Castillo Melanor: Unterschied zwischen den Versionen

Asaki (Diskussion | Beiträge)
Asaki (Diskussion | Beiträge)
 
(2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 14: Zeile 14:
Während das Castillo erhaben auf einem Felsvorsprung thront, schmiegt sich das Dorf an den steilen Hang darunter. Die einzige Straße führt hinauf durch die Siedlung zum Castillo. Vor der Belehnung durch die  Familia Melanor war diese Festung kaum mehr als die heruntergekommenen Reste eines kleinen Vorpostens der bosparanischen Legionen. Die Melanors machten aber diese Ruine zu ihrem Lehenssitz und verfolgen mit einer Hartnäckigkeit das Ziel, aus dem Familiensitz auch eine respektable Festung zu machen, die allgemein Respekt abnötigt - oder als geradezu koschere Sturheit verhöhnt wird.
Während das Castillo erhaben auf einem Felsvorsprung thront, schmiegt sich das Dorf an den steilen Hang darunter. Die einzige Straße führt hinauf durch die Siedlung zum Castillo. Vor der Belehnung durch die  Familia Melanor war diese Festung kaum mehr als die heruntergekommenen Reste eines kleinen Vorpostens der bosparanischen Legionen. Die Melanors machten aber diese Ruine zu ihrem Lehenssitz und verfolgen mit einer Hartnäckigkeit das Ziel, aus dem Familiensitz auch eine respektable Festung zu machen, die allgemein Respekt abnötigt - oder als geradezu koschere Sturheit verhöhnt wird.


==Historie==
===Gründung durch bosparanische Legionen===
Gegen Ende der Zwergenkriege legten die bosparanischen Legionen hier unter Duldung durch die Angroschim ein Lager an, das bis zu einer Kohorte Legionären Platz bieten konnte. Ziel war es den westlichsten, natürlichen Weg vom Norden ins Reich hinein zu bewachen, marodierende Banden von Orken oder Goblins und anderem Gesindel vertreiben zu können und das Reich im Falle eines größeren Angriffs warnen zu können. Bald wurde hieraus erst ein großer Wachturm auf dem höheren Hügelkamm direkt neben dem Bachlauf, dann später ein kleines, befestigtes Kastell mit einem Grundriss von etwa dreißig mal vierzig Schritt. Im Schatten dieser kleinen Feste siedelten damals schon die ersten Siedler. Spätestens nach dem Fall Bosparans aber waren diese Befestigungen dem Verfall preisgegeben und auch das kleine Dorf machte schwere Zeiten durch. In dieser Zeit wurden von Freien in der Gegend mehrere Wehrhöfe gegründet, die zumeist heute noch bestehen und den Junkern lehenshörig sind. Das Land gehörte zum direkten Besitz der [[Baronie Jurios|Barone von Jurios]], deren Interesse für die Landschaft beschränkte sich aber auf den Grenzverlauf insbesondere hin nach [[kos:Stanniz|Baronie Stanniz]].


===Neue Herren===
Nach der Belehnung der [[Familia Melanor]] im Jahre [[Annalen:752|752]] BF wurde bald die alte bosparanische Ruine zum neuen Herrensitz erkoren und wieder hergerichtet, ausgebessert, umgebaut. Auf der Ruine des verfallenen Wachturms wurde ein neuer, wehrhaftere [[Castillo Melanor|Bergfried ]]errichtet. Unter der Herrschaft begann auch das zugehörige Dorf wieder aufzublühen und zu wachsen.
===Der große Brand===
Im Jahr [[Annalen:822|822]] kam es zu einem großen Feuer. Hierbei brannte das Kastell nahezu vollständig aus und die Flammen griffen auch auf das Dorf über, das sich damals noch über das Gelände der heutigen Vorburg erstreckte. Über zwanzig Menschen kamen dabei zu Tode, Angehörige der Familia ebenso wie Freie und Fellachen, und es muss als ein Segen der Götter betrachtet werden, dass dem nicht noch mehr wurden. Der Sommer war besonders trocken und heiß, so dass Holz und Strohdächer wie Zunder Feuer fingen. Ein Zweig der Familia wanderte damals als Folge gen Gareth, allerdings gilt dieser Familienzweig heute als ausgestorben. Trotz Beileidsbekundungen und dem Aussichtsstellen von Hilfen sowohl aus [[Baronie Jurios|Jurios]], dem restlichen Ragatien und den Nachbarn jenseits der Fürstentumsgrenzen, konnten bis zum Winter kaum ausreichende Behelfsquartiere für alle verbliebenen Bewohner errichtet werden. Ein durchreisenden Angroschim konnte das Elend nicht mit ansehen und so begann man im Frühjahr mit Hilfe aus dem nahem Ambossgebirge endlich damit das Kastell wieder her zu richten. Von den schnellen Erfolgen verführt beschloss man damit die Erweiterung des Castillos um die Vorburg und die Verlagerung des eh neu zu errichtenden Dorfes auf den Hang darunter. Aber natürlich hat auch das Mitleid von Angroschim seine Grenzen, so dass davon vor allem die noch heute bestehende Baustelle und gute Beziehungen zum kleinen Volk geblieben sind.


