Chronik.Ereignis1046 Die Rochade 02: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Bild: | [[Bild:Rafik 58 ermattet final.png|left|thumb|500px|Kanzler Rafik v. Taladur ä.H. ermattet am Abend des 7. RON 1046 BF]] | ||
Dom Rafik war an diesem Abend nicht er selbst, auch wenn er dies gegenüber den Bediensteten der Hofkanzlei so gerade noch verbergen konnte. Der Tag auf dem Goldacker hatte ihn bis ins Mark erschüttert. Er kannte die Schwarze Witte, die Kaiseringroßmutter, die [[avwik:Al'Anfa|Al'Anfanerin]]. Er kannte sie sogar ausgesprochen gut, so dachte er jedenfalls. Deshalb hatte er persönlich dafür gesorgt, dass ihr [[Annalen:1039|1039]] BF ein Platz im [[Hoher Rat (Punin)|Hohen Rat]] der Stadt Punin zugesichert worden war. Aber heute hatte sie alle seine Grundsätze, seine Integrität und nicht zuletzt seine Position in Frage gestellt. Sie hatte von ihm das Unfassbare verlangt. | Dom Rafik war an diesem Abend nicht er selbst, auch wenn er dies gegenüber den Bediensteten der Hofkanzlei so gerade noch verbergen konnte. Der Tag auf dem Goldacker hatte ihn bis ins Mark erschüttert. Er kannte die Schwarze Witte, die Kaiseringroßmutter, die [[avwik:Al'Anfa|Al'Anfanerin]]. Er kannte sie sogar ausgesprochen gut, so dachte er jedenfalls. Deshalb hatte er persönlich dafür gesorgt, dass ihr [[Annalen:1039|1039]] BF ein Platz im [[Hoher Rat (Punin)|Hohen Rat]] der Stadt Punin zugesichert worden war. Aber heute hatte sie alle seine Grundsätze, seine Integrität und nicht zuletzt seine Position in Frage gestellt. Sie hatte von ihm das Unfassbare verlangt. | ||
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Dom Rafik schritt die Flure entlang in die obere Etage; er kannte den Weg. Schwarze Kristalllüster bedeckten die Decke des abgedunkelten Kabinetts, in dem die Paligan ihn für gewöhnlich zu empfangen gedachte. Die Luft war geschwängert von konzentriertem Lavendelduft mit einem Hauch von Sandelholz, einer schweren Note, die Rafik nur mit Mühe ertragen konnte. Und da also saß sie, die Großmutter der Kaiserin, regungslos in einer ausladenden, mit schwarz-silbernem Brokat bezogenen Sitzgruppe. Ihre Majestät trug eine elegante, streng geschnittene, schwarze Seidenrobe – ohne den üblichen hüfthohen seitlichen Schlitz, wie Rafik bemerkte –, aus der sich die Konturen ihres markant-schlanken Körpers scharf herausschnitten. Sie war mit beinahe 80 Götterläufen keinesfalls mehr jung zu nennen, doch weit davon entfernt alt zu wirken. Rafik fragte sich nicht zum ersten Mal nach den mysteriösen Geheimnissen dieser Frau. Noch immer übertraf ihre Ausstrahlung die vieler deutlich jüngerer und auch deutlich hübscherer Frauen, derer Rafik so einige kannte. Doch niemand konnte mit der Paligan mithalten, wenn es um Eleganz und Charisma ging. Auch nicht bezüglich Autorität und Willenskraft. Allenfalls ihre Enkelin, die Kaiserin [[avwik:Rohaja von Gareth|Rohaja]]. | Dom Rafik schritt die Flure entlang in die obere Etage; er kannte den Weg. Schwarze Kristalllüster bedeckten die Decke des abgedunkelten Kabinetts, in dem die Paligan ihn für gewöhnlich zu empfangen gedachte. Die Luft war geschwängert von konzentriertem Lavendelduft mit einem Hauch von Sandelholz, einer schweren Note, die Rafik nur mit Mühe ertragen konnte. Und da also saß sie, die Großmutter der Kaiserin, regungslos in einer ausladenden, mit schwarz-silbernem