Chronik.Ereignis1047 Frühling in Alina 07: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Seite wurde neu angelegt: „==Eine zwielichtige Taberna in Punin, Peraine 1047 BF== '''Autor:''' Amrit Dunst hing zu dieser späten Stunde unter den niedrigen Dachbalken der Taberna San Gimeno - Pfeifenrauch, Ausdünstungen, verschüttete Getränke - und die Besucher saßen dicht gepackt. Grisoldo hatte dennoch einen Platz gefunden, wo er alleine sitzen konnte, den Humpen vor sich, das Papier jedoch achtsam unter der Tischkante gehalten. Er…“
 
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==Eine zwielichtige Taberna in [[Punin]], Peraine [[Annalen:1047|1047]] BF==
==[[Unter-Punin]], Peraine [[Annalen:1047|1047]] BF==


'''Autor:''' [[Benutzer:Amrit|Amrit]]
'''Autoren:''' [[Benutzer:Jan|Jan]] und [[Benutzer:Amrit|Amrit]]


Dunst hing zu dieser späten Stunde unter den niedrigen Dachbalken der Taberna San Gimeno - Pfeifenrauch, Ausdünstungen, verschüttete Getränke - und die Besucher saßen dicht gepackt. Grisoldo hatte dennoch einen Platz gefunden, wo er alleine sitzen konnte, den Humpen vor sich, das Papier jedoch achtsam unter der Tischkante gehalten. Er skizzierte die Frau mit der Elsterfeder, vorsichtig, Stück für Stück, und immer nur wenn sie vom Boltanspiel gänzlich eingenommen war. Einige Striche der dicht gelockten schwarzen Haare. Eine Kurve der scharf hervortretenden Wangenknochen. Ein Zug der Augen, die immer etwas Misstrauisches enthielten.
Dunst hing zu dieser späten Stunde unter den niedrigen Dachbalken der Taberna San Gimeno - Pfeifenrauch, Ausdünstungen, verschüttete Getränke - und die Besucher saßen dicht gepackt. Grisoldo hatte dennoch einen Platz gefunden, wo er alleine sitzen konnte, den Humpen vor sich, das Papier jedoch achtsam unter der Tischkante gehalten. Er skizzierte die Frau mit der Elsterfeder, vorsichtig, Stück für Stück, und immer nur wenn sie vom Boltanspiel gänzlich eingenommen war. Einige Striche der dicht gelockten schwarzen Haare. Eine Kurve der scharf hervortretenden Wangenknochen. Ein Zug der Augen, die immer etwas Misstrauisches enthielten.
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Erst als der hohe Schatten in der beleuchteten Tür verschwunden war, richtete der Phexjünger sich vorsichtig auf, klopfte den Staub ab und fühlte dann durch den Stoff seiner Kleidung an seine Seite. Die eigentliche Skizze war noch dort, wo er sie bei seiner Entdeckung rasch geschoben hatte. Gut.
Erst als der hohe Schatten in der beleuchteten Tür verschwunden war, richtete der Phexjünger sich vorsichtig auf, klopfte den Staub ab und fühlte dann durch den Stoff seiner Kleidung an seine Seite. Die eigentliche Skizze war noch dort, wo er sie bei seiner Entdeckung rasch geschoben hatte. Gut.


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Am nächsten Tage, in einer kleinen Kammer am Ende eines engen Hinterhofs in Unter-Punin. Eine einzelne Funzel brannte auf einem kleinen, mitleiderregenden Tischlein. Auch der Rest der Möbel war eher rudimentär. Nur einige in dieser Umgebung krude und gruselig anmutende Zeichnungen und Geräte ließen einen Fremden erahnen, wer hier wirklich hauste.


{{Chronik.Ereignis|Zurück=[[Chronik.Ereignis1047 Frühling in Alina 06|Teil 06]]|Chronik:Jahr=Chronik:1047|Ereignisname=[[Chronik:1047#Chronik.Ereignis1047 Frühling in Alina  |Chronik.Ereignis1047 Frühling in Alina ]]|Teil=Teil 07|Weiter=[[Chronik.Ereignis1047 Frühling in Alina  08|Teil 08]]}}[[Kategorie:Chronik.Ereignis1047]]
Die ''Comerciante'' besah sich diese anatomischen Werkzeuge und Zeichnungen sehr genau, nickte dann anerkennend und schwenkte den Blick hinüber zu ihrem ''Cliente'': "Das sind schöne Instrumente die Ihr da habt, Adeptus, scharf und blitzblank - mit sehr hilfreichen Anleitungen." Sie nahm eins der Messerchen von der kleinen, sortierten Kommode - das einzige, das hier intakt schien, vermutlich eine krampfhafte Erinnerung an das Leben, das der Adeptus einst geführt hatte. Mit der Klinge in der Hand ging sie hinüber zu dem Mann, der verzweifelt versuchte Haltung zu bewahren, aber sein leichtes, nervöses Zittern verriet, dass er dazu im Grunde nicht mehr in der Lage war - und schon gar nicht um sein eigentliches Handwerk auszuführen. Zumindest nicht, bis er das bekam, was er brauchte. Was sie hatte.
 
Sie holte einen kleinen Beutel heraus, dieser roch verdächtig nach Mohn. Dann hielt sie das Messerchen an den Beutel. "Nicht," polterte es aus dem Magier hinaus, seine zitternde Hand schnellte nach vorne.
"Aber, aber, ''mi bueno Horanthes'', Ihr wisst doch, dass wir gute ''Compañeros'' sind. Ich will doch, dass ihr meine Leute weiter zusammenflickt und… Ihr wisst schon.” Der langbärtige Mann, dessen Kleidung versuchte, noch einen letzten Schein aufrechtzuerhalten, nickte eifrig, während sie weiter ausführte: “Ihr erhaltet dafür doch gute Bezahlung - ein feines Versteck, wo Euch Eure Schuldner nicht finden und… das hier.” [[Dulcinea di Alina|Dulcinea]] warf dem Vinsalter Magier das Beutelchen zu. Der fing es aufgeregt und behänder als gedacht auf. Er öffnete es, inspizierte den Inhalt - Purpurmohn - setzte dann einen wütenden Blick auf. “Ihr wisst, die andere Hälfte gibt es erst nach getaner Arbeit. Ich habe einen Ausflug vor. Nun macht Euch frisch und gebt mir, was ich will.”
 
Kurz darauf verließ ein Mann mit edlen Zügen die Kammer - Dulcineo di Alina. Nur würde er diesen Namen nicht benutzen. Dieser Magier leistete - wenn er seinen Rausch bekam - wahrlich gute Arbeit, besser als Dulcineos übliche Verkleidungen.
 
 
 
 
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