Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 31: Unterschied zwischen den Versionen

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Yegua bedeutete Boronfried und den anderen mit einem Kopfnicken, einen Schritt zurück und damit aus der Kammer zu treten, damit sie die Aufrührerin besser ins Auge fassen konnte, die kecke Reden schwang, als wäre sie eine Blutsverwandte des Kaisers persönlich.
Yegua bedeutete Boronfried und den anderen mit einem Kopfnicken, einen Schritt zurück und damit aus der Kammer zu treten, damit sie die Aufrührerin besser ins Auge fassen konnte, die kecke Reden schwang, als wäre sie eine Blutsverwandte des Kaisers persönlich.


"Euer Name wurde mir in der Tat bereits genannt, Schurkin! Dass Ihr auch noch töricht zugebt, zu jener Dreckssippschaft von Auflehnern gegen die praiosgefügte Ordnung dieses Landes zu gehören, verschlimmert die Lage noch, in die Ihr Euch gebracht habt. Wisset, dass die Frau Reichsvogtin, die Ihr gerade beleidigt habt, meine Base ist - die Nichte meines Vaters Radmon von Elenta! ''Ihr'' befindet Euch hier auf ''MEINER'' Burg, über die mir die Oberhoheit übertragen wurde - folglich erteilt Ihr hier keine Befehle, sondern nehmt allenfalls die meinigen entgegen!"
"Euer Name wurde mir in der Tat bereits genannt, Schurkin! Dass Ihr auch noch töricht zugebt, zu jener Dreckssippschaft von Auflehnern gegen die praiosgefügte Ordnung dieses Landes zu gehören, verschlimmert die Lage noch, in die Ihr Euch gebracht habt. Wisset, dass die Frau Reichsvogtin, die Ihr gerade beleidigt habt, meine Base ist - die Nichte meines Vaters Radmon von Elenta! ''Ihr'' befindet Euch hier auf ''meiner'' Burg, über die mir die Oberhoheit übertragen wurde - folglich erteilt Ihr hier keine Befehle, sondern nehmt allenfalls die meinigen entgegen!"


Sie schüttelte den Kopf, als Richeza drohend ihre Klinge noch fester an den Hals der von ihr gefangenen Gardisten drückte, die kreidebleich im Gesicht war. "Spart Euch das! Diese Frau bedeutet mir nicht das Geringste, denn sie hat in ihrem Dienst Fehler begangen! Meine Base oder ich machen einmal so" - sie schnippte mit den Fingern – "und schon stehen drei andere Tagelöhner vor der Tür, um ihren gut besoldeten Platz in der Wehr Selaques einzunehmen."
Sie schüttelte den Kopf, als Richeza drohend ihre Klinge noch fester an den Hals der von ihr gefangenen Gardisten drückte, die kreidebleich im Gesicht war. "Spart Euch das! Diese Frau bedeutet mir nicht das Geringste, denn sie hat in ihrem Dienst Fehler begangen! Meine Base oder ich machen einmal so" - sie schnippte mit den Fingern – "und schon stehen drei andere Tagelöhner vor der Tür, um ihren gut besoldeten Platz in der Wehr Selaques einzunehmen."
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Wieder sah sie zu Boronfried und den Seinen, fasste einen der Gardisten nach dem anderen kurz ins Auge, beobachtete dabei aber weiterhin wachsam jede noch so kleine Bewegung der Commandanta. "Wie ihr gehört habt, liegt eurer Herrin nichts an eurem Leben. So sind die Elentas. Sie lassen die Dörfler vor den Mauern der Burg verhungern und von Ferkinas schänden und verheizen ihre Soldaten wie Feuerholz. Die da Vanyas sorgen für die ihren, denn sie nehmen ihren Lehnsschwur ernst. Entscheidet euch jetzt, wem ihr in Zukunft dienen wollt."
Wieder sah sie zu Boronfried und den Seinen, fasste einen der Gardisten nach dem anderen kurz ins Auge, beobachtete dabei aber weiterhin wachsam jede noch so kleine Bewegung der Commandanta. "Wie ihr gehört habt, liegt eurer Herrin nichts an eurem Leben. So sind die Elentas. Sie lassen die Dörfler vor den Mauern der Burg verhungern und von Ferkinas schänden und verheizen ihre Soldaten wie Feuerholz. Die da Vanyas sorgen für die ihren, denn sie nehmen ihren Lehnsschwur ernst. Entscheidet euch jetzt, wem ihr in Zukunft dienen wollt."


