs inmitten des Drottenwaldes an die [[kos:Stanniz|Baronie Stanniz]]. Am südlichen Waldrand findet man das verschlafene Holzfällerdorf [[Pletin]]. Folgt man dem Waldstück gen '''Rahja''' , geht dieses irgendwann in die Hügel der '''Nelaja''' über, die das Junkergut von denen der [[Junkergut Schrotenhof|Schrotenhofs]] trennt. Zwei Passstraßen führen durch die Hügel, wobei der nördliche Stieg, der [[Pletin]] und [[Südnach]] miteinander verbindet, nur etwa acht Monate im Jahr befahrbar ist. Die südliche Route über die [[Siedlung Melanor]] ist hingegen ganzjährig befahrbar und wird auch regelmäßig von den Wachen des Junkers patroulliert. Somit ist auf dieser Route auch kaum mit Goblinangriffen zu rechnen, was sich der Junker allerdings mit einem Wegzoll bezahlen lässt. | ||
Den Hügeln entspringt auch die ''Nela'', welche direkt durch die [[Siedlung Melanor]] fließt und den dortigen Mühlenteich speist, ehe sie sich weiter gen Südwesten durch das caldaische Hochland schlängelt. | Den Hügeln entspringt auch die ''Nela'', welche direkt durch die [[Siedlung Melanor]] fließt und den dortigen Mühlenteich speist, ehe sie sich weiter gen Südwesten durch das caldaische Hochland schlängelt. | ||
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Die Nelaja-Hügel sind vornehmlich die Heimat der Schaf- und Ziegenhirten sowie einiger Goblins. Die schroffe Gebirgslandschaft ist hauptsächlich durch die beiden Passstraßen begehbar, darüber hinaus gibt es einige Ziegenpfade und Wildwechsel, die die abgelegenen Hütten der Hirten mit dem Tal verbinden. | Die Nelaja-Hügel sind vornehmlich die Heimat der Schaf- und Ziegenhirten sowie einiger Goblins. Die schroffe Gebirgslandschaft ist hauptsächlich durch die beiden Passstraßen begehbar, darüber hinaus gibt es einige Ziegenpfade und Wildwechsel, die die abgelegenen Hütten der Hirten mit dem Tal verbinden. | ||
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==Land und Leute== | ==Land und Leute== | ||
Die meisten der Fellachen des Gutes leben im Schatten des herrschaftlichen Castillos in der [[Siedlung Melanor]]. Die Bestellung der Felder und das Hüten der Herden bestimmen den Jahresablauf. Die meisten freien Landsassen leben auf ihren eigenen kleinen Wehrhöfen. Da das karge Land nur ein hartes Leben bieten kann und die meisten Familias nur mit Müh und Not am Leben erhalten kann, gibt es immer wieder junge Leute - Freie und [[Fellache]]n - die ihr Glück in der Ferne suchen. | Die meisten der '''Fellachen''' des Gutes leben im Schatten des herrschaftlichen Castillos in der [[Siedlung Melanor]]. Die Bestellung der Felder und das Hüten der Herden bestimmen den Jahresablauf. Die meisten freien Landsassen leben auf ihren eigenen kleinen Wehrhöfen. Da das karge Land nur ein hartes Leben bieten kann und die meisten Familias nur mit Müh und Not am Leben erhalten kann, gibt es immer wieder junge Leute - Freie und [[Fellache]]n - die ihr Glück in der Ferne suchen. | ||
Es ist feste Tradition, dass die Eigenhörige des Gutes praiostags von den Gardisten der Familia im Kampf mit Bogen und Hakenspießen Lektionen erhalten. Mit dieser Vorbildung ist es kaum verwunderlich, dass sich Landflüchtige in [[Ragath]] den [[Almadaner Hakenspieße|Hakenspießen]] oder einem anderem [[Terzio]] anschließen wollen. | Es ist feste Tradition, dass die Eigenhörige des Gutes praiostags von den Gardisten der Familia im Kampf mit Bogen und Hakenspießen Lektionen erhalten. Mit dieser Vorbildung ist es kaum verwunderlich, dass sich Landflüchtige in [[Ragath]] den [[Almadaner Hakenspieße|Hakenspießen]] oder einem anderem [[Terzio]] anschließen wollen. | ||
'''Durchreisende''' sind vor allem Zwerge aus dem östlichen Tosch Mur, deren Ziel das südwestliche Garetien ist und für die sich der Umweg über die Reichsstraße bei Ragath nicht lohnt. Der eigentliche Pfad über Ranuch nach Tallon führt durch den Kosch, welches einen zusätzlichen Grenzübertriff (und damit Zölle) bedeutet. | |||
Außerdem Reisende aus der Baronie Stannitz, welche in Richtung Franfeld unterwegs sind und sich auch hier den zusätzlichen Grenzübertritt nach Garetien sparen wollen. | |||
Fernreisende kommen eher selten durch Melanor. Vom Kosch aus reist es sich leichter durch Fremmeslfelde bis Gareth und spart sich den Almadanischen Grenzübertritt. Von Almada aus wird entweder die Reichsstraße genutzt oder die ausgebaute Passstraße von Ranuch nach Stanniz ([[avwik:Talloner Hügelsteig|Talloner Hügelsteig]]). | |||
==Melanor und die Angroschim== | ==Melanor und die Angroschim== | ||
Aktuelle Version vom 16. August 2026, 20:06 Uhr
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Das Junkergut Melanor ist ein Afterlehen im äußersten Nordwesten der caldaïschen Baronie Jurios. Der derzeitige Junker ist Dom Perainior di Melanor.