Brokat bezogenen Sitzgruppe. Ihre Majestät trug eine elegante, streng geschnittene, schwarze Seidenrobe – ohne den üblichen hüfthohen seitlichen Schlitz, wie Rafik bemerkte –, aus der sich die Konturen ihres markant-schlanken Körpers scharf herausschnitten. Sie war mit beinahe 80 Götterläufen keinesfalls mehr jung zu nennen, doch weit davon entfernt alt zu wirken. Rafik fragte sich nicht zum ersten Mal nach den mysteriösen Geheimnissen dieser Frau. Noch immer übertraf ihre Ausstrahlung die vieler deutlich jüngerer und auch deutlich hübscherer Frauen, derer Rafik so einige kannte. Doch niemand konnte mit der Paligan mithalten, wenn es um Eleganz und Charisma ging. Auch nicht bezüglich Autorität und Willenskraft. Allenfalls ihre Enkelin, die Kaiserin [[avwik:Rohaja von Gareth|Rohaja]]. | ||
[[Bild:Rafik und Alara RON 1046.png|right|thumb|550px|Kanzler Rafik von Taladur ä.H. im Gespräch mit Kaiserinwitwe Alara Paligan]] | |||
Im Nachhinein betrachtete er es als Fehler, in der Hofkanzlei seinen Tee noch zu Ende genossen zu haben, denn er wurde überraschend kühl empfangen. ''„Beliebt es Ihm also zu erscheinen“'', hauchte eine immer wieder verwirrend jugendlich-alte Stimme unter dem schwarzen Spitzenschleier hervor, den die Witwe Kaiser Hals auch an diesem Tag zu tragen pflegte. | Im Nachhinein betrachtete er es als Fehler, in der Hofkanzlei seinen Tee noch zu Ende genossen zu haben, denn er wurde überraschend kühl empfangen. ''„Beliebt es Ihm also zu erscheinen“'', hauchte eine immer wieder verwirrend jugendlich-alte Stimme unter dem schwarzen Spitzenschleier hervor, den die Witwe Kaiser Hals auch an diesem Tag zu tragen pflegte. | ||
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War das nun gut oder schlecht? Rafik war sich bei der Paligan nie ganz sicher. Aber selbst in ihrem Alter beliebte sie ab und an noch zu kokettieren. Spielte sie also nur mit ihm? War ihr einmal mehr schlicht fad und hatte ihn daher rufen lassen? Dom Rafik zupfte seine Gewandung zurecht und zwirbelte nachdenklich, mit aufkommender Nervosität, seinen fein getrimmten Schnäuzer. Dann besprachen sie länglich die Angelegenheit des Drachenordens, wobei keiner wirklich all sein Wissen auf den Tisch zu legen bereit schien. Das Thema war sensibel. Kaum jemand wusste davon und das aus gutem Grund. Denn wenn publik werden würde, wie aktiv der Orden in Almada bereits war, würde das nur eine Panik verursachen. Rafik aber wollte genau dies nicht. | War das nun gut oder schlecht? Rafik war sich bei der Paligan nie ganz sicher. Aber selbst in ihrem Alter beliebte sie ab und an noch zu kokettieren. Spielte sie also nur mit ihm? War ihr einmal mehr schlicht fad und hatte ihn daher rufen lassen? Dom Rafik zupfte seine Gewandung zurecht und zwirbelte nachdenklich, mit aufkommender Nervosität, seinen fein getrimmten Schnäuzer. Dann besprachen sie länglich die Angelegenheit des Drachenordens, wobei keiner wirklich all sein Wissen auf den Tisch zu legen bereit schien. Das Thema war sensibel. Kaum jemand wusste davon und das aus gutem Grund. Denn wenn publik werden würde, wie aktiv der Orden in Almada bereits war, würde das nur eine Panik verursachen. Rafik aber wollte genau dies nicht. | ||
[[Bild:Mandrake.png|right|thumb|350px|Darstellung eines Mandraken in der Puniner Galleria der Schönen Künste]] | |||