Und mit zwei raschen Schwüngen des Säbels durchtrennte sie erst Eleas Fußfesseln und dann den Strick an deren Hand, wobei sie der Frau aus Versehen einen Schnitt am Daumenballen verpasste.
Und mit zwei raschen Schwüngen des Säbels durchtrennte sie erst Eleas Fußfesseln und dann die Reitpeitsche, mit der ihre Hände gebunden waren, wobei sie der Frau aus Versehen einen Schnitt am Daumenballen verpasste.


"Auch du bist frei, Elea", sagte sie, während sie den Säbel hob und sich Yegua gegenüberstellte, um sich bei Bedarf rasch verteidigen zu können, "denn die da Vanyas schätzen das Leben ihrer Feinde mehr als die Elentas das ihrer Getreuen."
"Auch du bist frei, Elea", sagte sie, während sie den Säbel hob und sich Yegua gegenüberstellte, um sich bei Bedarf rasch verteidigen zu können, "denn die da Vanyas schätzen das Leben ihrer Feinde mehr als die Elentas das ihrer Getreuen."
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'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]
Die Worte der Scheffelsteinerin schienen zumindest bei Boronfried nicht ohne Wirkung geblieben zu sein. Sein Gesicht war bereits hart geworden als Yegua von Elenta allzu offenherzig bekannte, wie wenig er und seinesgleichen im Grunde in ihren und der Reichsvogtin Augen wert waren.
„Was machst Du denn?“, zischte Lucia neben ihm, als er die gezogene Waffe sinken ließ.
„Ich hab genug von all dem“, bekannte er für alle hörbar. „Elenta, da Vanya, Ferkinas oder Oger, am Ende muss doch immer unsereins ins Gras beißen. Sollen sich doch andere Tagelöhner für die hohen Damen schlagen.“ Sicherheitshalber war er einen Schritt zurück getreten, außerhalb der Reichweite des Streitkolbens der Commandanta.
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'''Autor:'''  [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]
Elea riss sich den Knebel aus dem Mund und rappelte sich hastig auf. Einen Moment lang starrte sie unschlüssig von der Landedlen zu ihrer Commandanta, klappte den Mund auf und wieder zu, dann stürzte sie zur Tür und zwängte sich an ihren Kameraden vorbei auf den Gang.
"Elea", sagte der Gardist Laudro, aber die Frau lief hastig den Flur hinunter. Ein ersticktes Schluchzen war zu hören, dann verklangen ihre Schritte auf der Treppe zum Erdgeschoss des Palas.
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'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]
"Du gehst nirgendwohin!", fauchte Yegua von Elenta Boronfried hinterher, der sich gerade verabschieden wollte. "Jeder, der das Castillo ohne meine Erlaubnis verlässt, baumelt binnen eines Tages als Deserteur und Fahnenflüchtiger vom nächsten Baum - mein Wort darauf!"
Während dieser Rede hatte sie keinen Moment ihren Blick von Richeza genommen. "Soweit kommt es noch, dass ihr euch jetzt schon von gefangenen Aufrührerinnen und Aufwieglerinnen Befehle erteilen lasst. Hört zu, Kebse! Es ist mir völlig einerlei, wer und von wessen Blut Ihr seid! Ihr seid widerrechtlich in das mir unterstellte Castillo eingedrungen – wie, das werde ich noch in Erfahrung bringen!"
Sie schwieg einen Moment lang und es war dem schönen Gesicht der Bastardtochter deutlich anzusehen, dass in ihrem Oberstübchen widersprüchliche Gedanken um die Vorherrschaft stritten. Schließlich fuhr sie fort: "Nichtsdestotrotz  bin ''ich'' jetzt die Herrin dieser Burg – nicht meine Base, die mich ja nicht einmal vollends als von ihrem Blute anerkennt. Sagt mir also rasch und genau, was Ihr von dieser angeblichen Anklage gegen die Reichsvogtin wisst, wer sie anklagt und was genau man ihr zur Last legt. Danach werde ich entscheiden, ob ich Euch glauben kann und Euch möglicherweise als freie Frau wieder das Castillo verlassen lasse oder aber ob meine Loyalität weiterhin der Soberana der Familia meines Erzeugers gilt, die sich sicherlich erkenntlich zeigen würde, wenn ich Euch als Gefangene präsentieren kann."
