Chronik.Ereignis1036 Pilgerzug Quirod 01: Unterschied zwischen den Versionen
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Mit diesen Worten verließ Dom [[Rafik von Taladur ä. H.|Rafik]] wohl gelaunt das Zelt des hinter ihm zürnenden Fürsten und trat hinaus in die gleißende Nachmittagssonne. Auf dem Platz vor dem Fischereistädchen Quirod ging es rege zu. Die Geweihten waren im Gespräch mit den Pilgern, sprachen Kindern den Segen und Trost den Alten. Es mochten gut an die Tausend gewesen sein, die sich mit dem Fürsten und dem Adel Almadas auf den Weg nach [[Brig-Lo]] begeben hatten. Und auch der Kanzler fand immer mehr Gefallen an dieser Unternehmung, die sich weitaus weniger streng und frömmelnd entwickelt hatte, als er das erwartet hatte. Man war schließlich nicht in Weiden, von Tobrien ganz zu schweigen. Er liebte dieses Land, sein Land. | Mit diesen Worten verließ Dom [[Rafik von Taladur ä. H.|Rafik]] wohl gelaunt das Zelt des hinter ihm zürnenden Fürsten und trat hinaus in die gleißende Nachmittagssonne. Auf dem Platz vor dem Fischereistädchen Quirod ging es rege zu. Die Geweihten waren im Gespräch mit den Pilgern, sprachen Kindern den Segen und Trost den Alten. Es mochten gut an die Tausend gewesen sein, die sich mit dem Fürsten und dem Adel Almadas auf den Weg nach [[Brig-Lo]] begeben hatten. Und auch der Kanzler fand immer mehr Gefallen an dieser Unternehmung, die sich weitaus weniger streng und frömmelnd entwickelt hatte, als er das erwartet hatte. Man war schließlich nicht in Weiden, von Tobrien ganz zu schweigen. Er liebte dieses Land, sein Land. | ||
„He, Dom Rafik, kommt her, wir brauchen einmal Euren fachkundigen Rat!“ Es war der Landvogt von [[ | „He, Dom Rafik, kommt her, wir brauchen einmal Euren fachkundigen Rat!“ Es war der Landvogt von [[Al'Muktur]], sein alter Freund. Dieser wusste, dass dem Kanzler zu einfach zu schmeicheln war. Noch besser als charmante Worte aber waren diesem charmante Frauen. Und selbstverständlich Gebäck. Alles drei war zur Genüge beisammen in der Gruppe Magnaten, die sich um die – mehr oder weniger – liebreizenden Töchter des Grafen von [[Grafschaft Ragath|Ragath]] versammelt hatten. „Meint Ihr nicht, es wäre endlich Zeit zum heiraten?“ | ||
Diese Frage war Dom Rafik stets ein wenig peinlich gewesen. Denn dann müsste er sich ja entscheiden. Für eine… Für immer… „Mhh. Meint Ihr denn, das wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt für einen Burschen in den besten Jahren wie mich?“ – „Ähm, Euer Exzellenz, mit Verlaub, aber ich sprach für einmal nicht von Euch. Sondern von der Jugend! Nach all den schwierigen Zeiten wird es Zeit, Almada wieder nach vorne zu bringen. Stabile Bündnisse zu knüpfen. Blutsbande zu knüpfen für ein starkes Königreich.“ | Diese Frage war Dom Rafik stets ein wenig peinlich gewesen. Denn dann müsste er sich ja entscheiden. Für eine… Für immer… „Mhh. Meint Ihr denn, das wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt für einen Burschen in den besten Jahren wie mich?“ – „Ähm, Euer Exzellenz, mit Verlaub, aber ich sprach für einmal nicht von Euch. Sondern von der Jugend! Nach all den schwierigen Zeiten wird es Zeit, Almada wieder nach vorne zu bringen. Stabile Bündnisse zu knüpfen. Blutsbande zu knüpfen für ein starkes Königreich.“ | ||