Rafik hatte sich intensiv mit der Thematik beschäftigt. ‚Uled ash'Shebah‘ hieß übersetzt so viel wie ‚Staat des Thrones‘ und war der größte und einflussreichste bekannte Drachenkult. Nach seinen Recherchen hatte sich dieser wohl um 9.000 v.BF. unter der Mantra’ke [[avwik:Yalstene (Mantra'ke)|Yalstene]] vom eigentlichen Drachenorden abgespaltet, der in der Folge immer mehr in Untergruppierungen zerfallen war. Mehr Wissen um die Historie war ihm schwer zugänglich gewesen, er erfuhr aber, dass es das erklärte Ziel der ‚Uled ash'Shebah‘ gewesen war, die Lehren und die Verehrung [[avwik:Pyrdacor|Pyrdacors]] und [[avwik:Umbracor|Umbracors]] vor allen anderen Alten und Hohen Drachen zu stellen. Und nach den Berichten der von ihm selbst entsandten Helden war klar geworden, dass der Orden mehr als 10.000 Jahre später immer noch bestand. | Rafik hatte sich intensiv mit der Thematik beschäftigt. ‚Uled ash'Shebah‘ hieß übersetzt so viel wie ‚Staat des Thrones‘ und war der größte und einflussreichste bekannte Drachenkult. Nach seinen Recherchen hatte sich dieser wohl um 9.000 v.BF. unter der Mantra’ke [[avwik:Yalstene (Mantra'ke)|Yalstene]] vom eigentlichen Drachenorden abgespaltet, der in der Folge immer mehr in Untergruppierungen zerfallen war. Mehr Wissen um die Historie war ihm schwer zugänglich gewesen, er erfuhr aber, dass es das erklärte Ziel der ‚Uled ash'Shebah‘ gewesen war, die Lehren und die Verehrung [[avwik:Pyrdacor|Pyrdacors]] und [[avwik:Umbracor|Umbracors]] vor allen anderen Alten und Hohen Drachen zu stellen. Und nach den Berichten der von ihm selbst entsandten Helden war klar geworden, dass der Orden mehr als 10.000 Jahre später immer noch bestand. | ||
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Da hatte Alara einen wunden Punkt getroffen, denn tatsächlich hatte sich Rafik immer seltener mit Fürst Gwain von Harmamund getroffen. Die wöchentlichen Konsultationen mit dem Fürsten waren schon lange Vergangenheit, da Gwain immer weniger Interesse für das politische Tagesgeschäft gezeigt hatte. Er schien zu resignieren, da er keinen Erben hinterlassen würde. Und Rafik war es nur recht gewesen, Almada nach seiner eigenen Vorstellung zu verwalten, was, so fand er jedenfalls, auch ganz vorzüglich lief. ''„Nun… das mag schon etwas her sein, aber …“'' – ''„Der Fürst welkt dahin, seit Monaten, rapide. Er ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Wohlmöglich ist er gar nicht mehr er selbst... Und letzte Nacht hat ihn der Schlag getroffen. Natürlicherweise? Vielleicht nicht. Er stammelt nur noch vor sich hin. Unser Leibmedicus war sofort zur Stelle.“'' Der Kanzler zeigte sich tief betroffen. Das wusste er nicht, warum hatte ihn niemand informiert? Warum wusste Alara dies vor ihm? Wurde er bewusst im Unwissenden gehalten? Welches Spiel spielte Alara? | Da hatte Alara einen wunden Punkt getroffen, denn tatsächlich hatte sich Rafik immer seltener mit Fürst Gwain von Harmamund getroffen. Die wöchentlichen Konsultationen mit dem Fürsten waren schon lange Vergangenheit, da Gwain immer weniger Interesse für das politische Tagesgeschäft gezeigt hatte. Er schien zu resignieren, da er keinen Erben hinterlassen würde. Und Rafik war es nur recht gewesen, Almada nach seiner eigenen Vorstellung zu verwalten, was, so fand er jedenfalls, auch ganz vorzüglich lief. ''„Nun… das mag schon etwas her sein, aber …“'' – ''„Der Fürst welkt dahin, seit Monaten, rapide. Er ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Wohlmöglich ist er gar nicht mehr er selbst... Und letzte Nacht hat ihn der Schlag getroffen. Natürlicherweise? Vielleicht nicht. Er stammelt nur noch vor sich hin. Unser Leibmedicus war sofort zur Stelle.“'' Der Kanzler zeigte sich tief betroffen. Das wusste er nicht, warum hatte ihn niemand informiert? Warum wusste Alara dies vor ihm? Wurde er bewusst im Unwissenden gehalten? Welches Spiel spielte Alara? | ||