Sie warf den hinter ihr stehenden Bütteln einen warnenden Seitenblick zu, die allesamt ihre normalerweise so strenge Commandanta überrascht ob deren plötzlicher Zweifel und dem unterschwellig in Aussicht gestellten Loyalitätswechsel anstarrten. Dann aber richteten sie alle ihre Blicke gebannt auf Richeza, von deren Worten es nun wohl abhing, ob diese Sache hier hässlich oder unblutig enden würde.
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'''Autor:''' [[Benutzer:von Scheffelstein|von Scheffelstein]]
Die unverschämte Anrede ärgerte Richeza, und auch, wenn es gewiss nicht klug war, konnte sie sich nicht verkneifen, die Commandanta mit einem abfälligen Blick zu bedenken. "Ihr seid also ein Bastard? Dann solltet Ihr Euch erst recht einer anderen Sprache befleißigen", knurrte sie. "Dieses Castillo gehört seit jeher meiner Familia, und allein der Kaiser hat das Recht, es ihr zu nehmen, denn es befindet sich auf seinem Land. Ich weiß nicht, wer sich angemaßt hat, anderes zu behaupten, aber nicht einmal Eure ... teure Base hat das Recht, ohne Zustimmung des Kaisers über dieses Lehen zu verfügen. Was eben diese, Eure Base angeht, tätet Ihr wohl daran, Euer Haupt nicht neben das ihre aufs Schafott zu legen, indem Ihr ihrer schändlichen Sache dient."
Das lange Stehen, ja selbst das Sprechen begann Richeza anzustrengen. Ihr war, als presse eine gewaltige Zange ihr Hirn zusammen, und mit jedem Herzzschlag wurden die Schmerzen stärker. Wenn es ihr gut gegangen wäre, hätte sie der frechen Aufrührerin den Säbel durchs Gesicht gezogen. Zwar mochte diese stärker und besser gerüstet sein als Richeza, aber sie zweifelte nicht daran, dass sie schneller war. Gewesen wäre. Unter anderen Umständen. Es war müßig, darüber nachzudenken.
"Was ich über ihren Prozess weiß? Nun, Euch wird wohl bekannt sein, dass die ... Eure Base Anno 1020 von der [[Loyalistisch Almadanische Wehr|Loyalistisch Almadanischen Wehr]] nach Al'Muktur verbracht wurde, zu ihrem eigenen Schutz und weil man sie der Kooperation mit dem Schwarzen Schrotensteiner verdächtigte. Sicher ist Euch ebenfalls bekannt, dass man sie nach der Kerkerhaft aus Mangel an Beweisen freisprach und sie rehabilitiert auf ihr Lehen zurückkehrte. Und vielleicht habt ihr sogar davon gehört, dass der Reichsverräter vor sieben Jahren höchstselbst auf der Landständeversammlung erschien, um Domna Praiosmin von dort zu entführen."
Richeza rieb sich die Schläfe. "Dass sie nach vierjähriger Vernachlässigung des ihr anvertrauten Lehens überhaupt wieder in Amt und Würden zurückkehren durfte, verdankt sie allein dem Fürspruch meines Großvaters, des Vogtes von [[Königlich Kornhammer]]. Ach so, ich vergaß ganz zu erwähnen, dass sie ihr ''Leben'' ausschließlich dem Umstand verdankt, dass ich sie zusammen mit dem Aracener Junker aus den Händen eben jener [[Ferkina]]s befreite, die nun Selaque verwüsten."