Derographie

Gen Efferd reicht das Land der Melanors bis zu den Ausläufern des Ambossgebirges und dem Bergkönigreich Tosch Mur, mit dem es sich eine Grenze teilt. Aus dem Südwesten verbindet eine halbwegs befestigte Straße die Ortschaft Ambosch mit dem Talloner Hügelsteig.
Im Praios grenzt das Land entlang einem kleinen Bachlaufs inmitten des Drottenwaldes an die Baronie Stanniz. Am südlichen Waldrand findet man das verschlafene Holzfällerdorf Pletin. Folgt man dem Waldstück gen Rahja , geht dieses irgendwann in die Hügel der Nelaja über, die das Junkergut von denen der Schrotenhofs trennt. Zwei Passstraßen führen durch die Hügel, wobei der nördliche Stieg, der Pletin und Südnach miteinander verbindet, nur etwa acht Monate im Jahr befahrbar ist. Die südliche Route über die Siedlung Melanor ist hingegen ganzjährig befahrbar und wird auch regelmäßig von den Wachen des Junkers patroulliert. Somit ist auf dieser Route auch kaum mit Goblinangriffen zu rechnen, was sich der Junker allerdings mit einem Wegzoll bezahlen lässt.
Den Hügeln entspringt auch die Nela, welche direkt durch die Siedlung Melanor fließt und den dortigen Mühlenteich speist, ehe sie sich weiter gen Südwesten durch das caldaische Hochland schlängelt.
Von der Siedlung Melanor aus führt ein weiterer Weg nach Firun. Dort grenzt das Junkergut direkt an das Baronsland derer von Jurios, deren Grenzsteine seit über 200 Jahren unangetastet langsam aber sicher von Moos überwuchert werden.
Landschaft
Der Großteil des Junkergutes erstreckt sich über die rosarot bis purpur leuchtenden Heiden aus Erika, Jasalinkraut und Lavendel, für die die Caldaia berühmt ist. Dazwischen gibt es immer wieder ein paar kleinere Haine aus Wacholder oder Birkenbeständen. Nahe der Siedlung Melanor bestimmen Felder aus Flachs und anspruchslosem Getreide wie Weizen und Roggen das Bild, dazu einige Obsthaine, insbesondere an den Ufern der Nela.
Die Nelaja-Hügel sind vornehmlich die Heimat der Schaf- und Ziegenhirten sowie einiger Goblins. Die schroffe Gebirgslandschaft ist hauptsächlich durch die beiden Passstraßen begehbar, darüber hinaus gibt es einige Ziegenpfade und Wildwechsel, die die abgelegenen Hütten der Hirten mit dem Tal verbinden.
Wirtschaft
Wie überall in der Caldaia macht die Viehwirtschaft einen Großteil der Erträge des Gutes aus. Die Hirten ziehen das ganze Jahr über mit ihren Hunden und Herden von Ziegen oder Phraischafen über die karge Heide. In Melanor hat sich für diese Hütearbeit seit ein paar Generationen ein Mischling aus Bornländer und Tuzakern etabliert, wovon selbst die hohen Herrschaften auf Castillo Melanor ein paar ihr eigen nennen.