[[Bild:Goldacker.jpg| | [[Bild:Goldacker.jpg|left|thumb|350px|Der Palacio Galandi auf dem Goldacker, darüber die fürstliche Residencia]] | ||
Doch noch während er sich diese Fragen stellte, fuhr die Paligan mit ihrer geradlinig, bedrohlich sanften Stimme fort, was ihn dann vollends aus der Bahn werfen sollte: ''„Wir hörten auch, dass jemand aus dem Drachenorden, eben jenen ‚Uled ash'Shebah‘, möglicherweise danach trachtet, in den Leib des Fürsten einzufahren. So könnten die Mandraken über Almada und damit eine der wichtigsten Provinzen des Kaiserreiches herrschen. Zwischen Raulschem Reich, Altem Reich und dem Kalifat, unweit der Zwergenreiche. Unbemerkt. Und wenn sich der Fürst nun in dieser Metamorphose befindet, dann ist dies eine große Gefahr, nicht nur für Almada.“'' | Doch noch während er sich diese Fragen stellte, fuhr die Paligan mit ihrer geradlinig, bedrohlich sanften Stimme fort, was ihn dann vollends aus der Bahn werfen sollte: ''„Wir hörten auch, dass jemand aus dem Drachenorden, eben jenen ‚Uled ash'Shebah‘, möglicherweise danach trachtet, in den Leib des Fürsten einzufahren. So könnten die Mandraken über Almada und damit eine der wichtigsten Provinzen des Kaiserreiches herrschen. Zwischen Raulschem Reich, Altem Reich und dem Kalifat, unweit der Zwergenreiche. Unbemerkt. Und wenn sich der Fürst nun in dieser Metamorphose befindet, dann ist dies eine große Gefahr, nicht nur für Almada.“'' | ||
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Die Schwarze Witwe und der Fürst hatten stets ein schwieriges Verhältnis gehabt. Das war Rafik bewusst. Aber diese Geschichte schien ihm ungeheuerlich. ''„Eure Kaiserliche Majestät“'', versuchte es Rafik erneut. ''„Ich werde dem Fürsten noch heute meine Aufwartung machen und selbst nach dem Rechten sehen.“'' – ''„Ja, Exzellenz, genau das wird Er tun. Mit dem hier.“'' Mit diesen Worten überreichte sie ihm ein Kästchen aus lackiertem Ebenholz, das, so fiel dem Kanzler erst in diesem Moment auf, bereits die ganze Zeit über auf dem Sofa neben der Kaiserinwitwe geruht hatte. Dom Rafik nahm das Kästchen zögerlich entgehen. ''„Ein Geschenk für den Fürsten, Eure Kaiserliche Majestät?“'' – ''„Nun, so könnte man es nennen.“'' Sie lächelte emotionslos, was Dom Rafik einen Schauder über den Rücken fahren ließ. ''„Öffne Er es.“'' Rafik hob den Deckel des Kästchens an, in dem sich eine Samtverkleidung befand – und ein ausgesprochen edel aus Silber gefertigter [[avwik:Mengbilla|Mengbilarer]] Dolch. Er starrte die Waffe fassungslos an, während die Kaiserinwitwe ihn weiter instruierte: ''„Der Fürst kann, der Fürst darf nicht weiter regieren. Gwain von Harmamund muss sterben. Und dafür, mein guter Kanzler, wird Er Sorge tragen, höchstselbstens. Nehmt dem Fürsten seine letzte Beichte ab, erfahrt alles, was er weiß und dann, dann beendet er sein Leben“'', wobei sie eine ruckhafte, überraschend ordinäre Bewegung mit der Faust auf die eigene Brust vollführte, nur um direkt danach in ein honigsüßes Lächeln über zu gehen. Der Kanzler war erschüttert. | Die Schwarze Witwe und der Fürst hatten stets ein schwieriges Verhältnis gehabt. Das war Rafik bewusst. Aber diese Geschichte schien ihm ungeheuerlich. ''„Eure Kaiserliche Majestät“'', versuchte es Rafik erneut. ''„Ich werde dem Fürsten noch heute meine Aufwartung machen und selbst nach dem Rechten sehen.