Ungeduldig trat Richeza von einem Fuß auf den anderen. "Aber wie dankt sie's mir? Greift meine Familia an und plündert unseren Wohnsitz! Und warum? Ich sage es Euch: Weil sie mich aus dem Weg haben will, schließlich weiß ich um die Existenz ihres Sohnes – oh ja!, denn ich befreite ihn wie sie aus der Gefangenschaft der Wilden. Jetzt aber ist ihr Leugnen zwecklos, denn just zu dieser Zeit liegen dem Reichsgericht zu Punin Beweise vor, dass ihr Bastard ihrer Buhlschaft mit dem Schrotensteiner entstammt und dass sie selbst seit Jahr und Tag gelogen hat, um Rakolus den Schwarzen und seinen unheiligen Spross zu decken. Ein Teil der Beweisstücke stammt aus ihrer eigenen Feder." Richeza runzelte grimmig die Stirn. "Ihr müsst Euch also gar nicht die Mühe machen, mich für sie aus dem Weg schaffen zu wollen, denn es gibt hinreichend Zeugen und Asservate, die ihre Schuld belegen."
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'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]
Yegua von Elenta runzelte die Stirn und zog die Brauen zusammen, was ihrem schönen Gesicht eine gefährliche Note gab.
"Die Türmerstube des Bergfrieds brennt!", sagte sie schließlich unvermittelt, und diesmal war es Richeza, die die Stirne runzelte und ihr Gegenüber irritiert anblickte. Erst nach einem kurzen Augenblick wurde ihr klar, dass diese Feststellung gar nicht ihr, sondern den vier Gardisten draußen auf dem Gang gegolten hatte. "Helft den anderen beim Löschen!", fügte Yegua zischend mit befehlsgewohnter Stimme hinzu. Offensichtlich wollte sie mit Richeza alleine sprechen.
Die Selaquer Büttel schauten ihre Commandanta zunächst verblüfft an – aber Befehl war Befehl, mit der verletzten Aufrührerin würde sie notfalls auch alleine fertig werden. So trollten sie sich und rannten im Laufschritt auf den Hof hinaus.
Erst dann fuhr Yegua mit ihrem Verhör fort: "Was redet Ihr da von einem Sohn? Praiosmin hat keinen Sohn! Ich müsste es wohl wissen, wenn es so wäre! Sie hat lediglich zwei Mündel, die Ihr vielleicht irrtümlich für ihre Söhne gehalten habt. Einen großen herausgeputzten Geck namens Azzato von San Owilmar und einen kleinen blonden Zauberlehrling namens Ramin. Beides sind Großmäuler, die sich einiges darauf einbilden, die Gunst der Reichsvogtin zu genießen. Aber einen Sohn hat ''sie'' doch nicht!"
Sie verzog das Gesicht und deutete mit den Händen die Proportionen einer stark übergewichtigen Frau an. "Wisst Ihr denn nicht, dass man sie auch ''die bosquirische Jungfer'' nennt? Und das mit gutem Grund, kann ich Euch sagen! Die Gerüchte über eine angebliche Liaison mit dem Schwarzen Rakolus – oder mit jedwedem anderen Mann! – entbehren sicher jeder Grundlage und sind nur den Hirngespinsten böswilliger Neider entwachsen!" Sie schüttelte nochmals den Kopf. Aber die Zweifel waren ihr dennoch untrüglich ins Gesicht geschrieben.
"Es gibt Beweise, sagt Ihr? Schriftstücke von ihr, die belegen, dass es tatsächlich so ist? Wenn dem wirklich so sein sollte, so hat sie auch mir keinen reinen Wein eingeschenkt, und in diesem Falle müsste ich mir überlegen, ob sie dann nach wie vor meiner Treue würdig ist – das Blut meines Vaters hin oder her! Aber dazu muss ich diese angeblichen Beweisstücke mit eigenen Augen sehen! Könnt Ihr mir irgendetwas vorweisen, das mir beweist, dass Ihr die Wahrheit sprecht? Vielleicht erzählt Ihr mir nur Ammenmärchen, um Euren Hals zu re..."
Sie brach ab, als sie hinter sich schnelle Schritte auf dem Gang hörte. "Verflucht nochmal! Steht denn draußen das Tor sperrangelweit offen? Wer seid denn ihr Galgenvögel schon wieder?" Sie hob den Streitkolben zum Schlag, aber in dem Moment rammte ihr schon jemand von draußen den Griffkorb seines Rapiers gegen den Kopf.