==Aufbau==
==Aufbau==
Zeile 41: Zeile 49:
Von den Wachen stammt fast die Hälfte aus dem Haferyaquirischen wie auch der '''Connetablo'''(de facto) ''Bard ui Callan'' . Im Gegensatz zum Rest der 'Ausländer' hat dieser nicht zusammen mit dem Junker in der Reichsarmee gedient. Der rothaarige, noch recht junge Caballero aus Albernia hat zwar nicht beim Junker gelernt, ist aber ein meisterlicher Kämpfer mit Anderthalbhänder und Langschwert. So der Junker nicht zugegen ist oder keine Zeit hat, ist Bard neben allem anderen auch für die waffentechnische Ausbildung der jungen Domnatellas verantwortlich.  
Von den Wachen stammt fast die Hälfte aus dem Haferyaquirischen wie auch der '''Connetablo'''(de facto) ''Bard ui Callan'' . Im Gegensatz zum Rest der 'Ausländer' hat dieser nicht zusammen mit dem Junker in der Reichsarmee gedient. Der rothaarige, noch recht junge Caballero aus Albernia hat zwar nicht beim Junker gelernt, ist aber ein meisterlicher Kämpfer mit Anderthalbhänder und Langschwert. So der Junker nicht zugegen ist oder keine Zeit hat, ist Bard neben allem anderen auch für die waffentechnische Ausbildung der jungen Domnatellas verantwortlich.  


Daneben wären noch die beiden Veteranen ''Radumar'' und ''Jadwinda'' zu erwähnen. Beide dienten zusammen mit dem Junker in dem IV. Kaiserlichen Elitegarderegiment [[avwik:Bärengarde|Bärengarde]]. Sie ist eine fast zierliche Grenzjägerin aus [[gar:Greifenfurt|Greifenfurt]], die vor allem als Späherin diente und die heute noch oft ein Auge auf die Wildbestände des Gutes hat. Dagegen ist er mit über zwei Schritt im wahrsten Sinne ein Weidener Bär. Seit sein Bruder mit dem Rest der Bärengarde vor Wehrheim geblieben ist, neigt er in seinen dunklen Momenten zu regelrechten Tobsuchtsanfällen. Seit der vorherige Schmied in einem Unfall verstorben ist verbringt er viel Zeit allein in der Schmiede und entwickelt dabei langsam ein Talent für das Anpassen von Hufeisen und Warten von Waffen und Rüstungen. Bei den allwöchentlichen Wettschießen kommt er als Schütze mit dem Kriegsbogen fast an Jadwinas Meisterschaft heran.  
Daneben wären noch die beiden Veteranen '''Radumar''' und '''Jadwinda''' zu erwähnen. Beide dienten zusammen mit dem Junker in dem IV. Kaiserlichen Elitegarderegiment [[avwik:Bärengarde|Bärengarde]]. Sie ist eine fast zierliche Grenzjägerin aus [[gar:Greifenfurt|Greifenfurt]], die vor allem als Späherin diente und die heute noch oft ein Auge auf die Wildbestände des Gutes hat. Dagegen ist er mit über zwei Schritt im wahrsten Sinne ein Weidener Bär. Seit sein Bruder mit dem Rest der Bärengarde vor Wehrheim geblieben ist, neigt er in seinen dunklen Momenten zu regelrechten Tobsuchtsanfällen. Seit der vorherige Schmied in einem Unfall verstorben ist verbringt er viel Zeit allein in der Schmiede und entwickelt dabei langsam ein Talent für das Anpassen von Hufeisen und Warten von Waffen und Rüstungen. Bei den allwöchentlichen Wettschießen kommt er als Schütze mit dem Kriegsbogen fast an Jadwinas Meisterschaft heran.  


Der einheimische Teil der Wachmannschaften kommt ausschließlich aus Melanor. Auch wenn die wenigsten an die profunden Waffenkenntnisse der Ausländer herankommen, finden sich hier viele noch recht jungen Kämpen, die die Gegend wie ihre Westentasche kennen. So mancher hat als Kind selbst hier Schafe gehütet und kennt Land und Leute.
Der einheimische Teil der Wachmannschaften kommt ausschließlich aus Melanor. Auch wenn die wenigsten an die profunden Waffenkenntnisse der Ausländer herankommen, finden sich hier viele noch recht jungen Kämpen, die die Gegend wie ihre Westentasche kennen. So mancher hat als Kind selbst hier Schafe gehütet und kennt Land und Leute.
Zeile 52: Zeile 60:


===Tiere===
===Tiere===
Die Familia hat für almadaner Verhältnisse nur wenige '''Pferde''', so dass selbst wenn diese alle im Winter im Stall stehen, der Stalldienst als eher überschaubar gilt. '''Hunde''' und '''Falken''' der hohen Herrschaften sind so überschaubar in ihrer Anzahl, dass man sich nicht besonders um sie kümmern braucht. Um die Falken kümmert sich der vormalige [[Bodar Tolak von Melanor|Soberan]]der Familia eh am liebsten selbst, höchstens unterstützt von seinem Halbbruder, dem Castellan.  
Die Familia hat für almadaner Verhältnisse nur wenige '''Pferde''', so dass selbst wenn diese alle im Winter im Stall stehen, der Stalldienst als eher überschaubar gilt. '''Hunde''' und '''Falken''' der hohen Herrschaften sind so überschaubar in ihrer Anzahl, dass man sich nicht besonders um sie kümmern braucht. Um die Falken kümmert sich der vormalige [[Bodar Tolak von Melanor|Soberan]] der Familia eh am liebsten selbst, höchstens unterstützt von seinem Halbbruder, dem Castellan.  


Die Hunde - Bornländer-Tuzaker-Mischlinge - streunen meistens mit den jungen Domnatellas herum.  
Die Hunde - Bornländer-Tuzaker-Mischlinge - streunen meistens mit den jungen Domnatellas herum.