“'' – ''„Ja, Exzellenz, genau das wird Er tun. Mit dem hier.“'' Mit diesen Worten überreichte sie ihm ein Kästchen aus lackiertem Ebenholz, das, so fiel dem Kanzler erst in diesem Moment auf, bereits die ganze Zeit über auf dem Sofa neben der Kaiserinwitwe geruht hatte. Dom Rafik nahm das Kästchen zögerlich entgehen. ''„Ein Geschenk für den Fürsten, Eure Kaiserliche Majestät?“'' – ''„Nun, so könnte man es nennen.“'' Sie lächelte emotionslos, was Dom Rafik einen Schauder über den Rücken fahren ließ. ''„Öffne Er es.“'' Rafik hob den Deckel des Kästchens an, in dem sich eine Samtverkleidung befand – und ein ausgesprochen edel aus Silber gefertigter [[avwik:Mengbilla|Mengbilarer]] Dolch. Er starrte die Waffe fassungslos an, während die Kaiserinwitwe ihn weiter instruierte: ''„Der Fürst kann, der Fürst darf nicht weiter regieren. Gwain von Harmamund muss sterben. Und dafür, mein guter Kanzler, wird Er Sorge tragen, höchstselbstens. Nehmt dem Fürsten seine letzte Beichte ab, erfahrt alles, was er weiß und dann, dann beendet er sein Leben“'', wobei sie eine ruckhafte, überraschend ordinäre Bewegung mit der Faust auf die eigene Brust vollführte, nur um direkt danach in ein honigsüßes Lächeln über zu gehen. Der Kanzler war erschüttert. | ||
[[Bild:Kukrisdolch 1.png|right|thumb|400px|Ein giftiges Geschenk von Alara Paligan]] | |||
Alara Paligan, die Al’Anfanerin, hatte ein großes Netzwerk an Spitzeln, Informanten und sicherlich auch Meuchlern. Und daher kam Kanzler Rafiks folgende Frage auch sehr unmittelbar: ''„Mit Verlaub, … warum ich?“'' Die Schwarze Witwe schaute ihn spitz aus den Augenwinkeln an: ''„Weil Er der einzige Eingeweihte ist, und weil Er wohlmöglich Teil der Verschwörung ist, was Wir dann wissen werden, wenn Er sich also diesem direkten Auftrag seiner Majestät widersetzt. Und weil das sein letzter Dienst als Kanzler Almadas sein wird.“'' Dom Rafik trat der Schweiß auf die Stirn, er wusste nicht, was er entgegnen sollte. ''„Nun denn,“'' schloss Alara Paligan das Treffen. ''„Das Gift erhält Er von unserem Leibdiener beim Hinausgehen – es wird für zwei Anwendungen reichen.“'' | Alara Paligan, die Al’Anfanerin, hatte ein großes Netzwerk an Spitzeln, Informanten und sicherlich auch Meuchlern. Und daher kam Kanzler Rafiks folgende Frage auch sehr unmittelbar: ''„Mit Verlaub, … warum ich?“'' Die Schwarze Witwe schaute ihn spitz aus den Augenwinkeln an: ''„Weil Er der einzige Eingeweihte ist, und weil Er wohlmöglich Teil der Verschwörung ist, was Wir dann wissen werden, wenn Er sich also diesem direkten Auftrag seiner Majestät widersetzt. Und weil das sein letzter Dienst als Kanzler Almadas sein wird.“'' Dom Rafik trat der Schweiß auf die Stirn, er wusste nicht, was er entgegnen sollte. ''„Nun denn,“'' schloss Alara Paligan das Treffen. ''„Das Gift erhält Er von unserem Leibdiener beim Hinausgehen – es wird für zwei Anwendungen reichen.“'' | ||