"Moritatio da Vanya! Hofjunker Seiner Majestät, werte Dame! Ich wohne hier!"
"Du wohnst gleich auf dem Boronanger, du Hundesohn!", fauchte Yegua zurück und schlug mit dem Streitkolben nach seinem Gesicht. Moritatio parierte den Schlag zwar mit seinem Rapierstumpf – aber dabei brach er endgültig bis auf den Griffkorb ab, worauf innerhalb eines Augenblicks das selbstsichere Grinsen aus seinem Gesicht verschwand, mit dem er eben noch Richeza angestrahlt hatte. Stattdessen rief er nun "Raaaaauuuuuul!" und sprang einen Schritt zurück.
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'''Autor:''' [[Benutzer:Von Scheffelstein|von Scheffelstein]]
"Man nennt so manche eine Jungfer ...", hatte Richeza gerade angesetzt, als plötzlich Moritatio auf dem Gang erschien und die Bastard-Base der Elenterin ohne weitere Vorwarnung angriff – allerdings erfolglos.
Zwei, drei Herzschläge lang war Richeza wie gelähmt. Das war es jetzt, nun würde es doch auf einen Kampf hinauslaufen! Einen sehr ungleichen Kampf! Aber hatten sie je hoffen dürfen, das Castillo auf andere Weise zurückzugewinnen?
Sie warf Moritatio einen ebenso verzweifelten wie vorwurfsvollen Blick zu, dann sprang sie vor und hieb mit dem Säbel nach dem Gesicht der Kriegerin. Die Frau drehte instinktiv den Kopf zur Seite, aber die Klinge hinterließ einen klaffenden Schnitt an ihrer Schläfe, der sofort heftig zu bluten begann.
Richeza konnte gerade noch unter dem Streitkolben hindurch tauchen, der ihr andernfalls die Schulter zertrümmert hätte.
Im Rücken der Commandanta tauchte nun [[Raúl de Vargas]] auf. Einen Moment lang schien er zu zögern, ob er die Kriegerin angreifen oder ihr das Schwert an die Kehle legen sollte, doch als diese mit einem wütenden Ausfallschritt Richeza weiter zurückdrängte, schlug er einfach zu.
Zum Namenlosen, diese Frau verstand ihr Handwerk! Wie eine Puniner Theatertänzerin wirbelte sie herum, Stahl schlug auf Stahl, Funken stoben, und mit einem Kreischen fuhr der Streitkolben an der Klinge des Schwerts hinab.
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'''Autor:''' [[Benutzer:SteveT|SteveT]]
"Verfluchtes Biest!", spie Yegua Richeza an und stieß sie dabei mit der freien Hand mit aller Kraft rückwärts, sodass diese nach hinten stolperte und der Länge nach hinschlug.
"''Du wohnst hier?''", äffte sie dann den selbstgefälligen Tonfall Moritatios nach und schlug mit dem Streitkolben nach diesem, der aber nach dem endgültigen Zerbrechen seiner Waffe den Rückzug hinter den Rücken seines Compadres angetreten hatte.
"Das war einmal! Ich bin nun die rechtmäßige Herrin dieses Castillos und durch euer heimlichtuerisches Eindringen in die Feste habt ihr drei Galgenvögel eure meuchelmörderischen Absichten ja bereits offenkundig gemacht! Schade nur, dass ihr darob nicht verurteilt werden könnt, weil ich euch gleich hier und jetzt totschlagen werde, wie es eben Einbrechern gebührt, die ich als Hausherrin auf frischer Tat ertappe!"
Sie schlug nun nach Raúl, der als einziger des Trios noch unversehrt schien, wenngleich auch seine Augen blutunterlaufen waren.
Von draußen vom Hof her ertönte eine wilde Schreierei, die dumpf durch das von einem Laden verschlossene Kellerfenster drang. Nur dass dort mehr als ein Dutzend unterschiedlicher Stimmen durcheinander riefen, stand unzweifelhaft fest - nicht aber, ''was'' sie riefen.




*''Die Geschichte um Domna Richeza, Dom Moritatio, Dom Raúl und Domna Yegua wird hier fortgesetzt: [[Chronik.Ereignis1033 Feldzug Selaque 33|Schauplatz: Selaque, Teil 33]].''


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