Es gibt nur wenig Fläche, die für die Feldwirtschaft genutzt werden kann. Diese findet man vor allem entlang der Nela in den geschützten Tälern. Wo der Boden etwas fruchtbarer ist, baut man Weizen an, aber genau so oft findet man nur Roggen oder Hafer. Dazu wird Flachs angebaut. Die einzige Mühle des Gutes findet sich in Form einer Wassermühle in der Siedlung zu Füßen des Castillos. Der zugehörige Mühlenteich wurde erst vor ein paar Jahren erweitert, so dass selbst im heißesten Sommer noch genug Kraft zu Mahlen gegeben ist. Außerdem züchtet man in den Teichen Karpfen, die zuweilen auch den einfachen Fellachen auf den Tisch kommen. So fern es der Boden und die Bewässerungsmöglichkeiten her geben, baut man dazu im kleinen Rahmen auch für den Eigenbedarf Gemüse an. Nahe dem Herrensitz findet man außerdem noch ein paar Obsthaine mit Birnen, Äpfeln und Kirschen.
An weiteren Ertrag wäre noch der Holzschlag zu nennen, den man gerade im Drottenwald saisonal betreibt. Dort wird nicht nur Grubenholz geschlagen, sondern auch Holzkohle geköhlert. In den Angroschim findet man für beides treue Abnehmer. Bodenschätze werden auf dem Gut seit Generationen nicht abgebaut, trotzdem findet man im Dorf Ambosch einige zwergische Schmiede, die entsprechende Erze aus dem nahem Tosch Mur weiter verarbeiten.
Da Holz mit guter Münze an die Angroschim verkauft wird, wird im Süden der Baronie Torf gestochen. Das billige Brennmaterial wird von Bauern wie Herrschaften gleichermaßen zum Heizen verwendet, um möglichst viel der hochwertigen Kohle an die Angroschim abzugeben.
Land und Leute
Die meisten der Fellachen des Gutes leben im Schatten des herrschaftlichen Castillos in der Siedlung Melanor. Die Bestellung der Felder und das Hüten der Herden bestimmen den Jahresablauf. Die meisten freien Landsassen leben auf ihren eigenen kleinen Wehrhöfen. Da das karge Land nur ein hartes Leben bieten kann und die meisten Familias nur mit Müh und Not am Leben erhalten kann, gibt es immer wieder junge Leute - Freie und Fellachen - die ihr Glück in der Ferne suchen.
Es ist feste Tradition, dass die Eigenhörige des Gutes praiostags von den Gardisten der Familia im Kampf mit Bogen und Hakenspießen Lektionen erhalten. Mit dieser Vorbildung ist es kaum verwunderlich, dass sich Landflüchtige in Ragath den Hakenspießen oder einem anderem Terzio anschließen wollen.
Durchreisende sind vor allem Zwerge aus dem östlichen Tosch Mur, deren Ziel das südwestliche Garetien ist und für die sich der Umweg über die Reichsstraße bei Ragath nicht lohnt. Der eigentliche Pfad über Ranuch nach Tallon führt durch den Kosch, welches einen zusätzlichen Grenzübertriff (und damit Zölle) bedeutet. Außerdem Reisende aus der Baronie Stannitz, welche in Richtung Franfeld unterwegs sind und sich auch hier den zusätzlichen Grenzübertritt nach Garetien sparen wollen. Fernreisende kommen eher selten durch Melanor. Vom Kosch aus reist es sich leichter durch Fremmeslfelde bis Gareth und spart sich den Almadanischen Grenzübertritt. Von Almada aus wird entweder die Reichsstraße genutzt oder die ausgebaute Passstraße von Ranuch nach Stanniz (Talloner Hügelsteig).
Melanor und die Angroschim
Von all den Nachbarn pflegt man in Melanor die besten Beziehungen gen Westen, zu dem kleinen Volk. Man ist einander zwar nicht in Heerfolgepflichten verbunden, aber oft fand man ineinander verlässliche Waffenbrüder. Geradezu freundschaftliche Beziehungen sagt man den Junkern zu den Zwergen des Amboss nach. Mag es daran liegen, dass man hier immer einen verlässlichen Abnehmer für die geringen Erträge des Gutes findet, sei es, dass man die Arbeiten am Castillo am liebsten gänzlich von Zwergenhand erledigen lassen würde, allein dazu oft die Mittel fehlen. Immerhin die neue Schildwehrmauer samt Torhaus und die beiden mächtigen Wehrtürme beruhen auf zwergischen Pläne, wenn auch gerade neuere Arbeiten von Menschenhand ausgeführt wurden.
Interessant ist auch, dass für viele Melanorer Ingerimm durchaus Züge eines zwergischen Angrosch hat. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass sich in den letzten Jahren deutlich häufiger ein reisender zwergischer Hüter der Wacht als ein menschlicher Geweihter des Ingerimms in das beschauliche Melanor verirrte.
